ArcaOS und die Bootreihenfolge A:, C:

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Cif
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ArcaOS und die Bootreihenfolge A:, C:

Post by Cif » Tue 19. Nov 2019, 14:03

Ahoi zusammen,

sagt bitte, weiß jemand, ob man ArcaOS auch, wie früher die Warp-Installationen rein von Diskette vornehmen kann, bzw. hat jemand sowas schon einmal versucht?
Ich habe hier zwei (hardwaremäßig) verschiedene Rechner, die ich gern mit ArcaOS ausprobieren würde, schon auch um die Kompatibilität zu prüfen, jedoch bieten deren BIOS nur die Bootreihenfolge "A: C:" und "C: A:", was freilich wenig zufriedenstellend ist. CD-Laufwerk gibts nicht, Boot von USB wird vom BIOS nicht unterstützt.

Früher bei Warp konnte man theoretisch ja auch per Diskette installieren. - Das würde ich auch machen, wenn ja wenn ArcaOS sowas könnte... - Geht das, und wenn ja... wie? :o

Vielen Dank im Voraus!
Mathias

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Post by eCSBenutzer » Tue 19. Nov 2019, 16:43

Früher - so in den Zeiten von OS/2 2.0 - gab es mal die Option der Installation übers Netzwerk. Ob das jetzt noch unterstützt wird weis ich nicht. Und glaube ich auch nicht. Installation von Diskette - hui, das gibt nen steifen Arm (vom Wechseln...) wenns denn unterstützt wird. Wer hat schon noch ein Diskettenlaufwerk.
Mach den Rechner auf, schliese Dir ein DVD-Laufwerk an - werden Dir hinterhergeschmissen - und probiers bei offenem Gehäuse. Ich hoffe bloß, das BIOS ist nicht so alt, das es noch kein CD-Rom kennt. Dann wäre AOS auch nicht das Richtige...

Frage hinterher: Was sind das für Rechner bzw. für Mainboards?
Zuletzt geändert von eCSBenutzer am Tue 19. Nov 2019, 16:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Cif
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Post by Cif » Tue 19. Nov 2019, 17:13

\^__^ huhu und danke für die Antwort!

Hmm.. das ist aber nicht so einfach... aus zwei Gründen:
1) es handelt sich um Notebooks: Panasonic Toughbook CF-M34 MK1 (gut 15+ Jahre alt), und das zweite ist ein Noname.. öhm.. Packung sagt Natcomp.. (auch schon alt.. von 2002 glaub ich)
2) Wenn das BIOS nur A: und C: oder C: und A: erlaubt, könnte ich nicht vom CD-LW booten, egal ob unterstützt oder nicht, denn es wäre dann ja LW D: o.ä., außer natürlich ich nehme die Festplatte raus.. aber dann könnte ich auf nichts installieren. :?

Wenn alle Stricke reißen.. hab ich mir überlegt, werde ich das Maximum-Cheat Level starten.. und die Platten von den NBs ausbauen... in einem neueren 32bit-System aufsetzen... und wenn alles läuft zurück in die NBs bauen.. - Ob das dann funktioniert? Vermutlich das einfachste, oder? *kopfkratz*

Aber falls jemand den offiziellen Weg kennt, dachte ich, frage ich lieber.. ; )

Andi B.
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Post by Andi B. » Tue 19. Nov 2019, 17:24

und die Platten von den NBs ausbauen... in einem neueren 32bit-System aufsetzen... und wenn alles läuft zurück in die NBs bauen.. - Ob das dann funktioniert? Vermutlich das einfachste, oder? *kopfkratz*
Ja, wohl das einfachste. Obwohl, es werden dann ev. noch IDE Platten sein. In neuen Systemen eher nicht mehr drinnen. Brauchst ev. auch noch einen SATA/IDE Adapter.

15 Jahre - ich denke da sollte USB Boot doch schon gehen. Auch wenn im BIOS nicht angezeigt, ev. kann man es erst auswählen wenn beim Booten ein Stick angesteckt ist. Oft ist über F8 das Bootmenü auswählbar. Außerdem muss es im BIOS auch noch andere Bootoptionen geben - boot vom LAN sollte immer unterstützt worden sein. Deine Geräte kenne ich allerdings nicht.

