OS/2 2.0 IDE CD Treiber

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Daniel Schmatz
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OS/2 2.0 IDE CD Treiber

Beitragvon Daniel Schmatz » Fr 6. Jan 2017, 18:10

Guten Tag!

Hat jemand einen IDE CD Treiber (Virutalbox) für OS/2 2.0 den er mir zur Verfügung stellen kann?

danke!
genie3s
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Beitragvon genie3s » Sa 7. Jan 2017, 08:50

Hallo...

ich denke du kannst die Treiber aus der 2.1er nehmen, besser aber das CD als SCSI definieren.
Erzähle doch was du machen möchtest und worin das Problem liegt. :D

Hier eine Möglichkeit:
https://virtuallyfun.superglobalmegacor ... r-os2-2-0/

Driver.
http://kimludvigsen.dk/os2/gfd/sys/cddrv/

Aus der Historie zu 2.0:
http://www.os2museum.com/wp/os2-history/os2-2-0/

Installation:
IBM was selling OS/2 2.0 versions on 3½” and 5¼” HD floppies as well as CD-ROM versions, although CD-ROM drives were far from common in 1992 and OS/2 2.0 only supported a few SCSI CD-ROMs. The tested version was delivered on 3½” floppies, 21 disks total.
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IDE_for_OS2_2-0.pdf
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Beitragvon ak120 » Sa 7. Jan 2017, 10:56

Daniel Schmatz hat geschrieben:Hat jemand einen IDE CD Treiber (Virutalbox) für OS/2 2.0 den er mir zur Verfügung stellen kann?


Die einfache Antwort ist: Es gibt keinen. Und da Virtualbox keine IDE-CD-ROM-Laufwerke emulieren kann, braucht man auch keinen.

Jetzt folgt der komplizierte Teil:
Die CD-ROM-Gerätetreiberarchitektur des ursprünglichen OS/2 2.0 unterscheidet sich von der in der späteren Version 2.1. Völlig unabhängig von der Ansteuerungsmethode wird OS2CDROM.DMD als Device Manager verwendet, statt zuvor CDROM.SYS.

Die weitere Vorgehensweise ist vom Produktstand der OS/2 Version 2.0 abhängig. Den geringsten Aufwand würde der Anschluß eines (virtuellen) SCSI-CD-ROM-Laufwerks machen dessen Gerätekennung auf ein vom CDROM.SYS akzeptierten Wert umgebogen wird. Oder man besorgt sich eine spätere Version von CDROM.SYS, welche schon etwas mehr als nur IBM oder Toshiba von Hause aus unterstützt.

Wenn man unbedingt Nicht-SCSI-Laufwerke einbinden möchte, wäre das Einspielen des letzten Service Packs ratsam. Dann kann man mit viel Geduld die passenden Treiber http://www5.ncr.com/support/pcfiles/OS2/ATAPI.EXE einbinden oder holt sich diese aus dem letzten Fixpak für OS/2 2.11. Auch sollte man das IFS nicht vergessen CDFS.IFS statt zuvor CDFS.SYS.

Bei diesen Umständen fragt man sich, ob es nicht einfacher wäre, schnell den LAN Requester in der VM zu installieren und über das Netz das CD-Laufwerk einzubinden. Die Verwendung eines DOS-Gerätetreibers für das CD-ROM sollte nur die letzte Notlösung sein.
Zuletzt geändert von ak120 am Sa 7. Jan 2017, 10:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Daniel Schmatz » Sa 7. Jan 2017, 11:50

Guten Morgen!

Warum überhaupt CD: weil es der bequemste Weg für mich ist "große" Datenmengen aus dem Windows Host ins OS/2 zu bringen.

Jetzt wird es ja richtig spannend hier!

a) poste ich im total falschen Forum (Useretreffen - HALLO?!) - ich bitte um Entschuldigung
b) bekomme ich den Vorschlag einen SCSI Treiber zu verwenden und eine SCSI CD LW zu emulieren was wohl sowas von naheliegend ist dass ich einfach nicht auf diese simple Idee gekommen bin
c) eine super Anleitung mit von https://virtuallyfun.superglobalmegacor ... r-os2-2-0/ wo man den CL_ATAPI.ZIP einspielen soll DER DANN LETZTLICH ABER NICHT VERWENDET WIRD
d) und dann die Aussage das Virtualbox keine IDE CD-Laufwerke emuliert - das ist einfach nur falsch.

