Bericht ArcaOS auf AM4 Board mit Ryzen 2200 G

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Martin Vieregg
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Bericht ArcaOS auf AM4 Board mit Ryzen 2200 G

Post by Martin Vieregg » Tue 15. May 2018, 23:58

Nach vielen Anfragen und Hilfestellungen zur Einrichtung eines neuen Computers kann ich nun endlich Erfolg vermelden. Ich habe mich an eine ganz neue Hardware gewagt, mit dem Ziel, zum einen einen wirklich schnellen Rechner, und zum anderen möglichst viele Jahre "Ruhe" mit den Problemen alter Hardware zu haben. Ich konnte erfolgreich Win 10 32 bit, Win 10 64 bit, Ubuntu 18.04 und natürlich ArcaOS installieren. Meine Wahl viel auf ein Asus B350M-A AM4 Motherboard mit zuerst einem Bristol Ridge und inzwischen mit einem Ryzen G Prozessor, der erst im Februar dieses Jahres herauskam. Beide Prozessoren sind APUs, also Prozessor mit integriertem Grafikprozessor. Im Unterschied zu Intel sind die APUs von AMD bzgl. Grafik wesentlich leistungsfähiger und somit auch für Spiele geeignet. Das Hauptargument für diese Plattform ist, dass sie noch ca. 4 Jahre weiter mit neuen Prozessoren versorgt werden soll. Einschränkungen bei ArcaOS: Natürlich habe ich nur Panorama-VESA-Grafik. Windows seamless geht nicht (wegen eines bekannten Fehlers). Weil sowohl Prozessor(en) als auch Grafik wirklich sehr schnell sind, geht trotzdem alles viel schneller als mit veralteter Snap-Grafikkarte. Vor allem die SSD macht wirklich Freude. SMP und ACPI geht auch.

Begonnen mit meinen zuerst erfolglosen Versuchen hatte ich schon im Herbst letzten Jahres. Ich fasse im Folgenden die Probleme und die Lösungen zusammen.

Zuerst bin ich am Booten von DVD gescheitert. Einige bootfähige ältere CDs oder DVDs wurden nicht mehr erkannt. Das Problem konnte ich durch eine PCIe-Steckkarte mit zwei SATA-Plätzen für viele CDs lösen (das Problem ist immer nur das Booten, nicht das Lesen an sich), doch die ArcaOS-5.0.1 DVD weigerte sich hartnäckig, alles andere ging dann. Man riet mir über den Bugtracker, auf den USB Stick zu warten. Ich erhielt dann eine Betaversion von 5.0.2, doch es ging erstmal auch wieder nichts. Bis ich dann verstand, dass alle AM4-Boards gar keinen USB 2.0 Controller (UHCI/EHCI) mehr haben, sondern nur noch XHCI (USB 3.0). Es gibt zwar auf der Rückseite grün (2.0) und blau (3.0) markierte USB-Buchsen, und beispielsweise eine Tastatur muss man auch wirklich in die grünen stecken, weil sonst das BIOS die Tastatur nicht erkennt. Doch auch die grünen werden letztlich über denselben XHCI Onboard-Controller gesteuert, der von ArcaOS noch nicht unterstützt wird. ArcaOS teilte mir zwar mit, dass USB 3.0 "very soon" erscheinen wird (bislang warten wir noch), aber ich wollte nicht mehr warten und kaufte mir gebraucht bei Ebay eine PCIe-USB 2.0 Steckkarte (StarTech). Damit konnte ich nun erstmals das ArcaOS Installationsprogramm starten.

Aktuell gibt es noch ein DOS-Problem beim USB-Stick von ArcaOS 5.0.2, der verhindert, dass man mit Ryzen G starten kann. Stattdessen muss man temporär für die Installation noch einen billigen Bristol Ridge einsetzen, den man momenant ohnehin braucht, um das Ryzen G fähige BIOS auf das Motherboard zu spielen.

Als nächstes ging es nun an das Problem, mehrere Betriebssysteme in Koexistenz zu "zwingen". Hier habe ich Ehrenrunden gedreht, weil ich ArcaOS in eine Primäre Partition installieren wollte, das läßt Windows aber nicht zu, weil es nach der Installation die Partitionsdaten der primären ArcaOS-Partition verändert, vermutlich weil JFS mit 07 die gleiche Kennung hat wie NTFS. Erst die ArcaOS-Installation in logischen Laufwerken führte zum Erfolg.

Windows 10 64 bit ging völlig ohne Probleme vonstatten.