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Post by eCSBenutzer » Tue 19. Nov 2019, 17:27

Willste Dir das wirklich antun?
Selbst wenn es gehen würde: Für was soll das gut sein?
Wenn Du wirklich was mit AOS machen willst empfehle ich ein Thinkpad. Lt. Sigurd wird das X250 gut unterstützt. Da bin ich gerade dran. Kosten so um die 300 - 400€. Aber entscheide selbst...

Edit: Andy war schneller
Zuletzt geändert von eCSBenutzer am Tue 19. Nov 2019, 17:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Cif
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Post by Cif » Tue 19. Nov 2019, 18:11

Andi B.:Yup, IPXE wird durch die NBs unterstützt! Aber das hab ich mal ne Weile versucht einzurichten.. hab ich nicht gebacken bekommen, und dann gelassen.

Ich nutze hier den DHCPd von ISC. Der soll das anegblich können lt. Internetz.. aber die IPXE-Geschichte macht nur Trouble. Zuerst behauptete es immer es habe den DHCPd nicht erreichen können.. grml!Dabei sind die Clients alle im selben Subnetz, selbes VLAN. Okay.. das hab ich gefixt, weil die Syntax in der dhcpd.conf nicht korrekt für IPXE war. - Dann blubberte es rum, weil er wohl den TFTPd nicht erreichen konnte, auf dem das ISO lag... obwohl es erreichbar war.. und mit nem anderen Client händisch ladbar war.

Dann hab ich gelesen, man müsse eine besondere Syntax für jeden Fork von PXE einhalten.. dann bin ich zu IPXE ins Forum, hab dort alles umgegraben, dann um Hilfe gefragt, und argh.. rumprobiert.. aber es half alles nix. Hab dann irgendwann den Nerv verloren und die IPXE-Geschichte auf sich beruhen lassen. Etwas derart umständlich implementiertes habe ich schon lange nicht mehr erlebt. :shock:

Ich hätte mir das vorgestellt wie.. man braucht 1) nen DHCPd, 2) nen FTPd und 3) das IPXE-fähige Gerät... dann startet man von IPXE.. er bekommt ne IP, und je nach DHCPd-Config holt er sich das ISO vom FTPd, das ich definiert hab.. bootet davon und fertig. Aber nee.. xD

Vermutlich bin ich und IPXE auf dem falschen Fuß aufgestanden.. und wir kommen einfach nicht zusammen. hehe - Wär ne coole Sache, wenn.. ja wenn es funktionieren würde. Für nicht PXE-fähige Geräte bietet IPXE sogar ein 3,5"-Floppy-Image, damit wirklich JEDES Gerät IPXE nutzen kann.. tja.. wenn es danach mal weitergehen würde.. :>

Und booten über F8/F11/F12 etc-Menü geht leider nicht.. hatte man da wohl noch nicht implementiert gehabt.


eCSBenutzer: Hm.. ich hatte initial gedacht, es sei einfacher.. auch siehe die IPXE-Thematik oben. Ich würde einfach gern wissen, ob das OS auf dem Gerät tadellos läuft. Und wenn nicht, wo es hakt. (Ja bei der Installation ist der erste Haken.. :>)
Hardwarekompatibilität, etc. - Auch sind die Toughbooks (ja ich hab zwei davon) schön klein.. ein Subnotebook, passen überall rein. Im Vergleich dazu sind die Thinkpads voll die Riesendinger. Die Toughbooks sind auch rugged und quasi wasserdicht, ultra transportabel, GPS-Empfänger und somit top fürn Urlaub. (Bilder draufladen, GPS tracken, Mails von unterwegs absetzen..) - Jetzt sag aber nicht, jedes Mobile kann das seit Jahren auch schon alles.. xDD
Das Natcomp-Notebook ist rein experimentell.. hat ne gute Mischung an zusammengewürfelten Hardwarekomponenten verbaut, allerdings hat es diesen für Warp 3 problematischen SIS630-Chipsatz.. und nun wäre doch mal interessant, ob es bei ArcaOS mittlerweile unterstützt wird.

