Hat jemand Erfahrung mit Thinkpad T520?

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DonLucio
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Hat jemand Erfahrung mit Thinkpad T520?

Beitragvon DonLucio » Di 12. Sep 2017, 17:53

Per Zufall konnte ich einen gut erhaltenen Thinkpad T520 ergattern. Aktuell ist dort ein Win 7 installiert und läuft.

Nun würde ich natürlich gern ein eCS drauf haben. Zur Auswahl stehen mir eCS 2.1 GA sowie ArcaOS 5.0.1.

Das installierte Windows würde ich mit Freuden plattmachen, aber nur, wenn sich ein eCS / ArcaOS erfolgreich installieren läßt. Unter "erfolgreich" verstehe ich vor allem inkl. WLAN und Sound. Dass Bildschirm, Festplatte und USB funzen, unterstelle ich mal.

Aber ein Laptop ohne WLAN wäre für mich so sinnlos wie eine Erdbeertorte ohne Erdbeeren... dann würde ich lieber das verhassste Win7 drauf lassen. Damit käme ich wenigstens an den Ort aller Orte: das Internet.

Also falls jemand konkrete Erfahrungen mit dem T520 hat - auch negative - wäre ich sehr dankbar, daran teilhaben zu dürfen.

Gruß,
Lutz W.
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ThomasOF
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Beitragvon ThomasOF » Di 12. Sep 2017, 21:56

Hallo,

Erfahrung hab ich zwar nicht aber Du könntest es doch einfach ausprobieren:

    Windows-Partition verkleinern und ecs/aos daneben installieren, air-boot startet es wahlweise
    oder Windows-Partition mit dfsee imagen damit sie zur Not wiederhergestellt werden kann.

Dann weißt Du es und kannst Dich endgültig festlegen.

Thomas
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DonLucio
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Beitragvon DonLucio » Di 12. Sep 2017, 22:24

ThomasOF hat geschrieben:Windows-Partition verkleinern

Hab ich versucht (über die Funktion "Systemmanagement" im Rahmen der ArcaOS-Installation).
Leider ohne Erfolg.

Wie auch überhaupt jedwede Manipulationen an der eingebauten 500GB-Platte regelmäßig abgewiesen werden mit der Fehlermeldung:
"Disk has corrupt partition table". Egal, was ich mache.

Selbst "Rewrite MBR" führt zu dieser Fehlermeldung.

Hmm ... ich denke, ein neues ArcaOS von 2017 sollte eigentlich mit Windows7-Pro-Partitionen umgehen können.

Ich bin - vorsichtig ausgedrückt - ziemlich enttäuscht von dem mit großem Buhei angetretenen ArcaOS.

Also wieder einmal 100 Kopeken zum Fenster rausgeworfen.

L.W.
Zuletzt geändert von DonLucio am Di 12. Sep 2017, 23:37, insgesamt 1-mal geändert.
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LotharS
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Beitragvon LotharS » Mi 13. Sep 2017, 08:13

DonLucio hat geschrieben:Hmm ... ich denke, ein neues ArcaOS von 2017 sollte eigentlich mit Windows7-Pro-Partitionen umgehen können.

Aber nicht mit UEFI und GPT... Ob und wie sich das auf einem T520 (welches Modell genau?) umstellen ließe, müssten die Kollegen beantworten :)

Aber eine Installation von eCS oder ArcaOS in einer Virtuellen Maschine mit unangetastetem Win7 oder Win10 als Host funktioniert prima, jedenfalls hier wiederholt exerziert. Damit wären auch Fragen nach WLAN obsolet, die Netzverbindung ginge einfach über den Host. Und eleganter finde ich diese Lösung obendrein, ganz persönlich...

Nachtrag: Ich bin überzeugt, dass Du zuvor ein Win-Systemabbild auf externes Medium gezogen hattest(?). Thinkpads liefern ferner ab Werk Recovery-Bordwerkzeuge mit, um einen solchen notfalls 1:1 wiederherstellen zu können, sofern die verborgene Recovery-Partition nicht schon beschädigt wurde. Hat aber nichts mehr mit OS/2 zu tun...
Zuletzt geändert von LotharS am Mi 13. Sep 2017, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
Andi B.
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Beitragvon Andi B. » Mi 13. Sep 2017, 09:06

Wie auch überhaupt jedwede Manipulationen an der eingebauten 500GB-Platte regelmäßig abgewiesen werden mit der Fehlermeldung:
"Disk has corrupt partition table". Egal, was ich mache.

