SADUMP unter ArcaOS 5.0.3

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wilfried
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SADUMP unter ArcaOS 5.0.3

Post by wilfried » Sat 13. Oct 2018, 10:10

Moin,

ist es einem der Mitleser schon gelungen einen Standalone Dump auf einer Dump-Partition zu erzeugen?
Ich versuche hier, erfolglos, Fehlerinfos für ein Mantis-Ticket (Ticketnr. 2163) zu erzeugen.

erdmann
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Post by erdmann » Sat 13. Oct 2018, 13:10

Natürlich, wenn auch nicht under ArcaOS 5.0.3 sondern eComStation 2.2.

Bitte mal dies lesen:
http://home.earthlink.net/~steve53/os2d ... -guide.txt

Wichtig ist vor allem wo die Dump Partition lokalisiert ist. Wenn DUMPFS.IFS (oder der neue FAT32.IFS, siehe weiter unten) benutzt wird hat man mehr Freiheitsgrade als wenn man eine normale FAT16 Partition benutzt (letztere ist auf 2 GB limitiert weshalb man die Dumpgröße dann wiederrum auf diesen Wert beschränken muss).

Zu FAT32.IFS, zu finden unter:http://trac.netlabs.org/fat32
Dies erlaubt nun auch zum einen FAT16 Partitionen > 2 GB. Man kann die Partition irgendwo anlegen mit einer Größe von z.B. 4 GB (mehr macht ja eh keinen Sinn) und dann mit FAT32.IFS als FAT16 formattieren.Allerdings muß dann der /plus Parameter für FAT32.IFS gesetzt sein und außerdem muss man mit einer cluster size von 128 Sektoren formatieren.
Wenn die Partition angelegt ist setzt man mit LVM einen festen Laufwerkbuchstaben. z.B. G:
Jetzt kann man mit FAT32.IFS formattieren:
format G: /fs:FAT16 /C:128 /V:SADUMP

Der Vorteil ist hier dass man das herkömmliche OS2DUMP weiter benutzen kann also NICHT wie bei DUMPFS durch ein spezielles OS2DUMP ersetzen muss. Das Vorgenannte ist in der FAT32.INF Hilfe Datei erklärt unter "Using a 4 GB FAT 16 partition with 64 kB cluster for StandAlone DUMPs"

Wenn das alles erledigt ist, in der config.sys:
TRAPDUMP=R0,G:

und Reboot. Danach kann man dumpen.

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wilfried
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Post by wilfried » Sat 13. Oct 2018, 16:18

Hallo Lars,

vielen Dank für das schnelle Feedback!
Diese Informationen weichen deutlich von den Anweisungen ab, die der ArcaOS Support mir gegeben hat.
Ich werde kurzfristig versuchen deinem Rat zu folgen.

erdmann
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Post by erdmann » Sun 14. Oct 2018, 10:09

Welche Info haben sie dir denn gegeben ?

Eins ist wichtig: die ganze Platte muß mit 63 Sektoren und 255 Köpfen eingerichtet sein. Sonst hat OS/2 mit der Platte ein Problem. Außerdem kann OS/2 nur mit 512-byte Sektor Platten umgehen. Wenn man eine 4096-byte Sektor Platte hat kann man eventuell noch Glück haben wenn die Platte eine Virtualisierung von 512-byte auf 4096-byte anbietet.

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wilfried
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Post by wilfried » Mon 15. Oct 2018, 15:19

Welche Info haben sie dir denn gegeben ?
To produce a trap dump, please do the following:

1. Setup a dump partition. Instructions are here:
https://www.arcanoae.com/wiki/how-to-get-a-trap-dump/

2. Limit memory to 1GB or less. The docs say 512MB and you could use that, but
in this case 1GB is OK, too.

3. Enable trap dumps as per the instructions.

4. Reproduce the problem. This will automatically generate a dump file.

5. 7Zip and upload the dump file. Instructions are here:
https://www.arcanoae.com/wiki/how-to-up ... dump-file/
_______________________________________________

An dem Problemrechner (Thinkpad T410) kann ich nur SATA-Platten verwenden.
Hatte zunächst eine 320GB-Platte versucht. Dort lag die SADUMP-Partition am Ende der Platte.
Als nächstes habe ich eine jungfräuliche 480GB-SSD-Platte verwendet, mit SADUMP-Partition am Anfang der Platte. Es wurde sowohl primäre als auch logische Partition versucht, alles negativ.
Last edited by wilfried on Mon 15. Oct 2018, 15:26, edited 2 times in total.

erdmann
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Post by erdmann » Tue 16. Oct 2018, 10:13

1) bist du sicher dass du die SSD mit AN/OS2 Bordmitteln partitioniert und formatiert hast ? Insbesondere ist es wichtig dass die Platte mit 63 Sektoren pro Spur und 255 Köpfen eingerichtet ist.

2) die AN Anweisungen gehen davon aus dass du eine herkömmliche FAT16 Partition (mit all ihren Beschränkungen hinsichtlich Größe) einrichtest (die unbedingt den Namen "SADUMP" haben muss).
Das sollte schon funktionieren aber du musst eben den Dump auf 1 GB Größe reduzieren indem zu den sichtbaren Speicher entsprechend limitierst (mittels QSINIT bzw. dem AN Pendant hierzu, genannt "memlimit").

Mit dem FAT32 (die Version von Netlabs) kannst du hingegen größere FAT16 Partitionen anlegen und musst deshalb den sichtbaren Speicher nicht limitieren. Ich dumpe hier immer > 3GB (den ganzen physikalischen Systemspeicherraum den OS/2 verwenden kann, 1 GB geht für den PCI Bus und anderen Dingen drauf ...)
Und dann geht auch noch DUMPFS. Das allerdings kommt mit einem eigenen OS2DUMP Modul weil das Standardmodul nicht mit DUMPFS funktioniert (wahrscheinlich weil es eine andere Partitionsstruktur vorsieht).

Dir sollte bewusst sein dass OS2DUMP ausschließlich BIOS services benutzt (also die INT13 Routinen die schon DOS benutzt hat) um den Dump direkt (also ohne Dateisystemtreiber) zu schreiben und deshalb unterliegt die Dumppartition den ganzen genannten Einschränkungen.
Wenn du noch eine DOS Diskette/CD boot kannst könntest du mal checken ob DOS deine Dumppartition sehen könnte. Wenn nicht, dann kann OS2DUMP sie auch nicht sehen.