Kann ArcaOs kein USB3.x?

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Dirk
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Kann ArcaOs kein USB3.x?

Beitrag von Dirk » Fr 12. Jan 2018, 12:47

Hallo zusammen,
ich habe hier gerade ein neues HP ProDesk 600 3G Mini:
USB 3.1 --> angeschlossen: USB-DVD Laufwerk, -Tastatur und -Maus.
Versuche mich vergeblich an der ArcaOs Installation.

1? Ist es richtig, dass ArcaOs noch kein USB 3.0 oder 3.1 unterstützt? (Ich kann es anscheinend auch nicht im BIOS deaktivieren)
Wenn ja, dann ist damit alles weitere erklärt.

Im Boot Menü kann ich die Tastatur benutzen.
Von den USB Host Controllern ist keiner aktiviert.
Wenn ich diese dann manuell aktiviere (alle USB Host Controller UHCI OHCI EHCI) und auch den Support für Mouse und Keyboard aktiviere
- wird das Keybord nicht aktiv
- meldet der Boot Vorgang, dass dass er keinen "compliant "USB-Host Controller findet
- und letztlich hängt das Ganze beim LOCATECD.SYS

Danke für Hinweise
aus dem grauen OWL
Dirk
_diver
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Beitrag von _diver » Fr 12. Jan 2018, 13:24

Dirk hat geschrieben:Hallo zusammen,
ich habe hier gerade ein neues HP ProDesk 600 3G Mini:
USB 3.1 --> angeschlossen: USB-DVD Laufwerk, -Tastatur und -Maus.
Versuche mich vergeblich an der ArcaOs Installation.

1? Ist es richtig, dass ArcaOs noch kein USB 3.0 oder 3.1 unterstützt? (Ich kann es anscheinend auch nicht im BIOS deaktivieren)
Wenn ja, dann ist damit alles weitere erklärt.


Ja USB 3.x gibt es noch nicht. AN ist am Entwickeln. Wann es genau fertig ist, weiss ich noch nicht.

Gruss
SIlvan
Martin Vieregg
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Beitrag von Martin Vieregg » Mi 31. Jan 2018, 22:23

ich habe von "very soon" gehört.

Hintergrund: Ich versuche seit einigen Monaten, eine topakuelle Hardware mit AM4-Board unter ArcaOS zum Laufen zu bekommen und bin Stammgast des Bugtrackers. Es zieht sich hin, aber mir wird geholfen. Inzwischen sind wir von der Start-DVD zum USB-Stick geswitcht, und das stockt noch, weil das Motherboard gar keinen EHCI-USB-Controller mehr hat, sondern nur noch XHCI, wo dann sowohl USB 2.0 als auch 3.0 Buchsen angesteuert werden. In diesem Zusammenhang wurde von "very soon" gesprochen, das "very" sogar kursiv gedruckt, bei meinen vorherigen Problemen gab es keine solch deutliche Aussage. Das heißt, die sind schon mittendrin und in vielleicht (meine persönliche Interpretation) 2 Wochen fertig. Ich werde es gleich erfahren, weil ich das dann auf meinem System ausprobieren soll. Soweit ich das verstanden habe, geht es nicht nur um USB 3.0, sondern um XHCI, das dann auch 2.0 Buchsen ansteuern kann. Auch in einer 2.0 Buchse läuft es bei mir nicht. D.h. momentan läuft überhaupt kein USB, und das erklärt die Dringlichkeit der Sache.
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ak120
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Beitrag von ak120 » Do 1. Feb 2018, 08:49

Martin Vieregg hat geschrieben:ich habe von "very soon" gehört.

Einige Jahre sollte man sich wohl noch bis zur ersten Beta-Version gedulden.

Hintergrund: Ich versuche seit einigen Monaten, eine topakuelle Hardware mit AM4-Board unter ArcaOS zum Laufen zu bekommen und bin Stammgast des Bugtrackers. Es zieht sich hin, aber mir wird geholfen. Inzwischen sind wir von der Start-DVD zum USB-Stick geswitcht, und das stockt noch, weil das Motherboard gar keinen EHCI-USB-Controller mehr hat, sondern nur noch XHCI, wo dann sowohl USB 2.0 als auch 3.0 Buchsen angesteuert werden.