Selbst "Rewrite MBR" führt zu dieser Fehlermeldung.

Nun da kannst du froh sein, wenn du dir dabei die Windows Installation (möglicherweise GPT Disk) nicht zerschossen hast. OS/2 - ArcaOS greift üblicherweise Disks die es nicht bearbeiten kann nicht an. Im Gegensatz zu Win welches dir ja alle anderen Partitions gnadenlos platt macht, oft ohne Nachfrage, nur weil es mit ihnen nicht umgehen kann. Da ist mir diese OS/2 Philosophie viel lieber. Wenn jemanden ein OS welches alles andere auf der Platte einfach ungefragt zerstört lieber ist, dann ist er tatsächlich bei Win besser aufgehoben.

Nur noch eine Warnung - ein Blick in den bugtracker sagt, dass ArcaOS unter Umständen doch ein GPT Disk Layout zerschießen kann. Also Vorsicht mit solchen Maßnahmen vor allem, wenn du nicht vorher gute Images angelegt hast. Ein weiterer Blick in alle Readmes, wikis, Präsentationen, .... sagt auch ganz deutlich, dass auch ArcaOS nicht mit GPT und UEFI zurecht kommt. Ich hab aber keine Ahnung ob dein Rechner nun auf UEFI konfiguriert ist und ob die Disk als GPT eingerichtet ist.

Hast du im bugtracker schon nach T520 gesucht? Würde mich wundern wenn das noch niemand probiert hätte.
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Sigurd
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Beitragvon Sigurd » Mi 13. Sep 2017, 11:39

Ich hatte vor Jahren hier mal eine Anleitung geschrieben, wie man das bei "Nicht GPT" macht, also bei MBR.

http://ru.ecomstation.ru/showarticle.php?id=214

Das war auf einem X200T.

Bei späteren Modellen (zum Beispiel dem X230T, Deines liegt ja genau dazwischen), habe ich dann immer die HDD komplett platt machen müssen und Windows von separaten Medien installieren müssen, da die Recovery CDs immer wieder das GPT mit installierten bzw. einrichteten, das konnte auch nicht geändert werden.

Sound: ja, könnte mit dem neuesten von ArcaNoae klappen, auf dem X230T ging es seinerzeit nicht

WLAN: wird nur gehen, wenn es ein BIOS gibt welches die Whitelist abschaltet, die verhindert, das andere WLAN Karten als die verbauten genutzt werden können. Für das X200 gab es seinerzeit eines, da konnte ich eine 3945 Intel einsetzen, für das X230T gab es die nicht.

EDIT: wie man hier sehen kann gibt es aber für das T520 ein entsprechendes BIOS, da mal weiterlesen. Flashen ist gar nicht so schwer (aber natürlich nicht ganz Risikolos) hat bei mir aber bei 100 von 100 Versuchen einwandfrei geklappt.

https://forum.thinkpads.com/viewtopic.php?t=121778


Als weiterer Ausweg wurden hier von einigen schon diese kleinen WLAN Adapter genannt, die man, glaube ich, an die LAN Buchse anschließen kann. Kosten nur ein paar Euro und funktionieren wohl ganz gut. Vielleicht kann einer was dazu sagen.
Zuletzt geändert von Sigurd am Mi 13. Sep 2017, 11:41, insgesamt 1-mal geändert.
OS/2 versus Hardware - Maximum Warp!
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Beitragvon DonLucio » Mi 13. Sep 2017, 11:54

Andi B. hat geschrieben:Da kannst du froh sein, wenn du dir dabei die Windows Installation nicht zerschossen hast.

Nein, ist mir nicht gelungen. Dabei gehört doch Windows-Partitionen zerschiessen zu meine Lieblingsbeschäftigungen ... :-))

Andi B. hat geschrieben:Im Gegensatz zu Win welches dir ja alle anderen Partitions gnadenlos platt macht, oft ohne Nachfrage,

Na ja, "ohne Nachfrage" kann man nicht sagen: Ich habe dem ArcaOS ganz klar Anweisung dazu gegeben.