Super!

Und dann geht es ganz einfach:
die Config.sys so ähnlich anpassen wie im obigen Link beschrieben wobei dort grenzgenial eine Zeile mit REM ausgeklammert wird um sie dann darunter in Kleinbuchstaben wieder einzufügen...

Folgende Variante klappt ganz einfach, bei mir in
- IBM OS/2 Base Operating System Version 2.00 CSD-Level: XR02000
- IBM OS/2 Base Operating System Version 2.00 CSD-Level: XR06100

Anmerkung:
Das CD Laufwerk wird - sofern beim Systemstart keine CD eingelegt war - mit dem Floppy Symbol angezeigt - funktioniert aber dennoch problemlos.

Achtung: Virtualbox IDE Controller auf "PIXX3" stellen!

Config.sys wobei darauf zu achten ist dass IBM1S506 nicht in einer anderen Zeile geladen wird:

Code: Alles auswählen

rem Ganz oben in der Config.sys:
BASEDEV=IBMIDECD.FLT
rem irgendwo weiter unten:
BASEDEV=IBM1FLPY.ADD
BASEDEV=IBM1s506.add /A:1 /U:0 /ATAPI
device=c:\os2\os2cdrom.dmd
BASEDEV=OS2DASD.DMD
rem ganz unten:
ifs=c:\os2\cdfs.ifs /q


Anmerkung: Die Variante mit Fixpack startet seit dem CD Treiber nicht immer fertig - die ohne Fixpack läuft stabil.
Zuletzt geändert von Daniel Schmatz am Sa 7. Jan 2017, 12:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon ak120 » Sa 7. Jan 2017, 13:06

Daniel Schmatz hat geschrieben:a) poste ich im total falschen Forum (Useretreffen - HALLO?!) - ich bitte um Entschuldigung
b) bekomme ich den Vorschlag einen SCSI Treiber zu verwenden und eine SCSI CD LW zu emulieren was wohl sowas von naheliegend ist dass ich einfach nicht auf diese simple Idee gekommen bin
c) eine super Anleitung mit von https://virtuallyfun.superglobalmegacor ... r-os2-2-0/ wo man den CL_ATAPI.ZIP einspielen soll DER DANN LETZTLICH ABER NICHT VERWENDET WIRD
d) und dann die Aussage das Virtualbox keine IDE CD-Laufwerke emuliert - das ist einfach nur falsch.


In der offiziellen Dokumentation von Virtualbox finden sich keine Hinweise, daß irgendein IDE-CD-ROM-Laufwerk emuliert wird. Eine Zeile zuvor wird ja auch richtig von Dir geschrieben, daß ein Treiber für ATAPI-CD-ROM-Laufwerke genutzt wird. Mir ging es letztlich nur darum, daß nicht der tatsächliche oder ursprüngliche IDE-CD-ROM-Treiber, welchen es z.B. von IBM auch gibt und erst ab OS/2 2.1 funktioniert, probiert wird und hatte einen entsprechenden Verweis zu einem ATAPI-Treiber angegeben.

Und dann geht es ganz einfach:
die Config.sys so ähnlich anpassen wie im obigen Link beschrieben wobei dort grenzgenial eine Zeile mit REM ausgeklammert wird um sie dann darunter in Kleinbuchstaben wieder einzufügen...

Folgende Variante klappt ganz einfach, bei mir in
- IBM OS/2 Base Operating System Version 2.00 CSD-Level: XR02000
- IBM OS/2 Base Operating System Version 2.00 CSD-Level: XR06100

Anmerkung:
Das CD Laufwerk wird - sofern beim Systemstart keine CD eingelegt war - mit dem Floppy Symbol angezeigt - funktioniert aber dennoch problemlos.

Dieser Fehler ist im ServicePack behoben. Siehe: ftp://ftp.software.ibm.com/ps/products/os2/fixes/v2.00/xr06100a/xr06100.fix

Anmerkung: Die Variante mit Fixpack startet seit dem CD Treiber nicht immer fertig - die ohne Fixpack läuft stabil.