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thorolf
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Post by thorolf » Tue 19. Nov 2019, 23:11

Cif wrote:
Tue 19. Nov 2019, 18:11
Hardwarekompatibilität, etc. - Auch sind die Toughbooks (ja ich hab zwei davon) schön klein.. ein Subnotebook, passen überall rein. Im Vergleich dazu sind die Thinkpads voll die Riesendinger. Die Toughbooks sind auch rugged und quasi wasserdicht, ultra transportabel, GPS-Empfänger und somit top fürn Urlaub. (Bilder draufladen, GPS tracken, Mails von unterwegs absetzen..) - Jetzt sag aber nicht, jedes Mobile kann das seit Jahren auch schon alles.. xDD
nur werden die ganzen, von dir genannten Funktionen weder von OS/2, noch von irgendeinem neueren "Abkömmling" unterstützt.

Zudem scheint das Toughbook CF-M34 MK1 ein 10"-Gerät zu sein, mit dem ganzen Schutz drumherum dürfte es kaum kleiner sein, als eins der ThinkPads aus der 12" X-Serie. Natürlich sind die nicht robust, die alten aber dafür billig und kompatibel.

Weil ich davon ausgehe, das Du sowieso ein anderes "Primär-System" auf dem Rechner hast, wäre der Weg über ein ein OS/2-VM mit VirtualBox vielleicht der zielführendere. Könnte natürlich sein, das der 300 MHz Celeron und das bisschen RAM da "etwas" überfordert ist.

Allerdings braucht so ein alter Laptop überhaupt kein ArcaOS (auch keine eCS), weil es ziemlich sicher kein ACPI unterstützt, damit sollte die Installation von OS/2 Warp 4 auch von Diskette möglich sein. Fraglich ist nur, inwieweit das ToughBook von OS/2 unterstützt wird, mit einem neueren ArcaOS dürfte sich das nicht wirklich verbessern.

Wenn Du ein kleines (12") Laptop mit voller OS/2-Kompatibilität suchst, musst Du nach einem ThinkPad X30 - X32 suchen, die haben noch einen Pentium M, keine ACPI und einen kompatiblen Grafikchip, muss man schauen ob man sowas noch gebraucht bekommt.

Halbwegs brauchbare Kompatibilität bieten X60/X61(s)-Modelle, da braucht es ACPI und Panorama-Vesa, also eCS oder ArcaOS, aber immerhin gehen da dann noch Audio, Netzwerk und WLAN - die Laptops gibt's gebraucht für weniger als 100 EUR.
Bei allem neueren ist mindestens WLAN ein Problem, macht also nur für experimentierfreudige Naturen wie Sigurd wirklich Sinn.
Grüße,

Thorolf

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Post by eCSBenutzer » Wed 20. Nov 2019, 08:54

Ich habe hier noch ein paar T40-43 rumstehen. Auch mal nur so zum probieren mit eCS, XP, Win7, Ubuntu. Als das Gewünschte lief habe ich die Dinger in die Ecke gestellt. Werden kaum genutzt obwohl für eCS absolut ausreichend. Ja, Spielereien sind in der dunklen Jahreszeit was feines. Und es ist Deine Zeit. Es gab (gibt??!!) mal die OS/2-Usergroup Dresden. Ist ja nicht sooo weit weg von Dir. Da hätte man mal ne Session machen können.
Thema klein und Urlaub. Da habe ich das Händie und ein Touchpad mit. Absolut ausreichend. Fürn Strand wie zum Wandern.
Schönen Feiertag....

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Cif
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Post by Cif » Wed 20. Nov 2019, 22:37

Hrhr!! :D Danke euch beiden! - Hoffe in der Tat euer Feiertag war guut! : )

Mhm, ich habe die Geräte vor der Entsorgung bei uns aus der Firma gerettet. Alle drei sind in tadellosem Zustand (bis auf die Akkus). -Quasi wie neu. War mir zu schade zum Wegwerfen. (Die Toughbooks waren Sonderanfertigungen von je 7.500 Maag, damals!) - Wenn ich die einer sinnvollen (privaten) Nutzung zuführen könnte, wäre das freilich supi. : )
Ein mobiles OS/2 käme mir auch sehr gelegen.. dann könnte ich abends auf der Couch ein wenig beim Fernsehen die ArcaOS-Üersetzung vorantreiben. Je kompakter das NB, desto besser. Klobige NBs auf der Couch sind Mist.