Ok, ich gebe zu: Ich habe die Möglichkeit, dass dieser 5 Jahre alte T520 ein UEFI statt BIOS hat, nicht auf dem Radar gehabt. Dennoch würde ich ArcaOS nicht gern aus der Verantwortung (zumindest für eine aussagekräftigere Meldung als "Partition corrupt") entlassen: Wie kann man ein OS anbieten, das auf "moderner" Hardware installierbar sein soll, das mit UEFI nicht umgehen kann, während es heutzutage doch keine PCs mehr ohne UEFI gibt?

Oder kann man davon ausgehen, dass alle UEFIs auch einen Kompatibilitätsmodus bereitstellen?

Zurück zum aktuellen Problem:
Ich stelle gerade fest, dass - obwohl der ArcaOS-Installer angeblich die eingebaute 500GB-Platte für "corrupt" hält und keinerlei Partitionierung vornehmen kann, er doch den AirBoot-Manager erfolgreich installieren konnte.

Nach dem erfolglos abgebrochenen Installationsdesaster von gestern habe ich eben mal versucht, das ursprüngliche Win7 zu starten. Und siehe da: Der AirBoot ist nicht nur erfolgreich installiert, sondern zeigt mir sogar alle vorhandenen Windows-Partitionen (drei an der Zahl) an. Und durch Auswahl der korrekten Partition startet Win7 erfolgreich!

Ich denke mal, dass das ein sicherer Hinweis ist, dass mein T520 kein UEFI hat. Oder?
Also habe ich mal den "Blue ThinkAdvantage" Button gedrückt (äquivalent zu "DEL" im herkömmlichen Boot-Vorgang) und es erscheint ein Menü mit der verwirrenden Bezeichnung "UEFI BIOS". Ja was denn nun: UEFI oder BIOS?

Ich fürchte, ich muß jetzt auf meine alten Tage noch einen Schnellkurs in "Das BIOS im Allgemeinen und seine Nachfolger im Besonderen" absolvieren...

Dabei will ich doch nur mein modernes ArcaOS auf einem mittelalten Laptop installieren ....

Ich werde an dieser Stelle weiter berichten.

Danke einstweilen für eure Anregungen.

Lutz W.
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Beitragvon Andi B. » Mi 13. Sep 2017, 12:52

Oder kann man davon ausgehen, dass alle UEFIs auch einen Kompatibilitätsmodus bereitstellen?

Bis vor kurzem schon. Heutzutage soll es aber auch schon Modelle geben ohne.
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Beitragvon ak120 » Mi 13. Sep 2017, 14:22

DonLucio hat geschrieben:Ok, ich gebe zu: Ich habe die Möglichkeit, dass dieser 5 Jahre alte T520 ein UEFI statt BIOS hat, nicht auf dem Radar gehabt. Dennoch würde ich ArcaOS nicht gern aus der Verantwortung (zumindest für eine aussagekräftigere Meldung als "Partition corrupt") entlassen: Wie kann man ein OS anbieten, das auf "moderner" Hardware installierbar sein soll, das mit UEFI nicht umgehen kann, während es heutzutage doch keine PCs mehr ohne UEFI gibt?

Die Problematik ist seit über 10 Jahren bekannt. Für ältere Betriebssysteme gibt es verschiedene Lösungen. Ohne Umpartitionieren ist der Betrieb innerhalb einer virtuellen Maschine sicherlich am einfachsten zu bewerkstelligen.

Oder kann man davon ausgehen, dass alle UEFIs auch einen Kompatibilitätsmodus bereitstellen?

Das CSM ist nur ein optionaler Bestandteil. Zu beachten ist hierbei allerdings, daß nicht alle Betriebssysteme im BIOS-Kompatibilitätsmodus auch von GPT-Einheiten starten können. Ein (nicht standard-konformer) Weg wäre die Nutzung eines Hybrid-MBR. Dieses Verfahren kommt u.A. auch bei Apple Boot Camp zum Einsatz.

Ein paar Links, falls sich jemand für die Details interessieren sollte:
http://www.rodsbooks.com/gdisk/hybrid.html
http://www.rodsbooks.com/gdisk/booting.html
http://jdebp.eu/Softwares/mbrcode-efi.html
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Beitragvon DonLucio » Mi 13. Sep 2017, 17:38

Sigurd hat geschrieben:Als weiterer Ausweg wurden hier von einigen schon diese kleinen WLAN Adapter genannt, die man, glaube ich, an die LAN Buchse anschließen kann. Kosten nur ein paar Euro und funktionieren wohl ganz gut. Vielleicht kann einer was dazu sagen.

kann ich bestätigen. Mein Haupt-PC steht an einem Platz im Haus, wo ich kein LAN-Kabel habe. Dort schafft mir so ein WLAN-Adapter die Verbindung ins Netz.