Deshalb erwähnte ich die Treiber aus dem 2.11 Service Pack / Fixpak, alternativ kann man IDEDASD noch von IBM herunterladen. Aber nicht eine der Versionen welche mindestens bereits Warp 3 verlangen. Problematisch wird es bei Audio-CDs, geht prinzipiell auch ohne MMPM/2, aber zuverlässig nur unter Virtual PC.
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Beitragvon Daniel Schmatz » Sa 7. Jan 2017, 21:17

Danke - ich habe nicht vor das viel zu nutzen, ich wollte nur MMP installieren und das geht mit CD halt einfach....
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Beitragvon genie3s » So 8. Jan 2017, 15:41

Daniel Schmatz hat geschrieben:Danke - ich habe nicht vor das viel zu nutzen, ich wollte nur MMP installieren und das geht mit CD halt einfach....


Trotzdem gut das wir drüber geschrieben haben und es vielleicht auch anderen Anwendern eine Hilfe ist.
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Beitragvon ak120 » Mo 9. Jan 2017, 15:27

genie3s hat geschrieben:IBM was selling OS/2 2.0 versions on 3½” and 5¼” HD floppies as well as CD-ROM versions, although CD-ROM drives were far from common in 1992 and OS/2 2.0 only supported a few SCSI CD-ROMs. The tested version was delivered on 3½” floppies, 21 disks total.


Ich weiß zwar nicht woher das jetzt her kopiert wurde. Aber in Bezug auf CD-ROM sind die Aussagen unwahr. Es gab keine OS/2 Version 2.0 von IBM welche auf CD-ROM verkauft wurde. Für einige wenige PS/2 Ultimedia Modelle gab es eine Preload-Wiederherstellungs-CD, welches dann aber schon ein OS/2 2.00.1 war, welches bereits auf einigen Typen vorinstalliert auf der Platte war. Eine Installations-CD im eigentlichen Sinn gab es erst mit OS/2 2.1 Beta.
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Beitragvon genie3s » Mo 9. Jan 2017, 17:50

ak120 hat geschrieben:
genie3s hat geschrieben:IBM was selling OS/2 2.0 versions on 3½” and 5¼” HD floppies as well as CD-ROM versions, although CD-ROM drives were far from common in 1992 and OS/2 2.0 only supported a few SCSI CD-ROMs. The tested version was delivered on 3½” floppies, 21 disks total.


Ich weiß zwar nicht woher das jetzt her kopiert wurde. Aber in Bezug auf CD-ROM sind die Aussagen unwahr. Es gab keine OS/2 Version 2.0 von IBM welche auf CD-ROM verkauft wurde. Für einige wenige PS/2 Ultimedia Modelle gab es eine Preload-Wiederherstellungs-CD, welches dann aber schon ein OS/2 2.00.1 war, welches bereits auf einigen Typen vorinstalliert auf der Platte war. Eine Installations-CD im eigentlichen Sinn gab es erst mit OS/2 2.1 Beta.


Da kannst du Recht haben, anbei einem hardcopy mit dem Link.
Meine erste OS/2 Version war 2.0 irgendwas und die war auf Disketten, wobei ich nicht mehr weiß welche Größe diese hatten.
OS/2 2.1 hatte ich dann auch auf Disketten und erst etwas später über einen Freund eine Installations-CD.
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Beitragvon MarcSenn » So 12. Feb 2017, 13:19

Also bei mir läuft jedes System im VM per Scsi, nur die Dosen vm nicht weil den hab ich gar kein speicher frei für anderes. ;-)
War immer Lustig früher auf realen PCs SCSI Treiber, SCSI Chrom Treiber, soundblaster 16 Treiber ne Stunde rumspielt das den WingCommander 4 CD Version Gelaufen ist unter Dos.
Weil hatte Nur Scsi Geräte in meinen PCs, hab aber immer gelacht bei den IDE Benutzer mit ihren 28 MB pro Sekunde und ich mit meinen 60 MB sek. ^^

Sogar Win 10 hat noch SCSI Geräte Unterstützung, war mal die rede nur noch sata und SAS. Tja
Windows 10 Enterprise 1703 15063.413 x64 RTM

Es Grüßt ein Glücklicher NUR noch 64bit Kompatibler EynSirMarc.​
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Beitragvon thorolf » So 12. Feb 2017, 14:33

MarcSenn hat geschrieben:Also bei mir läuft jedes System im VM per Scsi,

und wozu soll das gut sein?

