ArcaOS 5.0: Auf welchen Systemen lässt sich das überhaupt installieren?

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aschn
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ArcaOS 5.0: Auf welchen Systemen lässt sich das überhaupt installieren?

Beitragvon aschn » Mi 17. Mai 2017, 21:10

Ich hab meine ersten Versuche hinter mir - leider völlig enttäuschend. Thorolf hat von "Mensys 2.0" geschrieben. Ich dachte: Immerhin anders, aber im Endergebnis schlimmer. Das Installationsprogramm gefällt mir nicht, lässt sich ohne Maus nicht bedienen und sieht aus wie das von eCS (das aber in einer XUL-Umgebung lief).

Ich hab erst beim zweiten Mal verstanden, welche SpracheInstellung ich für welchen Installationsteil einstelle. Dass man die Netzwerkeinstellung im Prebootmenü wohl nur für die Netzwerkinstallation braucht war mir dann auch klar. Es wird umso nerviger, wenn man so 10 Anläufe braucht, bis man das Teil überhaupt startfähig auf Platte hat. Ich spare mir weitere Versuche, ich muss Urlaubsvorbereitungen machen und kann den Sommer mit Sinnvollerem verbringen.

Auf meiner Kiste hängt das Starten vor Phase 2 nach Laden des Netzwerkkartentreibers. Mit eCS 2.2 beta 2 ging es zu installieren und es läuft bestens.

Hardware:
o MSI A88X-G41 PC Mate (Realtek-Netzwerk und Realtek-Sound gehen nicht, Sockel: AMD FM2+, ca. 3 Jahre alt)
o PCI-Netzwerkkarte: 3Com 905 (uralt, nachdem zwei aktuelle PCIe-Intel nicht gingen)
o PCI-Soundkarte: Sondblaster Live!

Wie sind Eure Erfahrungen?
Andreas Schnellbacher
Andi B.
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Beitragvon Andi B. » Mi 17. Mai 2017, 21:35

Ich hab noch nie vorher so problemlos OS/2 auf eine Platte gebracht. Sowohl auf meinem Asus H87-Pro mit SSD + 2TB HDD und 3 Netzwerkkarten (nur die erste hab ich im Installer konfiguriert), zig Partitions mit Win und diversen eCS Versionen und 1920x1200 Monitor am DisplayPort, als auch auf dem Thinkpad T60. Alles mit Defaultwerten. Bei eCS hingegen mußte ich immer im Preboot Menu rumfuhrwerken. Auch Samba und der aktuelle SeaMonkey + FF sind automatisch installiert (Custom Installation). Auch wenn ich die Anwendungen üblicherweise lieber auf einer anderen Partition habe, zum Ausprobieren hab ich alles auf eine 10GB Partition installiert. Und es läuft für mich überraschend gut.

Also mein erster Eindruck ist sehr positiv.
Zuletzt geändert von Andi B. am Mi 17. Mai 2017, 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Sepp Mayr
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Beitragvon Sepp Mayr » Mi 17. Mai 2017, 22:56

Andi B. hat geschrieben: 1920x1200 Monitor am DisplayPort


Hallo Andi, was ist denn als Grafiktreiber mit dabei? Ist ein "Updated SNAP accelerated video driver" wie versprochen dabei?
Ciao Sepp

Nachtrag:
Hier eine Ankündigung was es alles geben soll in ArcaOS. Wobei das ein oder andere Feature auch in späteren Version auftauchen kann.
Zuletzt geändert von Sepp Mayr am Fr 19. Mai 2017, 08:02, insgesamt 2-mal geändert.
Mia san mia
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Beitragvon Andi B. » Mi 17. Mai 2017, 23:57

Soweit ich weiß, wurde SNAP nicht besonders toll verbessert. Meines Wissen nach wurde dies aber auch nicht "versprochen" wie du es schreibst. Ein paar Kleinigkeiten sind geändert/behoben, aber AFAIK keine neuen beschleunigten Chips. Bei meinen Testsystemen wurde Standard Panorama installiert. Die Hoffnung auf substanzielle Verbesserung in SNAP habe ich nicht aufgegeben, jedoch fürchte ich, dass es noch ein weiteres Weilchen dauern wird :(

Wenn das BIOS nicht ganz hin ist, dann läuft Panorama (oder auch SNAP im VESA Mode), halbwegs akzeptabel bis brauchbar gut.
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Thomas Müller
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Beitragvon Thomas Müller » Do 18. Mai 2017, 13:08

Hier mal ein Beitrag von mir.
Ich habe ArcaOS 5.0 auf mein X41 Tablet installiert bekommen. Dabei allerdings in der Konfiguration meine Probleme.