Auch fiel mir bei den Geräten sofort Lewis ein, der meinte, man solle ArcaOS mit jedweder Hardware ausprobieren. - Und ja, bei ArcaOS sind ja quasi alle FixPacks bereits installiert, ebenso wie das Linux-Subsystem, etc. Wär schon nice das auf einem so kompakten Notebook zu haben. - Klar gibt es da bestimmt sinnvollere Notebooks, von denen man bereits weiß, daß die Hardware kompatibel ist, aber diese liegen mir nun Mal nicht vor. Ich werde mich mal nach einem von euch empfohlenen Notebook umschauen.

Die eCS-Usergroup muß ich mir mal anschauen! :D - Dresden ist nur 1h Autobahn von mir entfernt! Eventuell ergeben sich da ja auch Synergien. *g*

Mathias

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Sepp Mayr
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Post by Sepp Mayr » Thu 21. Nov 2019, 08:15

Cif wrote:
Wed 20. Nov 2019, 22:37
Die eCS-Usergroup muß ich mir mal anschauen! :D - Dresden ist nur 1h Autobahn von mir entfernt! Eventuell ergeben sich da ja auch Synergien. *g*
Im Prinzip gibts uns schon noch, mangels Teilnahme habe ich aber keine Termine mehr ausgegeben.
Können wir aber gern wieder machen :)
Mia san mia

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Cif
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Post by Cif » Thu 21. Nov 2019, 09:39

Hehe : ) - Gerne auch im Rahmen der [Retro-Spielenacht in Leipzig]. Das wäre dann zwar nicht monatlich, aber immerhin einmal im Jahr. - Und zwar jedes Mal im Mai. Innerhalb eines Jahres lassen sich ganz bestimmt genügend Themen finden, die man dann besprechen kann. : ) - Dort kann auch jeder ausstellen oder Vorträge anmelden. - So wäre es sicher möglich, daß wenn z.B. ArcaOS mit Version 5.0.5 mit einem übersetzten GUI aufwarten kann, dort einen Vortrag zu halten, und allen Interessierten neue Features zu präsentieren, Fragen zu beantworten, etc. - Quasi eine Art Mini-Warpstock. :D - Nur daß die Organisation der Räume, des Catering etc der Veranstalter des Events übernimmt.
Als Schmankerl obendrauf hat man dann auch noch die Zielgruppe der Retro-Gamer vor Ort.. und wie wir ja alle wissen, hat OS/2 das bessere DOS als DOS jemals hatte. ; )
Zufällig ist für ArcaOS 5.0.5 auch das neue DTAudio angekündigt, das dann quasi als Wrapper auch DOS-Spielen wieder Sound verleiht!

Wenn Sound erstmal geht, kann man eigentlich beginnen, das OS unter Retro-Gamern bekannt zu machen. - Vieleicht kommen ja dann ein, zwei Lizenzen mehr bei rüber, die dann wieder Geld reinspielen, damit weiter in die Plattform investiert werden kann. - Es gibt so viel Möglichkeiten und Potential.
Und nach der Präsentation gibts im Rest des Hauses noch sooviel zu entdecken. Eigentlich müßte der Event zwei Tage gehen, um alles richtig anzuschauen!

Und.. ich habe mich gewundert: Die offizielle Webseite der Usergroup Dresden scheint down zu sein, oder alle Referenzen dahin sind veraltet. - Die interessanteste Info, die ich finden konnte, ist [ein Artikel bei VOICE], der von der Warpstock Europe 2005 berichtet.


Andi B.
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Post by Andi B. » Thu 21. Nov 2019, 09:45

Wenn USB Boot nicht geht und auch kein CD-ROM drinnen ist, könntest du ev. noch probieren ob DVD-Boot über externes USB DVD Laufwerk geht. Die Chancen würde ich aber als sehr gering einschätzen.