Wäre natürlich bei einem Laptop eine nur zweitbeste Lösung, weil es die Mobilität doch arg beschränkt. Diese Adapter brauchen ja auch Strom.

Gruß,
Lutz W.
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Beitragvon DonLucio » Mi 13. Sep 2017, 18:22

LotharS hat geschrieben:Aber eine Installation von eCS oder ArcaOS in einer Virtuellen Maschine mit unangetastetem Win7 oder Win10 als Host funktioniert prima, jedenfalls hier wiederholt exerziert.

ich hatte das schon mal probiert, mit der VM von Microsoft (soweit ich mich erinnere). Hab da aber kein Shared Drive hinbekommen, was ich für unerläßlich halte, um zwischen eCS und der Umwelt Daten auszutauschen. Auch die Nutzung des Windows-eigenen Internetanschlusses war mir nicht gelungen.

Soweit es die Shared Disk anbelangt, meine ich mich zu erinnern, dass dieses Feature für OS/2 als Gast auch nicht vorgesehen war. Weiß jemand genaueres?

Welches VM-Produkt würdet ihr empfehlen?

Gruß,
Lutz W.
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Beitragvon ThomasOF » Mi 13. Sep 2017, 19:32

DonLucio hat geschrieben:Wie kann man ein OS anbieten, das auf "moderner" Hardware installierbar sein soll, das mit UEFI nicht umgehen kann, während es heutzutage doch keine PCs mehr ohne UEFI gibt?


Bei allem Frust was nicht geht sollte man doch trotzdem noch froh darüber sein was sich alles tut bzw. durch ArcaOS getan hat. Ich glaube wenn man bei allen OS den Quotienten aus Fortschritt und schaffenden Ressourcen bildet wird ArcaOS weit oben in der Liste liegen. Und soweit mir bekannt ist wird auch an UEFI zumindest gearbeitet.

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Beitragvon ak120 » Mi 13. Sep 2017, 19:53

DonLucio hat geschrieben:ich hatte das schon mal probiert, mit der VM von Microsoft (soweit ich mich erinnere). Hab da aber kein Shared Drive hinbekommen, was ich für unerläßlich halte, um zwischen eCS und der Umwelt Daten auszutauschen. Auch die Nutzung des Windows-eigenen Internetanschlusses war mir nicht gelungen.

Soweit es die Shared Disk anbelangt, meine ich mich zu erinnern, dass dieses Feature für OS/2 als Gast auch nicht vorgesehen war. Weiß jemand genaueres?

Welches VM-Produkt würdet ihr empfehlen?

Virtual PC 2007 SP1 (+Hotfix) funktioniert einwandfrei unter Windows 7. Alle OS/2-Versionen ab 2.0 lassen sich dann relativ problemlos installieren. Die Gasterweiterungen setzen offiziell mindestens Warp 4 mit Fixpak 15 voraus - wichtig, falls man freigegebene Ordner verwenden möchte.
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Beitragvon thorolf » Mi 13. Sep 2017, 23:46

DonLucio hat geschrieben:Dabei will ich doch nur mein modernes ArcaOS auf einem mittelalten Laptop installieren ....

ein T520 als "mittelalt" zu betiteln ist schon bemerkenswert, neuere Modelle bieten kaum was neues.

Für OS/2, eCS oder ArcaOS ist so ein System allerdings top-modern, sprich, es wird nur mit großen Einschränkungen funktionieren.

WLAN wird sicher nicht funktionieren, es gibt keine Treiber dafür, Ethernet geht vermutlich, Audio vielleicht, USB 2.0 möglicherweise - so die Erfahrung mit dem Quasi-Vorgänger T410.

Für WLAN kann man zu einem "Mini-Router" mit Ethernet und USB-Anschluss greifen, der läßt sich mit 2 kurzen Kabeln ganz gut auch an mobilen Rechnern betreiben.

Die Neuinstallation hätte ich definitiv auf eine neue Platte oder SSD gemacht, sowas kostet echt nicht mehr viel 50 - 100 EUR und erspart jede Menge Ärger. Der Plattenwechsel dauert keine 5 Minuten.