1. Ich kann zwar "Keyboard : German" auswählen, erhalte dann aber für die spätere Bedienung der Tastatur kein deutsches Tastaturlayout (Stichworte: qwertz bzw. Umlaute). ich würde allerdings auch nicht ausschließen wollen, dass das Problem vor dem Tablet sitzt (;-). Kann mir jemand daher an dieser Stelle sagen, wie ich ein deutsches Tastaturlayout erhalte?
Als "Locale" habe ich "Germany" ausgewählt. Bei der "Codepage" rätsel ich.

Bei der "Timezone" nehme ich "GMT +1:00: Paris, Rome *".

2. Mein X41 Tablet zwei Netzwerkadapter. Ein BroadCom-LAN-Anschluss. Der wird nicht erkannt und ein Treiber dafür ist scheinbar per ArcaOS 5.0 nicht verfügbar. Im GENMAC220-Paket ist allerdings einer drin und funktioniert auch unter eCS 2.2 beta.
Der WLAN-Chip ist von Intel (2915a/b/g) und wird auch erkannt bzw. installiert (hier auch von GENMAC).

Naja, der Rest ist zunächst zu verschmerzen. Soundunterstützung muss bspw. händisch nachinstalliert werden.

Der Gesamteindruck bei mir: ich muss mich mit dem System erstmal auseinander setzen. Ich habe bisher eigentlich ausschließlich mit Warp 4.52 gearbeitet. Vielleicht erkenne ich von da heraus manche Sachen noch nicht, die für andere selbstverständlich sind.
Ich werde von mir hören lassen und wäre dankbar wenn obige Fragen beantwortet werden könnten.
Vielen Dank.

Thomas
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Beitragvon Andi B. » Do 18. Mai 2017, 14:20

Thomas Müller hat geschrieben:Hier mal ein Beitrag von mir.
... Ich kann zwar "Keyboard : German" auswählen, erhalte dann aber für die spätere Bedienung der Tastatur kein deutsches ...

Das hat bei mir immer geklappt. Zumindest bei der letzten Beta. Dass das nun nicht mehr gehen würde....

....Als "Locale" habe ich "Germany" ausgewählt. Bei der "Codepage" rätsel ich....

Locale umzustellen ist keine gute Idee. Ja die Anzeige der Uhrzeit mit am/pm ist blöd für uns Nicht-Engländer/Nicht-Amis. Aber wenn du nicht "komische" Problem später haben willst, lasse Locale lieber wie es ist. Es ist nun mal eine Nur-EN Version.

Codepage würde ich ebenso eher nicht verstellen. Vor der Installation mag es ja vielleicht gehen. Aber OS/2 hatte da schon immer diverse Problem wenn man da rumspielt. Ich denke die meisten haben da Standard 850/437. Andere Erfahrungen?

...Bei der "Timezone" nehme ich "GMT +1:00: Paris, Rome *"....

Ok, da sehe ich kein Problem.
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Beitragvon ak120 » Do 18. Mai 2017, 15:17

Thomas Müller hat geschrieben:1. Ich kann zwar "Keyboard : German" auswählen, erhalte dann aber für die spätere Bedienung der Tastatur kein deutsches Tastaturlayout (Stichworte: qwertz bzw. Umlaute). ich würde allerdings auch nicht ausschließen wollen, dass das Problem vor dem Tablet sitzt (;-). Kann mir jemand daher an dieser Stelle sagen, wie ich ein deutsches Tastaturlayout erhalte?
Als "Locale" habe ich "Germany" ausgewählt. Bei der "Codepage" rätsel ich.

Bitte prüfe einfach Deine CONFIG.SYS auf die Zeile:

Code: Alles auswählen

DEVINFO=KBD,GR,C:\OS2\KEYBOARD.DCP

Dies sollte die passende Tastaturbelegung aktivieren, also GR oder DE453 wäre für deutsche Tastaturen üblich.
Die DCP-Datei für die Gerätezeichenumsetzung muß natürlich auch die entsprechende Tabelle enthalten.
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Beitragvon ak120 » Do 18. Mai 2017, 16:06

Andi B. hat geschrieben:Locale umzustellen ist keine gute Idee. Ja die Anzeige der Uhrzeit mit am/pm ist blöd für uns Nicht-Engländer/Nicht-Amis. Aber wenn du nicht "komische" Problem später haben willst, lasse Locale lieber wie es ist. Es ist nun mal eine Nur-EN Version.

Die Umstellung ist unproblematisch. Ob nun systemweit über die CONFIG.SYS oder zur Laufzeit über die Länderpalette hängt eigentlich nur vom Anwendungsfall ab. Selbst in England sind 24h-Zeitangaben nicht unüblich.

Codepage würde ich ebenso eher nicht verstellen. Vor der Installation mag es ja vielleicht gehen. Aber OS/2 hatte da schon immer diverse Problem wenn man da rumspielt. Ich denke die meisten haben da Standard 850/437. Andere Erfahrungen?