Es bleibt da wohl nur mehr -

- HDD ausbauen und in einem anderen Rechner die dortige Installation kopieren (die für mich übliche und einfachste Methode)
- Warp 3 Connect z.B. oder W4 von Disketten installieren auf einer kleinen Partition, Netbios & || FTP und dann auf eine anderen Partition ein funktionierendes ArcaOS rüberkopieren.
- Ev. geht es mit einer DFSee Boot Diskette die Partitions einzurichten und über USB eine Image einer laufenden Installation rüberkopieren. DFSee DOS kann auch USB und man könnte da ev. von einem USB Stick ein installiertes ArcaOS rüberkopieren.

Dann kannst du testen ob ArcaOS auf dieser HW läuft und wie gut.

Wenn du aber die Installation von ArcaOS testen willst, dann muß man klar sagen, geht auf diesen Geräten nicht. Steht wohl auch irgendwo drinnen - wenn kein DVD Boot geht und auch kein Booten von USB Stick, dann ist es nicht möglich, besser gesagt es wird nicht unterstützt, ArcaOS auf solchen Systemen zu installieren. Die alten Tools zum erstellen von Bootdisketten sind wahrscheinlich noch dabei. Hat aber wohl kaum wer mit ArcaOS getestet.

PXE Boot - sollte gehen und es gibt dazu gute Beschreibungen wenn man einen Warp Server eingerichtet hat mit RIPL Unterstützung. Ich hab mich da mal eine Weile damit beschäftigt. Letztendlich war mir das aber alles viel zu mühsam und aufwendig. Den Server einrichten war ja noch einfach, aber die entsprechenden Images .... So viel Zeit zu vergeuden hatte ich dann auch wieder nicht.

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Cif
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Post by Cif » Thu 21. Nov 2019, 11:54

Wow! Soviele Möglichkeiten! Da hab ich ja ne Menge zu testen. : )
Eine weitere Möglichkeit, die mir gerade einfiel, käme sogar ohne Ausbau der Platten aus. Ich habe nämlich noch Norton Ghost (ein Image-Tool) als Boot-Diskette..

1) ArcaOS auf Standard-PC mit leerer IDE-Platte installieren
2) dort von der Norton Ghost-Diskette booten und ein Image der Gesamtplatte erstellen lassen --> Image-Ziel ZIP100_IDE. (Yeah)
3) dann am Notebook von der Norton Ghost-Floppy booten --> Image-Quelle: ZIP100_LPT an LPT1 der Docking-Station.

Auf diese Weise, so stelle ich mirs vor, kann das Image-Programm hoffentlich die Partitionen drüben auf dem NB wieder genau so replizieren, wie der ArcaOS-Installer sie auf dem Quellsystem angelegt hat.. und alles müßte theoretisch booten. Größte Hürde hierbei: Die Quellplatte darf für Northon Ghost nicht größer als die Zielplatte sein.

Hmm.. werd ich alles ausprobieren.
Danke für die hilfreichen Tipps!!

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thorolf
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Post by thorolf » Thu 21. Nov 2019, 23:55

Cif wrote:
Thu 21. Nov 2019, 11:54
Wow! Soviele Möglichkeiten! Da hab ich ja ne Menge zu testen. : )
Eine weitere Möglichkeit, die mir gerade einfiel, käme sogar ohne Ausbau der Platten aus. Ich habe nämlich noch Norton Ghost (ein Image-Tool) als Boot-Diskette..

1) ArcaOS auf Standard-PC mit leerer IDE-Platte installieren
2) dort von der Norton Ghost-Diskette booten und ein Image der Gesamtplatte erstellen lassen --> Image-Ziel ZIP100_IDE. (Yeah)
3) dann am Notebook von der Norton Ghost-Floppy booten --> Image-Quelle: ZIP100_LPT an LPT1 der Docking-Station.


probiere es aus.

Es kann aber sein, das Norton Ghost nix mit OS/2, genauer JFS (oder sogar HPFS) anfangen kann. Vielleicht hängt es auch am Bootmanager.