Es wird nicht schneller, nur komplexer weil man extra einen alten SCSI-Treiber einbinden muss, der SCSI-Modus ist bei weitem weniger verbreitet und damit "getestet, Fehler sind also wahrscheinlicher als bei der Nutzung von IDE/SATA.

In VMs und neueren Systemen ist man mit dem DANIS bestens "bedient", alles andere ist Quatsch!

Weil hatte Nur Scsi Geräte in meinen PCs, hab aber immer gelacht bei den IDE Benutzer mit ihren 28 MB pro Sekunde und ich mit meinen 60 MB sek.

Nur sind diese Zeiten seit "Jahrzenten" vorbei, im Hobby-Bereich gibt es seit Einführung von SATA überhaupt keinen Grund mehr für SCSI, ganz im Gegenteil sogar, SCSI macht das System relevant komplexer und Fehleranfälliger, und auch im Profi-Bereich wird schon sehr, sehr lange auf SAS gesetzt - im Grunde auch SATA, es wird nur ein modifiziertes Protokoll benutzt.
Grüße,

Thorolf
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Beitragvon ak120 » So 12. Feb 2017, 20:45

thorolf hat geschrieben:
MarcSenn hat geschrieben:Also bei mir läuft jedes System im VM per Scsi,

und wozu soll das gut sein?

Das steht doch ziemlich ausführlich im Handbuch zu VirtualBox oder auch VMware. Sicherlich sollte man bei moderneren VMs SAS verwenden, aber hier sind wir ja etwa ein Jahrzehnt davor.

Es wird nicht schneller, nur komplexer weil man extra einen alten SCSI-Treiber einbinden muss, der SCSI-Modus ist bei weitem weniger verbreitet und damit "getestet, Fehler sind also wahrscheinlicher als bei der Nutzung von IDE/SATA.

Für dieses Gerücht wäre ein Beleg hilfreich. Tatsache ist, daß beispielsweise die GUI-Methode zur Erstellung von OS/2-VMs in VirtualBox ATA/ATAPI vorgibt. In der Praxis ist es deutlich unproblematischer bei OS/2 Warp 3 oder 4 den emulierten Buslogic BT-958 zu nutzen, bzw. unter Warp Server for e-business den LSI Fusion MPT U320 SCSI. Letzterer muß allerdings manuell in die Installationsdatenträger eingebunden werden.

LSI SAS und SCSI sind übrigens in VirtualBox intern das gleiche Modul.

In VMs und neueren Systemen ist man mit dem DANIS bestens "bedient", alles andere ist Quatsch!

Das ist auch ein fast 10 Jahre alter Treiber welcher zusätzlich eingebunden wird.

Nur sind diese Zeiten seit "Jahrzenten" vorbei, im Hobby-Bereich gibt es seit Einführung von SATA überhaupt keinen Grund mehr für SCSI, ganz im Gegenteil sogar, SCSI macht das System relevant komplexer und Fehleranfälliger, und auch im Profi-Bereich wird schon sehr, sehr lange auf SAS gesetzt - im Grunde auch SATA, es wird nur ein modifiziertes Protokoll benutzt.

Warum wird nur verschwiegen, daß dieses "modifizierte Protokoll" gar nicht modifiziert ist sondern schlicht SCSI heißt. Anders herum wird selbst in PATA/SATA eine Untermenge (bitte korrigiert mich falls es sich geändert haben sollte) von SCSI-Befehlen genutzt.

Die lokale Speicheranbindung per SAS hat sich auch erst in den letzten 6 - 7 Jahren verbreitet. Selbst in Zeiten wo SAS RAID-Systeme schon längst üblich waren, mußte man oft die Bandbibliotheken an einem zusätzlichen SCSI Adapter betreiben. In größeren Umgebungen verwendet man ohnehin Fibre Channel (FC).