US- und viele westeuropäische Sprachen nutzen IBM 850/437. In dem Fall ist keine Änderung erforderlich. Für Mitteleuropa sieht es dann schon anders aus. Möchte man mehr, muß ohnehin die COUNTRY-Angabe angepaßt werden, um 852 oder 866 als Zeichenumsetztabelle nutzen zu können. Zu beachten ist allerdings, daß nur bestimmte Kombinationen aus primärer und sekundärer Zeichenumsetztabelle möglich sind. Gewiß ist die internationale Unterstützung unter anderen Systemen benutzerfreundlicher gelöst. Aber als Alternative ist ja auch möglich eine DOS- oder Win-OS/2-Sitzung mit entsprechender Sprachanpassung auszuführen, falls es nur mal schnell mehrsprachiger Text eingegeben werden soll.
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Beitragvon AlfredESchmidt » Do 18. Mai 2017, 17:55

Mei habt ses ihr schee, bei mir friert das System schon nach dem MemDisk-Treiber ein :lol:

Ich hab den Installer noch nicht mal zu Gesicht bekommen...
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Beitragvon Andi B. » Do 18. Mai 2017, 19:48

Zur Klarstellung, bei ArcaOS, und um dieses geht es in diesem Thread, sollte man Locale nicht umstellen. Gemischtsprachige Menüs sind da das kleinste Problem. NAPS Fehler können da schon etwas mehr irritieren.

Und zu den codepages - wer schon mal z.B. auf JFS Volumen mit nicht löschbaren Dateien oder Verzeichnisse zu kämpfen hatte und hängende "dir" Befehle nicht so gern hat, der wird meinen Rat wohl eher zu schätzen wissen.
Zuletzt geändert von Andi B. am Do 18. Mai 2017, 19:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Thomas Müller » Do 18. Mai 2017, 20:16

Vielen Dank für die Aufklärung, die Ratschläge und Hinweise. Mein erstes Vorgehen ist der Unkenntnis dieser ganzen Problematik geschuldet. Ein tieferes Verständnis habe ich definitiv nicht von diesen Dingen.
Nach einer Neuinstallation und der Berücksichtigung eurer Tips klappt das nun mit dem deutschen Zeichensatz.
Nun würde ich gern noch den GENMAC-Treiber für die Broadcom-Karte während einer Erstinstalltion einbinden. Kann mir jemand sagen wie das gehen kann? Wie zuvor erwähnt habe ich den GENMAC220 für die Broadcom-Karten verfügbar.
Vielen Dank nochmals sagt

Thomas
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Beitragvon ak120 » Do 18. Mai 2017, 22:47

Andi B. hat geschrieben:Zur Klarstellung, bei ArcaOS, und um dieses geht es in diesem Thread, sollte man Locale nicht umstellen. Gemischtsprachige Menüs sind da das kleinste Problem. NAPS Fehler können da schon etwas mehr irritieren.

Ein "umgestelltes" Locale bedeutet nicht zwangsläufig eine andere Sprache in Resourcen wie z.B. Menüs. ArcaOS wird als kompatibel zu OS/2 Warp vom Anbieter bezeichnet, also warum sollte der Anwender auf Funktionen verzichten? Eine Vielzahl von Programmen setzt korrektes Zahlenformat, Datum oder Währung voraus. Einige sind gar nur mit einer gewissen Lokalisierung installierbar. Probleme können nur Programme bereiten, welche ältere Anwendungsprogrammierschnittstellen direkt oder indirekt verwenden, darunter fallen z.B. VX-REXX-Kreationen.

Und zu den codepages - wer schon mal z.B. auf JFS Volumen mit nicht löschbaren Dateien oder Verzeichnisse zu kämpfen hatte und hängende "dir" Befehle nicht so gern hat, der wird meinen Rat wohl eher zu schätzen wissen.

Intern verwendet JFS zur Präsentation Unicode, also können auch alle Zeichen außer NULL genutzt werden, solange je nach Host-OS nicht reservierte Namen dadurch zusammengesetzt werden. Solange keine veralteten Programme (oder weit verbreitete fehlerhaft implementierte) zur Dateiverwaltung eingesetzt werden, gibt es auch hier kaum Probleme.
Zuletzt geändert von ak120 am Do 18. Mai 2017, 22:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon hneubert » Sa 20. Mai 2017, 15:17

Zum Thema der Sprachunterstützung:

lässt sich ArcaOS 5.0 für den "Standard-Käufer aus Deutschland" so einstellen, daß das installierte System eine (durchgängige) deutschsprachige Dialogführung hat?
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thorolf
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Beitragvon thorolf » Sa 20. Mai 2017, 23:52

hneubert hat geschrieben:lässt sich ArcaOS 5.0 für den "Standard-Käufer aus Deutschland" so einstellen, daß das installierte System eine (durchgängige) deutschsprachige Dialogführung hat?

meines Wissens ist ArcaOS durchgängig Englisch, zumindest habe ich (ausser Tastatur usw.) noch nichts deutsches gesehen ...
Grüße,

Thorolf

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