Ansonsten wirst Du, falls Du es installierst bekommst, mit OS/2 mobil sowieso nicht so wirklich viel anfangen können, es fehlt ein aktueller Webbrowser, es wird möglicherweise kein WLAN erkannt, ziemlich sicher wird es keine andere (sinnvolle) mobile Verbindung geben, falls der LAN-Anschluss geht, kannst Du zumindest einen externen Mini-Router mit WLAN oder LTE-Stick anschliessen.

Wenn der Rechner nicht soooo alt wäre, würde ich definitiv Linux empfehlen.
Grüße,

Thorolf

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Cif
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Post by Cif » Mon 25. Nov 2019, 08:23

Hm ; ) Hab mal geschaut.. so mainstream-Linux-Distros mit 32bit und Minimalanforderung von 128 MB RAM sind knapp gesäht. - Slackware würde gehen.

Soo.. Wochenende ist rum.. Bericht. :D

Bin wie geplant verfahren.. habe eine VM 32bit und 128 MB RAM mit IDE-Platte 1,8 GB (nur um sicher zu gehen) mit ArcaOS 5.0.4 aufgesetzt. Das dann wie oben beschrieben ge-imaged und nun wieder auf die Notebooks ausgebracht:


ArcaOS auf dem Panasonic Toughbook CF-M34 MK1

Direkt beim ersten Boot kommt stets wiederholbar ein Blackscreen:
______________________________
The system detected an internal error at location ##0158:95FC - 000D:95FC.
60003, 6009

0786066a
Internal revision 14.200_W4

The system is stopped. Record all of the above information and contact your service representative.
______________________________

Meine Vermutung ist.. der Celeron 300 hat einen CPU-Befehlssatz nicht, der von ArcaOS benötigt wird... könnte das sein?



Dann weiter, nächstes Notebook: ArcaOS auf Natcomp @note (krasses Noname-Notebook aus dem Jahre 2001, überladen mit Anschlüssen und Features, unter anderem Pentium III (nicht mobile-CPU)), und (leider) ein SIS-600-Chipsatz und SIS900-Netzwerk-Chip.
All das funktioniert mit ArcaOS nach dem Aufspielen des Image tadellos. (Der SIS-Chipsatz war unter OS/2 Warp 3 immer sehr problematisch.. ich erinnere mich noch dunkel, was für ein Gefrickel das war..)

Einziger Schönheitsfehler: Zwischen dem ArcaOS-Boot-Logo und dem SNAP-Graphics-Logo werden ja immer die Ausgaben der CONFIG-SYS-Verarbeitung angezeigt. Dieser Grafikmodus rollt die Anzeige wieder und wieder durch, wie früher auf einem alten CRT-Fernseher. Vermutlich kommt der verbaute TFT mit dem Grafikmodus oder der Wiederholfrequenz nicht klar. (Gibt es eine Möglichkeit per CONFIG.SYS-Anweisung den Grafikmodus dort zu wechseln?)

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wilfried
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Post by wilfried » Mon 25. Nov 2019, 08:44

Moin,
(Gibt es eine Möglichkeit per CONFIG.SYS-Anweisung den Grafikmodus dort zu wechseln?)
Nimm Deine virtuelle Maschine und aktiviere die "Recovery Choices" in den Desktop Properties (siehe Bild).
Image
Damit hast Du bei jedem Bootvorgang die Möglichkeit einzugreifen. Für ALT+F2 bin ich inzwischen zu alt und demzufolge nicht schnell genug. :lol:
Dann rollst Du das Image neu aus und schaust wie weit Du damit kommst.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Cif
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Post by Cif » Mon 25. Nov 2019, 08:51

Ui! Danke für Deine flotte Antwort! : ))

Allerdings vermute ich ein Mißverständnis: Nicht der grafische Modus flimmert, sondern die Ausgaben der CONFIG.SYS-Abarbeitung. Sobald SNAP Graphics übernimmt, und auf den Desktop schaltet, ist alles wieder top in Ordnung.

Also sozusagen der Textmodus beim Booten flimmert, zwischen ArcaOS-Logo und SNAP-Graphics-Logo. Dort wo immer die Treiber geladen werden, und chkdsk bei jedem Start die Partition prüft. Dort kann ich wegen der Flimmerei nichts lesen.