Ganz traurig sieht es mit Windows 10 32 bit aus: Anfangs hat es vollständig funktioniert, aber nach einem Bios-Update gab es massive Fehlfunktionen. Eine Neuinstallation endet wenige Sekunden nach dem Starten der DVD im BlueScreen (aspi.sys). Mehr zum Thema:
https://www.win-10-forum.de/windows-10- ... ehler.html
Aktuell habe ich das Problem noch nicht lösen können. Ich hoffe auf ein Bios- oder Windows-Update.

Am 26.4.2018 kam nun endlich das LTS Ubuntu 18.04 heraus. Da war ich mir nun relativ sicher, dass Ryzen und Vega-Grafik, die jetzt auch rund ein Jahr auf dem Buckel haben, nun auf Anhieb unterstützt werden. Doch die erste Installation endete in wirren Bildschirm-Fehlfunktionen. Was bei ArcaOS "modern hardware, safe mode" heißt, ist bei Ubuntu der Startparameter "nomodeset". Damit konnte ich dann eine mit Panorama vergleichbare Installation herstellen. Dann konnte ich einen neuen Binary Kernel herunterladen und installieren. Doch gelegentlich friert der Rechner komplett ein, ist halt noch Alpha Software. Mehr dazu:
https://forum.ubuntuusers.de/topic/ryze ... -grafik/2/

Resumee: Man könnte denken, nur mit ArcaOS gäbe es Probleme. Meine Erfahrungen mit aktueller Hardware zeigen ein anderes Bild: Nur das Mainstream-Betriebssystem Windows 10 64 bit läßt sich ohne weiteres installieren, alle anderen OS erfordern Klimmzüge. Die Hardwarehersteller sehen sich nur für Windows 10 64 bit verantwortlich, bei allen anderen OS ist man auf Dritte angewiesen.

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Der Rechner ist im Leerlauf so leise, dass man nur noch die HDD hört. Er hat praktisch keine Wärmeentwicklung mehr, vor allem beim mit aktueller Hardware Leerlauf-Betriebssystem OS/2. Selbst der Monitor ist lauter (Geräusch ist mir vorher nie aufgefallen). Deshalb meine Frage zu "Festplatte abschalten":
viewtopic.php?f=2&t=1386 Im Bugtracker wurde mitgeteilt, dass man sich darum kümmern werde.

Der Unterschied zwischen Bristol Ridge und Ryzen ist im Alltagsbetrieb durchaus nochmals spürbar. Beispielsweise aufwendige PDFs öffnen. Erstmalig Firefox 38 starten dauert 1,5 Sekunden. Treibermäßig hat (außer "modern hardware, safe mode") sofort alles funktioniert, nur hinter Uniaud32.sys muss man in der Config.sys noch /A:1 angeben und SMP und ACPI muss man nachinstallieren.

Mit der CPU-integrierten Grafik kann man trotz Panorama 720p ruckelfrei Videos mit 25% Prozessorlast (1 Prozessor) ansehen.

Nun meine Anleitung für diejenigen, die ebenfalls einen derartigen neuen Rechner aufbauen und installieren wollen:

Mainboard ASUS B350-M-A
Prozessor AMD A8-A6-9500 (Bristol Ridge nur zum Installieren), Ryzen 2200 G
Lüfter XILENCE CPU-Kühler A404T
SSD Samsung EVO 850 500 GB
dann habe ich noch eine 2TB normale Platte und zwei DVD-SATA-Laufwerke eingebaut.
(ebay) Startech USB-Controller / Schnittstellenkarte - 7x USB 2.0, PCI-E x1 (auf langes Blech für normal hohe PC-Gehäuse achten)
Netzteil leise und nicht zu viel Watt (250-300) reicht, weil der Wirkungsgrad dann abnimmt.

(1) Bristol Ridge Prozessor einbauen. ArcaOS 5.0.2 Stick in Steckkarte stecken. Im Pre-Install Menü "Modern hardware, safe mode" auswählen. Wartungskonsole starten, Minilvm starten. Airboot noch nicht installieren. Hier meine Aufteilung: Der unbenutzte Platz ist in der Mitte der Platte, von vorne installiere ich die primären, von hinten die logischen Partitionen (ArcaOS, Linux, Daten). Wenn man ganz sicher gehen will, dass Windows nicht an den anderen Partitionen herummurkst, dann erstmal nur die zwei primären Windows-Partitionen einrichten.

(2) Windows 10 installieren (bei mir 2x, einmal 32 und einmal 64 bit). Noch keine Treiber für Chipsatz und Grafik installieren!

(3) BIOS-Update durchführen. Andernfalls kann man keinen Ryzen G einbauen. Oft sind die BIOSe 1 Jahr alt.