Aber eigentlich ist Linux für so einen Rechner das bessere System, denn da funktioniert alles nach der Installation, mit XFCE als Desktop fährt man auch nicht schlecht und ein openSUSE Leap 42 läßt sich auch von einem Linux-Einsteiger installieren. Da macht man sich dann noch eine aktuelle VirtualBox auf den Rechner und installiert dort sein OS/2, läuft das im Vollbild, merkt man kaum, das Linux darunter tut!
Grüße,

Thorolf
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Beitragvon LotharS » Do 14. Sep 2017, 10:12

DonLucio hat geschrieben:Soweit es die Shared Disk anbelangt, meine ich mich zu erinnern, dass dieses Feature für OS/2 als Gast auch nicht vorgesehen war. Weiß jemand genaueres?
Welches VM-Produkt würdet ihr empfehlen?

Hier läuft z.B. VirtualBox auf zwei Rechnern auf Win10, mit eCS sowie ArcaOS (und Linux Mint) in VMs. "Gemeinsame Ordner" sind im OS/2-Gast nicht vorgesehen; statt dessen gibt es ja Samba (Client & Server) oder eventuell Peer, und das nicht nur zur Verbindung mit dem Host allein. Viel mehr dazu bereits in diesem Forum :)
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Beitragvon DonLucio » Do 14. Sep 2017, 11:28

LotharS hat geschrieben:
DonLucio hat geschrieben:"Gemeinsame Ordner" sind im OS/2-Gast nicht vorgesehen

Nach meinem Verständnis von Virtuellen Maschinen ist das Feature von "Shared Folder" doch ein Leistungsmerkmal des VM-Hosts und nicht des VM-Gast (also in meinem Fall eCS).

ich erinnere an das Innotek-Produkt Virtual-PC, das unter OS/2 (eCS) läuft (übrigens immer noch) und meinem dort installierten VM-Gast WindowsXP ein Netzlaufwerk Z: vorgaukelt. Die dazu benötigten "Gasterweiterungen" sind ein Stück Software des VM-Hosts (also Innotek-VPC).

Ich schlußfolgere daraus mal, dass im umgekehrten Fall: Windows-VM-Host und eCS als VM-Gast dieses Feature ebenfalls von der Host-Software angeboten werden muß. Also: Gibt es denn kein VM-Produkt unter Windows, das dieses Feature anbietet?

Vielleicht VMWare? Ich wäre ja auch bereit, dafür zu zahlen .

Gruß,
Lutz W.
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Beitragvon LotharS » Do 14. Sep 2017, 12:45

DonLucio hat geschrieben: Ich wäre ja auch bereit, dafür zu zahlen .

Warum ein zweites Mal? ArcaOS bringt doch alles "all inclusive" mit, was für eine Verbindung zu Host-(_und sonstigen!_)-"Shares" benötigt wird: den Arca-Mapper, basierend auf Netdrive&Samba....
und meinem dort installierten VM-Gast WindowsXP ein Netzlaufwerk Z: vorgaukelt.

... tut genau so - und noch flexibler.

Und liefert umgekehrt einen Samba-Server für den Zugriff auf Gast-Shares durch den Host und andere entfernte Rechner im Heimnetz.

Das "Shared Folder"-Feature von VirtualBox ist m.E. dagegen ein primitiver Schmarrn (hoffentlich korrekt buchstabiert ;) ); für meine Linux-VM benutze ichs deswegen auch nicht, sondern nur Samba.
Nagut, fürs Konfigurieren bräuchte Mäxchen Mustermann ein paar Klicks mehr (inklusive trial&error), aber das Resultat sähe im Gebrauch mindestens genauso aus und mehrwertiger. Vergleichbar mit Peer (was in meiner eCS2.1 bockte).
Nur meine eCS-VM wolllte mit bordeigenem EVFS-Client nicht mehr mit Win10-Host (Win7-Host ging noch), daher nehme ich dort Netware&Ftp + Filezilla-Server auf Win10, war allemal billiger als VMware.
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Beitragvon DonLucio » Do 14. Sep 2017, 18:37

LotharS hat geschrieben:ArcaOS bringt doch alles "all inclusive" mit, was für eine Verbindung zu Host-(_und sonstigen!_)-"Shares" benötigt wird: den Arca-Mapper, basierend auf Netdrive&Samba....