Andi B.
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Post by Andi B. » Mon 25. Nov 2019, 09:11

Mir ist leider nicht bekannt, dass man da irgendwie den Graphicmode ändern könnte. Das Bootlogo wird korrekt angezeigt? Bei einem meiner Boards ist das nämlich verwürfelt. Allerdings die Textausgabe darunter, letzte Zeile (durch ALTF2ON.$$$ eingeschaltet?) ist lesbar. Auch die Textausgabe danach. Üblicherweise starte ich lieber ohnehin ohne Bootlogo und schau mir nur den Text an. Wenn das bei dir nicht geht, dann könnte ev. im BIOS eine Graphiceinstellung für's booten (LCD, LCD/VGA, VGA, ... gibt's da oft zum auswählen) was daran ändern.

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Post by Cif » Mon 25. Nov 2019, 09:35

Andi B.> Das Bootlogo wird korrekt angezeigt?

Ja, so wie es sein soll. Aber, guter Punkt! Ich werde das Logo mal testweise deaktivieren. Eventuell passiert der Fehler ja durch das Umschalten der Grafikmodi. Ich erinnere mich noch an früher mit QuickBasic... wenn man da ohne Zwischenschritt von einem bestimmten Grafikmodus auf einen anderen bestimmten umgeschalten hat, war die Ausgabe verzerrt.

Das BIOS guck ich mir nochmal genauer an, jup. Eventuell gibts dort ja noch ein paar Zaubertricks. ; )

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thorolf
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Post by thorolf » Tue 26. Nov 2019, 12:13

Cif wrote:
Mon 25. Nov 2019, 08:23
Hm ; ) Hab mal geschaut.. so mainstream-Linux-Distros mit 32bit und Minimalanforderung von 128 MB RAM sind knapp gesäht. - Slackware würde gehen.


gibt noch andere Varianten, die meisten "großen" Distributionen unterstützen jedoch kein x86-32 mehr.

Es gibt aber noch ein paar die extra für schmalbrüstige Systeme sind, dann meist mit LXDE oder XFCE.

Meine Vermutung ist.. der Celeron 300 hat einen CPU-Befehlssatz nicht, der von ArcaOS benötigt wird... könnte das sein?


Am Prozessor selbst sicher nicht, eher am Board/Chipsatz oder BIOS bzw. dessen Einstellungen.

Wenn Du nur noch Standard-Treiber hast und es weder mit noch ohne ACPI (was ich bei so alten Rechnern unbedingt empfehlen würde) geht, dann wird's schwierig. Du könntest mal schauen was da an Hardware verbaut ist und schauen wie es mit der OS/2-Kompatibilität aussieht.
Grüße,

Thorolf

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Post by Cif » Tue 26. Nov 2019, 13:26

Andi B.> Bootlogo deaktivieren

Hab ich probiert, hat leider keine Änderung gebracht. - Schade. Anderer Ansatz: Ich habe eine Option zur Boot-Protokollierung gefunden. Die werd ich mal ausprobieren. Desktop --> Properties --> Tab "Startup" --> Write WPSTART.LOG file
Laut der Hilfe sollte dann beim Startvorgang alles in C:\WPSTART.LOG geschrieben werden. Probiere ich heute nach der Arbeit mal aus.



thorolf> Am Prozessor selbst sicher nicht, eher am Board/Chipsatz oder BIOS bzw. dessen Einstellungen.

Mhm, anders als auf dem Natcomp, bekomme ich das Thoughbook nicht ans Laufen; Kann demzufolge auch keine PCI.EXE laufen lassen. Linux könnte mit lspci Abhilfe schaffen, aber das bekomme ich nicht gebootet, weil nur A: und C: zur Verfügung steht. - Hier werde ich die "schlanke-Linux-Distro"-Geschichte mal per Image aufbringen (wie auch das ArcaOS jetzt) und schauen was ich rausfinden kann. Derweil verfolge ich mal das ArcaOS auf dem Natcomp @Note -Notebook weiter. Das läuft out-of-the-box mit ArcaOS. - Bis auf diesen komischen Grafik-Bug (siehe oben) zwischen ArcaOS-Logo und SNAP-Logo.