(4) Ggfs. zwei neue logische Partitionen für ArcaOS einrichten (ich habe 8 GB gewählt). ArcaOS zweimal installieren, damit man den USB-Stick für Wartungszwecke künftig nicht mehr braucht (läuft noch nicht mit Ryzen G), mit zwei unterschiedlichen Laufwerksbuchstaben. Jede Installation kann man von der jeweils anderen warten. Im Pre-Install Menü "Modern hardware, safe mode" auswählen. Dann Airboot installieren (kann man von einer laufenden ArcaOS Installation aus machen).

(5) Prozessor gegen Ryzen G austauschen. (Oops, die Schrauben sind unter dem Motherboard, also alles wieder ausbauen... also am besten vorher nur provisorisch befestigen)

(6) Ubuntu 18.04 installieren. Anleitung siehe:
https://forum.ubuntuusers.de/topic/ryze ... -grafik/2/

(7) Bei Windows den Chipsatz/Grafiktreiber von der Motherboard-Supportseite laden und installieren.

(8) Warp SMP Kernel nachinstallieren https://www.os2world.com/forum/index.ph ... 759.0.html und den neuesten ACPI-Treiber 3.23.09 installieren.

Wenn man weiß wie, dann ist das in ca. 1/2 bis maximal 1 Tag Arbeit zu machen.

Aktuell habe ich noch ein verbleibendes Problem: Der Minilvm zeigt eine defekte Parititionstabelle an, seit ich Ubuntu 18.04 installiert habe. Ich werde mit DFSEE eine Lösung suchen, habe schon Kontakt mit dem DFSEE Autor aufgenommen. Wie das geht, werde ich später berichten (muss zuerst die ganze Festplatte sichern).
Last edited by Martin Vieregg on Wed 16. May 2018, 08:11, edited 2 times in total.

dargndorp
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Post by dargndorp » Wed 16. May 2018, 12:50

Sehr schöner Bericht, herzlichen Dank dafür!

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Sigurd
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Post by Sigurd » Sat 9. Jun 2018, 20:22

Ich schließe mich dem ebenfalls an - ganz wunderbar gemacht, Martin - Glückwunsch und Hut ab!
OS/2 versus Hardware - Maximum Warp!

aschn
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Post by aschn » Sat 9. Jun 2018, 22:00

Martin, wieviel RAM wird denn von OS/2 erkannt?
Andreas Schnellbacher

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hanno
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Post by hanno » Mon 11. Jun 2018, 16:52

Hallo Martin,

auch von mir: Gratulation und danke für den Bericht - das macht ja Mut, selber so etwas zu probieren ;)

Schöne Grüße
Hanno

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DonLucio
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Post by DonLucio » Tue 12. Jun 2018, 19:06

Martin Vieregg wrote:
Tue 15. May 2018, 23:58
... mit dem Ziel, zum einen einen wirklich schnellen Rechner, und zum anderen möglichst viele Jahre "Ruhe" mit den Problemen alter Hardware zu haben.
Das ist auch genau mein Ziel! Deswegen auch von meiner Seite besten Dank für deine ausführlichen Erläuterungen.

Allerdings für jemanden wie mich (wußte bis eben gar nicht was ein Bristol Bridge ist), scheint mir das Unterfangen zu kompliziert. Z.B. "BIOS updaten" - wie geht das? Früher, in den 386er Zeiten, konnte man neuere BIOS-Chips kaufen und selbst auf dem Mainboard einstecken. Wie geht das heute? Egal, ich würde ein einfacheres Verfahren vorziehen:

Mainboard mit vormontierter CPU ins ATX-Gehäuse einbauen, ArcaOS-DVD einschieben und starten. Win/Linux etc. brauche ich nicht.

Ich möchte einfach nur das gleiche machen, was mit meinem (allerdings betagten) Mainboard ASUS P5QL/EPU vor ca. drei Jahren prima geklappt hat. Da ich aber dieses Museumsstück wohl kaum noch kaufen kann, denke ich, es sollte kein unanständiges Verlangen sein, ein aktuelles Mainboard (aber nicht so brandneu wie das hier beschriebene Ryzen-AM4) zu kaufen, auf dem das ArcaOS 5.0.x. bereits erfolgreich installiert wurde.

M.a.W.: Gibt es Erfahrungsberichte über erfolgreiche Installationen von ArcaOS 5.x auf Mainboards, die ca. 1-2 Jahre alt sind? Und wenn ja: Welche Mainboards sind das?

Vielen Dank,
Lutz Wagner

Martin Vieregg
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Post by Martin Vieregg » Tue 12. Jun 2018, 19:55

>Martin, wieviel RAM wird denn von OS/2 erkannt?