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Für die Installation von OS/2 2.0 in einer VM (mit SCSI natürlich) ist es die einfachste Methode, eine Anpassung der Installationsdatenträger vorzunehmen.
*Die PS/2-spezifischen Treiber entfernen, jeweils als Datei und Config.SYS-Eintrag
*Die aktualisierte CDROM.SYS und den BTSCSI-Treiber hinzufügen.
Fertig, jegliche Spielerei mit IDE etc. entfällt und man hat genug Speicherplatz für alles mögliche.
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Beitragvon thorolf » So 12. Feb 2017, 22:24

ak120 hat geschrieben:Für dieses Gerücht wäre ein Beleg hilfreich. Tatsache ist, daß beispielsweise die GUI-Methode zur Erstellung von OS/2-VMs in VirtualBox ATA/ATAPI vorgibt. In der Praxis ist es deutlich unproblematischer bei OS/2 Warp 3 oder 4 den emulierten Buslogic

Warp 3? Warp 4? Wer nutzt das heute noch?

Wenn jemand aktuell OS/2 benutzt, dann ist es eine eCS 1.2 oder 2.0, und die hat den DANIS - man kann natürlich auch den normalen IBM1S506 ohne relevante Nachteile verwenden.

Und was die Geschwindigkeit anbelangt, spielt der Treiber in der VM sowieso keine Rolle, da zählt nur der des Host-Systems und das wird SATA sein. Warum ich das nochmal in SCSI "wandeln" sollte, erschließt sich mir beim logischen "Nachdenken" nicht.

V.a. wenn man bedenkt, das man in einem virtuellen OS/2 tendenziell eher weniger CDs/DVDs brennen oder scannen will (dafür war SCSI früher definitiv besser), sondern dies dem Host-System überlässt, was das 100 Mal besser kann als OS/2. Man tauscht nur noch die benötigten Daten zwischen Gast und Host aus.

Warum wird nur verschwiegen, daß dieses "modifizierte Protokoll" gar nicht modifiziert ist sondern schlicht SCSI heißt. Anders herum wird selbst in PATA/SATA eine Untermenge (bitte korrigiert mich falls es sich geändert haben sollte) von SCSI-Befehlen genutzt.

Nur weil es Serial Attached SCSI genannt wird, heißt das noch lange nicht, das noch viel SCSI drin ist. Man hat beim SATA-Protokoll vieles von dem, was früher SCSI vorbehalten war, mit eingebaut. Der Vorteil des SCSI-Protokolls ist auf Minimum geschrumpft und SAS-Platten sind v.a. deshalb so viel teurer, weil sie für den "harten" Server-Einsatz gedacht sind.

Bezeichnend ist, das es bislang kaum (keine?) Server-SSD gibt, die SAS "sprechen", die machen alle nur SATA (oder direkt PCIe), so groß kann der Vorteil von SAS wohl nicht gewesen sein.

Die lokale Speicheranbindung per SAS hat sich auch erst in den letzten 6 - 7 Jahren verbreitet.

Als wir für ein Projekt vor 10 Jahren Server beschafft haben, gab es die nur als SAS oder SATA, an SCSI haben wir keinen Gedanken "verschwenden" müssen. Die größte SCSI-Platte die ich je hatte, war eine mit knapp 20 GB, ich meine es gab auch noch das doppelte, mit SAS war der Einstieg bei 73 GB.

Selbst in Zeiten wo SAS RAID-Systeme schon längst üblich waren, mußte man oft die Bandbibliotheken an einem zusätzlichen SCSI Adapter betreiben. In größeren Umgebungen verwendet man ohnehin Fibre Channel (FC).

Das mag ja so sein, spielt bei OS/2 seit Jahren aber auch keine Rolle mehr. Wer heutzutage OS/2-Daten mit einem OS/2-Programm auf einen Streamer sichert, macht definitiv gehörig was falsch.

Wenn man wirklich noch auf ein OS/2-System angewiesen ist, schaut man, das man dessen Daten "irgendwie" übers Netz auf ein modernes System bekommt und dort sichert.

Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Für die Installation von OS/2 2.0 in einer VM (mit SCSI natürlich) ist es die einfachste Methode, eine Anpassung der Installationsdatenträger vorzunehmen.

OS/2 2.0, das braucht man konkret noch wofür?
Grüße,

Thorolf
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Beitragvon ak120 » Mo 13. Feb 2017, 10:40

thorolf hat geschrieben:
ak120 hat geschrieben:Für dieses Gerücht wäre ein Beleg hilfreich. Tatsache ist, daß beispielsweise die GUI-Methode zur Erstellung von OS/2-VMs in VirtualBox ATA/ATAPI vorgibt. In der Praxis ist es deutlich unproblematischer bei OS/2 Warp 3 oder 4 den emulierten Buslogic

Warp 3? Warp 4? Wer nutzt das heute noch?