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Post by Cif » Tue 3. Dec 2019, 08:23

Ahhh, okay.. Rätsel geklärt: [512 MB RAM Minimum benötigt], das Toughbook hat aber nur 128 Millionen Byte. Ein Wahnsinn, und ich dachte die kriegt man nie voll! ; )

Untersuchung für das Natcomp @Note geht jedoch weiter.

Andi B.
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Post by Andi B. » Tue 3. Dec 2019, 09:19

Das Graphikproblem bei Booten hat sicherlich nichts mit den 128MB RAM zu tun. Das ist ein BIOS Problem, ev. durch Einstellungen im BIOS beeinflussbar, ev. sieht man ja auch auf einen externen Röhrenmonitor am VGA Ausgang was, oder falsche Video-BIOS Implementierung. OS/2 und somit ArcaOS booten auch mit 64MB, zumindest sieht man die Bootmeldungen wenn der Graphikteil richtig arbeitet. Das danach kein sinnvolles arbeiten möglich ist bzw. nur mit Einschränkungen, ist eine andere Geschichte.

C:\WPSTART.LOG - ich denke da schreibt XWP was rein beim Starten der WPS. Also viel später da wo der PM (mit SNAP bzw. Panorama Unterstütztung) schon läuft. Mit den Bootmeldungen davor, hat das IMO nichts zu tun. Wenn du da was extern sehen willst, dann mußt du einen Debug Kernel raufkopieren und über die Serielle (COM1) mit einem Terminal mitlauschen.

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Post by Sigurd » Tue 3. Dec 2019, 09:33

Ein ähnliches Problem, allerdings mit dem Bootlogo, kenne ich von bestimmten Intel Atom PCs. Vor 6 Jahren habe ich folgendes Video gemacht:

eCS auf Mini PC

Dort bei Zeit 0:54 Sekunden kann man diesen Effekt sehen. Ich habe dafür nie eine Abhilfe gefunden. Da es ohnehin im laufenden Betrieb überhaupt keine Beeinträchtigungen gab, habe ich dieses Problem als "Kosmetisch" abgehakt.
OS/2 versus Hardware - Maximum Warp!

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Post by Cif » Wed 4. Dec 2019, 09:12

Hallo zusammen : )

Andi B> Das Graphikproblem bei Booten hat sicherlich nichts mit den 128MB RAM zu tun.

Genau. :D - Nicht durcheinanderwerfen. Das Grafikproblem tritt beim Natcomp @Note auf. Daß der Rechner mit einer Exception "startet", beim Toughbook mit den 128 MB.


> Ev. sieht man ja auch auf einen externen Röhrenmonitor am VGA Ausgang was

Guute Idee! Das probier ich mal.


> OS/2 und somit ArcaOS booten auch mit 64MB

Ah gut zu wissen! - Weißt Du, was das unterste Limit von Warp 4.5 ist? Theoretisch müßte DAS ja dann auch für ArcaOS zutreffen.
Bei Warp 3 weiß ich, daß es auch mit 4 MB läuft, aber lieber 8 MB haben will. Ich vermute Warp 4 ist da hungriger.


> C:\WPSTART.LOG - ich denke da schreibt XWP was rein beim Starten der WPS. Also viel später da wo der PM (mit SNAP bzw. Panorama Unterstütztung) schon läuft.

*g* hab ich schon bemerkt. - Nichts (für den Fall) brauchbares drin.


> [Bootmeldungen] Wenn du da was extern sehen willst, dann mußt du einen Debug Kernel raufkopieren und über die Serielle (COM1) mit einem Terminal mitlauschen.

Klingt ja wunderbar nerdig. :D - Wäre fast mal einen Versuch wert! - Aber ich probiers vorher mit der RGB-Schnittstelle. Eventuell sieht man ja auf einem externen Schirm mehr.


Sigurd, woah.. könnte der Effekt in Deinem Video mit dem Grafikspeicher zu tun haben? Atoms haben meiner Kenntnis nach einen Grafik-Chip mit drin, der vom RAM Videospeicher abzapft. Ich habe auch einen Atom, wo ich diese Einstellung auf 32 MB gestellt hatte; Da gab es keine Probleme. Hattest Du auch mit dieser Einstellung experimentiert?