Ich weiß jetzt nicht welche zeitkritischen Anforderungen eine native Installation erforderlich machen würde. Aber wenn alle Stricke reißen, kann man sich noch mit einem Virtuell-zu-Physisch-Verfahren behelfen. Das kann mit den verschiedenen Virtualisierungsprogrammen relativ problemlos bewerkstelligt werden. Statt einer Festplattenabbilddatei wird eine physische Platteneinheit für die VM eingebunden, welche dann später über das richtige BIOS gestartet wird. Zumindest mit OS/2 und verschiedenen Unices funktioniert es, wenn weder über lokale Wechselmedien noch über das Netzwerk der Installationsvorgang initialisiert werden kann.
Zuletzt geändert von ak120 am Do 1. Feb 2018, 08:50, insgesamt 1-mal geändert.
Dirk
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Beitrag von Dirk » Do 1. Feb 2018, 11:54

Hallo Martin,
Du hast anscheinend exakt die gleiche Problemstellung wie ich:
Meine HP ProDesks (Company Vorgabe) haben nur noch USB Anschlüsse. (3.x) Wenn Du da irgendetwas erfährst, wäre ich dankbar für Deine Info.

Hallo ak120,
Ich bin momentan dabei mich die VirtualBox mit ArcaOS zu testen, habe dort aber keine Variante gefunden, bei der ich eine "physische Platteneinheit" für den virtual Client festlegen kann!
P.S.
Die Notwendigkeit von x nativen Installationen ist in einem produktiven Umfeld sehr wohl gegeben!

Grüße aus dem sonnigen OWL
Dirk
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thorolf
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Beitrag von thorolf » Do 1. Feb 2018, 20:10

Moin,

Dirk hat geschrieben:Ich bin momentan dabei mich die VirtualBox mit ArcaOS zu testen, habe dort aber keine Variante gefunden, bei der ich eine "physische Platteneinheit" für den virtual Client festlegen kann!


Was meinst Du damit? Host mit Linux, MacOS X oder zur Not Windows installieren, VirtualBox installieren und dann eine neue VM für OS/2 bzw. eCS anlegen, dabei kann man direkt eine neue Festplatte "erzeugen".

Die Notwendigkeit von x nativen Installationen ist in einem produktiven Umfeld sehr wohl gegeben!


Ich weiß, ist "ketzerisch", aber was kann man mit OS/2 (bzw. ArcaIOS) im wirklich produktiven Umfeld noch anstellen, was nicht mindestens besser in einer VM liefe? Bis auf Industriesteuerungen, dafür gibt es entsprechende PCs die ggf. noch PS2 bzw. USB2 haben, ist die Virtualisierung einer nativen Installation grundsätzlich vorzuziehen.

Zumal man dann sogar noch ein Host-System hat, mit dem man ordentlich arbeiten kann, weil es praktisch alle Anwendungen in aktueller und stabiler Form gibt!
Zuletzt geändert von thorolf am Do 1. Feb 2018, 20:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße,

Thorolf
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Beitrag von ak120 » Do 1. Feb 2018, 21:57

Dirk hat geschrieben:Ich bin momentan dabei mich die VirtualBox mit ArcaOS zu testen, habe dort aber keine Variante gefunden, bei der ich eine "physische Platteneinheit" für den virtual Client festlegen kann!

Wenn ein originales Virtualbox zum Einsatz kommt, ist dies je nach Wirtssystem mit den im Handbuch ab Kapitel 9 beschriebenen Methoden mittels spezieller interner Befehle realisierbar. Entsprechende Berechtigungen oder Privilegien für den Zugriff auf die Rohgeräte bzw. deren Repräsentation, sollten hierbei als vorausgesetzt angesehen werden. Das Ganze ist m.W. bereits seit VirtualBox Version 4 möglich. Ich würde jedoch zu der zuverlässigen Version 5.0.x raten.