Wenn jemand aktuell OS/2 benutzt, dann ist es eine eCS 1.2 oder 2.0, und die hat den DANIS - man kann natürlich auch den normalen IBM1S506 ohne relevante Nachteile verwenden.


Mir sind keine größeren Installationen, sowohl physisch als auch virtuell, bekannt welche eComStation nutzen. Bei IBM OS/2 Warp hingegen schon. Letztlich ist eComstation auch nur ein Warp 4 mit neuen Bildchen und einigen zusätzlichen Programmen.

Und was die Geschwindigkeit anbelangt, spielt der Treiber in der VM sowieso keine Rolle, da zählt nur der des Host-Systems und das wird SATA sein. Warum ich das nochmal in SCSI "wandeln" sollte, erschließt sich mir beim logischen "Nachdenken" nicht.

Geschwindigkeiten innerhalb von virtuellen Maschinen sind ein zu komplexes Thema hier. Allerdings sollte man ebenfalls die Systemlast und die E/A-Last betrachten. Schon mit dem einfachen UNIX-Befehl sar kann man dann gravierende Unterschiede ausmachen.

V.a. wenn man bedenkt, das man in einem virtuellen OS/2 tendenziell eher weniger CDs/DVDs brennen oder scannen will (dafür war SCSI früher definitiv besser), sondern dies dem Host-System überlässt, was das 100 Mal besser kann als OS/2. Man tauscht nur noch die benötigten Daten zwischen Gast und Host aus.

Für mich nicht nachvollziehbar, es muß sich wohl um einen speziellen Einzelfall handeln.

Nur weil es Serial Attached SCSI genannt wird, heißt das noch lange nicht, das noch viel SCSI drin ist.

Mehr als 100% ist wohl rechnerisch kaum möglich in diesem Fall.

Man hat beim SATA-Protokoll vieles von dem, was früher SCSI vorbehalten war, mit eingebaut. Der Vorteil des SCSI-Protokolls ist auf Minimum geschrumpft und SAS-Platten sind v.a. deshalb so viel teurer, weil sie für den "harten" Server-Einsatz gedacht sind.

SATA-Serverplatten sind auch nicht gerade billig. Daß höhere Güte und erweiterte Funktion einen höheren Preis haben ist völlig normal.

Bezeichnend ist, das es bislang kaum (keine?) Server-SSD gibt, die SAS "sprechen", die machen alle nur SATA (oder direkt PCIe), so groß kann der Vorteil von SAS wohl nicht gewesen sein.

Seit über 3 1/2 Jahren sind entsprechende SAS-3 SSD-Einheiten verfügbar mit 12Gb/s.

Wer heutzutage OS/2-Daten mit einem OS/2-Programm auf einen Streamer sichert, macht definitiv gehörig was falsch.

Die Datensicherheit zu erhöhen kann eigentlich niemals verkehrt sein. Dort wo OS/2 noch eingesetzt wird steht nicht gleich überall ein TSM-Server zur Verfügung.

Wenn man wirklich noch auf ein OS/2-System angewiesen ist, schaut man, das man dessen Daten "irgendwie" übers Netz auf ein modernes System bekommt und dort sichert.

Das mag für die Sicherung oftmals ausreichend sein. Doch wie sieht es mit der Wiederherstellung im Notfall aus? Bandsicherungen sind im Backup-Bereich schnell, günstig und zuverlässig.

OS/2 2.0, das braucht man konkret noch wofür?

Die Frage hättest Du dem OP dieses Diskussionsfadens stellen sollen. Ich habe lediglich versucht einen Lösungsansatz aufzuzeigen. Falls es tatsächlich jemanden interessieren sollte, es gibt auch noch einen dritten Weg in Variante b.
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Beitragvon thorolf » Mo 13. Feb 2017, 13:26

ak120 hat geschrieben:
OS/2 2.0, das braucht man konkret noch wofür?

Die Frage hättest Du dem OP dieses Diskussionsfadens stellen sollen. Ich habe lediglich versucht einen Lösungsansatz aufzuzeigen. Falls es tatsächlich jemanden interessieren sollte, es gibt auch noch einen dritten Weg in Variante b.

da muss ich doch glatt zugeben, das ich das übersehen hatte!