Ok, das wußte ich nicht (hab mein ArcaOS 5.0.1 bisher nur als DVD rumliegen).

Also dann werde ich auf dem T520-Win7 mal eine VM installieren.
Bleibt die Frage: Welche? Die von Microsoft? VBOX? Oder gibt's noch andere?

Danke,
Lutz W.
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Beitragvon LotharS » Do 14. Sep 2017, 19:20

Keine Ahnung, was mein Tankwart nimmt ;) Auf meinem (früher Win7, mittlerweile:) Win10 läuft Virtualbox, kostet nichts. Es gibt auch ein PDF-Manual ;)

Hier habe ich gerade eine ziemlich aktuelle Anleitung gefunden, aber noch nicht intensiv studiert. Beim Autor muss es ja geklappt haben. Nur so viel:
- zum Installieren des Gastes "legst" Du die ArcaOS-ISO als "Medium" ins "optische Laufwerk" ein.
- fürs optische Laufwerk blieb ich bei IDE (zum Anhören von CDs), folglich neben AHCI- den Dani-Treiber als zweiten hinzu genommen
- im ArcaOS-Preboot musste ich "USB Mouse" _ab_wählen; der Maustreiber ist später sowieso durch die Gasterweiterungen zu ersetzen.

Und wenn's schief gegangen ist: eine VM lässt sich per 1 Mausklick komplett entfernen, und neu aufsetzen ;)
Viel Erfolg!
Zuletzt geändert von LotharS am Fr 15. Sep 2017, 12:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon ak120 » Do 14. Sep 2017, 23:53

DonLucio hat geschrieben:Nach meinem Verständnis von Virtuellen Maschinen ist das Feature von "Shared Folder" doch ein Leistungsmerkmal des VM-Hosts und nicht des VM-Gast (also in meinem Fall eCS).

ich erinnere an das Innotek-Produkt Virtual-PC, das unter OS/2 (eCS) läuft (übrigens immer noch) und meinem dort installierten VM-Gast WindowsXP ein Netzlaufwerk Z: vorgaukelt. Die dazu benötigten "Gasterweiterungen" sind ein Stück Software des VM-Hosts (also Innotek-VPC).

Die "Gasterweiterungen" müssen selbstverständlich in der virtuellen Maschine (also dem Gast, welcher nur auf slowakisch Host heißt) installiert und ausgeführt werden. Bei Virtual PC ist dies z.B. für OS/2-Gäste mittels eines IFS-Treibers realisiert. Ist diese Software innerhalb der VM (Gast) nicht aktiv bietet die Steuerung auf dem Wirt die entsprechende Funktion der gemeinsamen Ordner nicht an.

Ich schlußfolgere daraus mal, dass im umgekehrten Fall: Windows-VM-Host und eCS als VM-Gast dieses Feature ebenfalls von der Host-Software angeboten werden muß. Also: Gibt es denn kein VM-Produkt unter Windows, das dieses Feature anbietet?

Der Begriff Host-Software ist hier irreführend bzw. unüblich. Der Hypervisor des entsprechenden Virtualisierungsproduktes auf dem Wirtssystem realisiert diese Funktion auf unterschiedliche Art und Weise. Mit etwas Planung läßt sich auch das Problem der fehlenden Gasterweiterung für gemeinsame Ordner über die Einrichtung eines virtuellen Netzwerks, welches nur zwischen den VMs und dem Wirt aufgespannt wird, elegant umschiffen.

Vielleicht VMWare? Ich wäre ja auch bereit, dafür zu zahlen.

Solange man keine Unterstützung für OS/2-Gastsysteme benötigt schon.

Von den kostenlosen Lösungen bringt nur Virtual PC ab Version 5.3 (2004 SP1) dieses VMMAP.IFS für OS/2-Gäste mit.
Gegenüber Virtual PC 2007 SP1 (Version 6.0.192.0 vom Mai 2008) wurden die Gasterweiterungen im Hotfix KB974918 (Version 6.0.213.0 - Februar 2009) letztmalig verbessert.
Zuletzt geändert von ak120 am Do 14. Sep 2017, 23:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon DonLucio » So 17. Sep 2017, 12:46

Vielen Dank. Das sind sehr hilfreiche Hinweise.
Werde also von einer nativen OS/2-Installation Abstand nehmen und eine VM-Lösung wählen.

Gruß,
Lutz W-.

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