Was mit dem erwähnten "virtual client" gemeint sein könnte, erschließt sich mir leider nicht in diesem Zusammenhang. Unter den dokumentierten Bedingungen kann auch der gemeinsame Zugriff auf eine einzige (auch physische) Einheit aus verschiedenen VMs heraus verwirklicht werden.
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Sandra Asja Eickel
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Beitrag von Sandra Asja Eickel » Do 1. Feb 2018, 22:12

Hallo Dirk, hallo Martin!

Bei meinem neuen Rechner bin ich auch auf die angeblichen USB 2.0 Ports des Mainboards reingefallen,
die sich als eher gedrosselte Ports des USB 3.0 Controllers im Chipsatz entpuppen (für einige USB-Sticks
und andere Peripherie reicht das, um noch zu funktionieren, echte USB 3.0 Ports mögen einige Geräte nicht,
bei mir ist es ein 8 GB Stick von Platinum, der sonst streikt).

Bei Notebooks sieht das ohne XHCI-Treiber schlecht aus, vor allem, wenn es nicht mal mehr ein optisches
Laufwerk gibt - dann bleibt nur noch Platte ausbauen und woanders installieren.

Bei normalen PCs kann man sich dagegen helfen:
Falls der Rechner noch PCI-Slots hat, ist man mit circa 15 Euro dabei, dafür gibt's eine USB 2.0 Karte mit rund vier Ports.
Sofern man nur noch PCIe-Slots hat (oder die PCI-Slots für andere Sachen braucht, so wie ich), darf man etwas mehr ausgeben:

Es gibt auch USB 2.0 Karten für PCI-Express, allerdings müssen die bestellt werden, sowas hat eher niemand auf Lager.
Meine 7-Port-Karte von StarTech.com hat etwa 70 Euro gekostet und hat 6 dichtgepackte externe USB-Ports
(der 7. ist nur eine interne Stiftleiste) im Low-Profile Slotblech, ein normales Slotblech zum Umbau war dabei.

Es gibt andere Angebote, bei denen nur ein Low-Profile Slotblech dabei ist, die müßte man in einem normalen PC
ohne Slotblech betreiben, was gerade bei USB suboptimal ist - da hat man beim Reinstecken von Sticks schon
eine gute Hebelwirkung gegen den kleinen PCIe 1x Anschluß ...

Ich hoffe also auch, daß sich da bald etwas in Sachen USB 3.x tut. Bei mir steht auch noch ein neues Notebook an,
wenn das HP OMEN 17-an072ng eine brauchbare Tastatur nebst TrackPoint und dritter Maustaste besitzen würde sowie
ein BluRay-Laufwerk statt DVD, hätte ich wohl Ende November zugeschlagen ...

CU/2 Sandra Asja
Dirk
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Beitrag von Dirk » Fr 2. Feb 2018, 13:14

Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank für die vielen Anregungen.

Virtualisierung über VMware oder VirtualBox für eCS / AN werde ich wohl nutzen werden. (Als Nachfolger für VirtualServer)
Tun auch beide für meine Anforderungen. Trotzdem muss man sich natürlich klar sein, ob der Nutzen einer VM wirklich den größen Verwaltungsaufwand gegenüber einer reinen OS/2 Installation aufwiegt.

Aber an verschieden Stellen brauche ich dann doch "hartes Metall". z.B.: etliche serielle Verbindungen über PCI Multi-IO Karten, OS/2 Rechner mit ein User Interface für den Endanwender.

Ich denke, Ich werde dafür wohl entweder noch einige Rechner an die Seite legen oder beim Neukauf dann eher ein wenig rückwärtsgewand agieren müssen.

Eben solange bis das USB-Thema von AN abgearbeitet ist.

Erstmal schönes Wochenende
aus dem regnerischen OWL
Dirk
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thorolf
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Beitrag von thorolf » So 4. Feb 2018, 22:22

Moin,

Sandra Asja Eickel hat geschrieben:Ich hoffe also auch, daß sich da bald etwas in Sachen USB 3.x tut. Bei mir steht auch noch ein neues Notebook an, wenn das HP OMEN 17-an072ng eine brauchbare Tastatur nebst TrackPoint und dritter Maustaste besitzen würde sowie ein BluRay-Laufwerk statt DVD, hätte ich wohl Ende November zugeschlagen ...