Vor ein paar Jahren musste ich ein OS/2 1.3-System mit einem alten DB2 "zukunftssicher" machen, gewünscht war der Betrieb auf moderner Hardware. Dies war nur mit Virtualisierung möglich, aber damit war OS/2 1.3 als 16-Bit raus.

Ich habe dann mit mehreren OS/2-Versionen experimentiert, u.a. OS/2 2.1 und einem passenden Netzwerk-Stack (ich weiß nicht mehr welcher), aber der war mit neueren Systemen praktisch nicht mehr "verbindbar". Das Ansprechen der virtuellen Festplatte war seinerzeit das kleinste Problem, wobei ich nicht mehr weiß, wie ich das gelöst hatte.

Am Ende lief es dann auf ein Warp3 Connect hinaus, obwohl es bereits neuere eCS-Versionen gab, die alte DB2-Installation ließ sich dort problemlos weiter betreiben, die Daten-Sicherung wurde lokal erstellt und per FTP weggeschrieben.

Zusätzlich wurde "hin und wieder" ein Image der VM erstellt und weggesichert.

So gesehen:
Wofür benötigt man noch OS/2 2.0 bzw. was kann man damit heute noch machen (außer als Museums-System zu haben und zu zeigen: geht noch)?
Grüße,

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Beitragvon ak120 » Mi 15. Feb 2017, 15:10

thorolf hat geschrieben:Vor ein paar Jahren musste ich ein OS/2 1.3-System mit einem alten DB2 "zukunftssicher" machen, gewünscht war der Betrieb auf moderner Hardware. Dies war nur mit Virtualisierung möglich, aber damit war OS/2 1.3 als 16-Bit raus.

Selbst ein virtualisiertes OS/2 1.3 wäre heute nicht mehr unmöglich. Aber Version 2.0 oder höher bringt da natürlich schon mehr Bequemlichkeit mit.

Ich habe dann mit mehreren OS/2-Versionen experimentiert, u.a. OS/2 2.1 und einem passenden Netzwerk-Stack (ich weiß nicht mehr welcher), aber der war mit neueren Systemen praktisch nicht mehr "verbindbar". Das Ansprechen der virtuellen Festplatte war seinerzeit das kleinste Problem, wobei ich nicht mehr weiß, wie ich das gelöst hatte.

Da gab es eigentlich nur eine gründliche Umstellung von der CM/2-basierten LAN-Unterstützung auf LAPS (NTS/2).

Am Ende lief es dann auf ein Warp3 Connect hinaus, obwohl es bereits neuere eCS-Versionen gab, die alte DB2-Installation ließ sich dort problemlos weiter betreiben, die Daten-Sicherung wurde lokal erstellt und per FTP weggeschrieben.

Muß wohl noch der alte Database Manager (DBM) aus der Erweiterten Version (oder Extended Services) gewesen sein. Ab DB2/2 wurde ein eigenes Installationsprogramm mitgeliefert. Zumindest enthält Warp 3.0 noch INSTAID und vernünftige Versionsmeldungen auch für ältere Programme.

So gesehen:
Wofür benötigt man noch OS/2 2.0 bzw. was kann man damit heute noch machen (außer als Museums-System zu haben und zu zeigen: geht noch)?
[/quote]
Für Anwendungsfälle in denen lediglich dutzende DOS-Maschinen rund um die Uhr benötigt werden, fällt mir keine elegantere Lösung ein. Auf den PM kann man in den meisten Fällen komplett verzichten. Und selbst die DOS-Programme liefern per VESA eine Auflösung von 1920x1200 in richtig bunt.

Selbst das letzte Warp 4 mit Fixes hat keine bessere DOS-Unterstützung, außer man rechnet die arabische Ergänzung oder das Euro-Symbol mit hinein. Alles ist (und bleibt auch bei ArcaOS) weitherhin auf dem Stand von IBM DOS 5.02. Kein Wunder, daß viele Nutzer bei Neuinstallationen erstmal PC DOS 7.x auf C: installieren, welches auch später als VDM genutzt werden kann.

Letztendlich sind alle späteren OS/2-Betriebssystemprodukte auch nur Implementierungen des OS/2 2.0 bzgl. ABI und API.
Zuletzt geändert von ak120 am Mi 15. Feb 2017, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.

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