Leider nur 2,5 GB statt der üblichen 3,5 GB. Das ist wohl der Tribut an eine APU, die nur mit 32 bit läuft, da knappst die interne Grafik 1 GB weg. Prima funktioniert die bei ArcaOS standardmäßig installierte, aber noch über das Programmicon einzurichtende RAM-Disk, die bei mir 4,5 GB groß ist (ich habe 8 GB). Dazu gibt es einen ausführlichen Thread, was man dazu anstellen kann, in www.os2world.com. Ich verwende sie für:
- tmp/temp Verzeichnisse
- ps-Dateien bei Ghostscript
- swapper.dat.
So reduziere ich Schreibzugriffe auf meiner SSD, die ja im Unterschied zu herkömmlichen HD beschränkt sind.

Sie ist auch richtig schnell (390 MB/sec) (aber natürlich nur mit HPFS formatiert, nicht mit FAT32)

>"BIOS updaten" - wie geht das?

Mit meinem "Zeitsprung" hat sich auch einiges angenehmes ergeben. Eines war die Weiterentwicklung des BIOS, das allerdings auch in der Größe deutlich zugenommen hat (20 MB). Das Bios stellt selbst eine Internetverbindung her und lädt und aktualisiert sich selbst. Alternativ kann man auch eine BIOS-Datei von der Homepage des Mainboard-Herstellers herunterladen, auf eine FAT32 Parition spielen (Festplatte oder USB-Stick), über eine Dateiliste, die auch Unterverzeichnisse aufruft, auswählen und aktualisieren. Das ist alles wirklich einfacher geworden.

Mittlerweile habe ich noch kleinere Fallstricke gemeistert:

- Netdrive ließ sich nicht mit meinen alten Settings installieren, weil der von mir üblicherweise verwendete Laufwerksbuchstabe U: von einem gar nicht existierenden USB-CD-Laufwerk verwendet wurde (Zeile BASEDEV=USBCDROM.ADD /CDS:1 auskommentieren) und eine Light-Version schon in \Programs\NDFS installiert ist
- Dragtext ließ sich nicht installieren, weil es in ArcaOS schon installiert ist
- ich mußte noch ein neues FAT32.IFS installieren, das in ArcaOS ist schon wieder älter und hatte einen üblen Bug, der inzwischen behoben ist.

Ganz wichtig ist es, zwei ArcaOS zu installieren, damit man von einem das andere warten kann. Sinnvoll ist es, gelegentlich die ganze Systempartition von der jeweils anderen komplett zu kopieren.

Mit den vermurksten Paritionsangaben bei Minilvm wegen der Ubuntu-Installation werde ich noch berichten.

aschn
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Post by aschn » Tue 12. Jun 2018, 20:34

Martin Vieregg wrote:
Tue 12. Jun 2018, 19:55
Leider nur 2,5 GB statt der üblichen 3,5 GB.
Normal wären 4 GB. Wenn nur 2.5 GB erkannt werden, soll es daran liegen, dass vom BIOS-Kompatibilitätsmodus nur 2,5 GB gemeldet werden. Auf diesen Wert soll (auch das abgespeckte) QSInit angewiesen sein. Systeme, die PAE können, sollen das umgehen können. (Frei nach Dmitry, dem Entwickler von QSInit.) Bei mir mit FM2+-Sockel werden nur 2 GB erkannt, vgl. Bug-Tracker.

Ich halte 3 GB für das gerade noch akzeptable Minimum, vorausgesetzt man lädt die DLLs der Mozillen und AOO hoch und stellt VAL dementsprechend ein. Ich hab hier (auf 'nem anderen System) gerade 2,5 GB und das ist häufig zu wenig. Ich könnte VAL=2560 schon gut gebrauchen. Am längsten lief das System, wenn ich VAL auf 0,5 GB unter den physikalischen Speicher eingestellt hab.

Wofür man eine RAM-Disk verwenden kann, ist schon klar. Mit SSD lohnt aber der Aufwand nicht mehr so. Die Probleme mit den vier zu knappen Speicherbereichen bei OS/2 (unter 512 KB und darüber, private und shared) kann man damit nicht umgehen.
Andreas Schnellbacher

Martin Vieregg
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Post by Martin Vieregg » Mon 25. Jun 2018, 12:06

Das letzte Problem habe ich jetzt auch noch lösen können. Ubuntu hat die Partitionstabellen so verändert, dass minilvm nicht mehr funktionierte. dfsee zeigte diverse Fehlermeldungen an. Der dfsee Autor konnte mir helfen. Es gibt einen Reparaturbefehl:

Edit - switch to expert mode
Mode=FDISK - Part-table cleanup/repair - Align ext container disk

das wars dann, minilvm zeigt wieder alles korrekt an und gibt keine Fehlermeldung mehr aus.