ThinkPad, die haben eine ordentliche Tastatur und TrackPoint, gibt wenig Gründe, was anderes zu kaufen, v.a. weil man die X- und T-Serien nach ein paar Jahren spucke-billig meist in einwandfreiem Zustand und Gewährleistung als Leasing-Rückläufer bekommt.

Ich hab' mehrere X201 in erstklassigem Zustand für 150 EUR besorgt, Core i5, 4GB RAM, USB 2.0 - dazu eine kleine SSD mit 250 GB für 50 EUR. Gibt's auch in 14" als T410 oder T420 im Bereich bis 250 EUR auch mit hochaufgelöstem Bildschirm.

ArcaOS läuft darauf natürlich nur leidlich, WLAN geht schonmal gar nicht, Audio nicht immer und Screen natürlich nur Panorama VESA. Ein Linux drauf, läuft hervorragend auf diesem Systemen, dann eine VirtualBox und dort ein beliebiges OS/2 - da braucht man nichtmal ArcaOS oder eCS.
Grüße,

Thorolf
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Beitrag von ak120 » Mo 5. Feb 2018, 08:41

Dirk hat geschrieben:Virtualisierung über VMware oder VirtualBox für eCS / AN werde ich wohl nutzen werden. (Als Nachfolger für VirtualServer)
Tun auch beide für meine Anforderungen. Trotzdem muss man sich natürlich klar sein, ob der Nutzen einer VM wirklich den größen Verwaltungsaufwand gegenüber einer reinen OS/2 Installation aufwiegt.

Diese Vermutungen kann ich nicht nachvollziehen. Aber in diesem Forum ist es mittlerweile üblich Begriffe aus dem Zusammenhang zu reißen oder vollständig umzudeuten. An tatsächlichen Lösungen scheint niemand interessiert zu sein. Es ist ja schön, daß die üblichen Freaks in ihrer Phrasenwelt schwelgen können - ein praktischer Nutzen ist nicht nachweisbar.

Aber an verschieden Stellen brauche ich dann doch "hartes Metall". z.B.: etliche serielle Verbindungen über PCI Multi-IO Karten, OS/2 Rechner mit ein User Interface für den Endanwender.

Ein logischer Zusammenhang zur vorherigen Textpassage ist nicht erkennbar. Ein vermeintlicher Bedarf ist nicht feststellbar oder ein sonstiger technischer Aspekt, welcher diese Annahmen sachlich begründen würde.

Ursprünglich sollte es doch um die Ermöglichung von OS/2-Installationen unter erschwerten Bedingungen (nur USB 3.x) gehen und nicht um Peripherie-Erweiterungskarten, welche schon vor 25 Jahren nicht mehr zeitgemäß waren. In den meisten Fällen sind Terminalserver für entsprechende Zwecke deutlich vielseitiger - unabhängig von der Verwaltungsstruktur.
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Beitrag von Martin Vieregg » Fr 9. Mär 2018, 13:51

Hallo Sandra Asja,

der Tipp mit dem USB 2.0 Controller war interessant, ich habe es ausprobiert. Leider bekomme ich immer noch dieselbe Fehlermeldung. Scheinbar scheint das Motherboard noch etwas dazwischenzufunken, obwohl ja auf der Karte ein USB 2.0 Controller sein sollte.
Martin Vieregg
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Beitrag von Martin Vieregg » Do 26. Apr 2018, 20:17

Inzwischen habe ich festgestellt, dass das Booten von der USB 2.0 Steckkarte mit meinem AM4-Board doch funktioniert, wenn man im ArcaOS Pre-Boot-Menu auf "modern hardware, safe mode" stellt. Komischerweise ergibt sich sonst dieselbe Fehlermeldung, dass er auf dem USB-Stick die ISO-Datei nicht findet, wie wenn man den USB-Stick in eine 3.0-Buchse steckt.
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