Was bedeutet Fehlercode 31?

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DonLucio
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Was bedeutet Fehlercode 31?

Beitrag von DonLucio » Sa 27. Apr 2019, 17:46

Ich fahre ArcaOS 5.0.2. Hardisk: 1 Terabyte, aufgeteilt in 7 Partitionen (C:... K:). Bis gestern alles prima. Heute morgen starte ich den PC, zunächst ist auch noch alles sauber, aber mir fällt schon auf, wie schneckenlangsam Plattenzugriffe ablaufen. Dann aus heiterem Himmel: Trap in JFS. Nur noch Kaltstart möglich.

Das war heute morgen ca. 11:00 Uhr. Seitdem (bis jetzt: 15:45 Uhr) läuft der Re-Boot. Chkdsk über alle Laufwerke. Extrem langsam, aber das schlimmste: Bei *jeder* der 7 Partitionen wird als erstes diese Meldung ausgegeben:
Internal error: devices.c(532): Write error 31 (GEN_FAILURE)
Internal Error: error write to boot sector! CHKDSK continuing.

Und dann setzt Chkdsk seine Arbeit zunächst fort. Aber leider:

Am Ende des jeweils fast stundenlangen "Phase:0 - Replay Journal Log" und "Phase 1 - Check Blocks, ... etc." kommt die Meldung:
JFS0187: CHKDSK Unrecoverable error writing M to <laufwerk>:. CHKDSK CANNOT CONTINUE.

Die Platte (Western Digital, im örtlichen Fachhandel gekauft) ist noch kein Jahr alt, also fällt es mir schwer, an einen Hardware-Defekt zu glauben. Aber was sonst? Aufschluß könnte der ausgegebene Fehlercode 31 geben zusammen mit GEN_FAILURE. Ich hoffe, dass sich das nicht übersetzt zu "General failure" ... was auf deutsch immer heißt: Es gibt eine Million mögliche Fehlerursachen, aber wir wissen leider auch nicht welche im konkreten Fall vorliegt.

Und was bedeutet: "error: devices.c(532)" (identisch bei allen Laufwerken)??

Danke,
Lutz Wagner

aschn
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Beitrag von aschn » Sa 27. Apr 2019, 22:56

DonLucio hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 17:46
Was bedeutet Fehlercode 31?
Gibst Du ein in Befehlszeile: help sys31
Andreas Schnellbacher

aschn
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Beitrag von aschn » Sa 27. Apr 2019, 22:59

Startet denn eine Wartungspartition? Oder hast Du die nicht? Sonst kann es ja nur noch Hardware sein.
Andreas Schnellbacher

aschn
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Beitrag von aschn » Sa 27. Apr 2019, 23:03

aschn hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 22:59
Sonst kann es ja nur noch Hardware sein.
Für diesem Fall meine persönliche Rangliste: Festplatte, Netzteil, Mainboard, Grafikkarte. Kabel natürlich als erstes.
Andreas Schnellbacher

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DonLucio
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Beitrag von DonLucio » So 28. Apr 2019, 18:00

aschn hat geschrieben:
Sa 27. Apr 2019, 23:03
Für diesem Fall meine persönliche Rangliste: Festplatte, Netzteil, Mainboard, Grafikkarte. Kabel natürlich als erstes.
Wir werden es wohl nie erfahren. Denn die Platte funzt wieder problemlos :o

Nachdem alle Versuche, die Platte in dem besagten Recner wieder zugänglich zu machen, gescheitert sind, habe ich das - eigentlich Unwahrscheinliche - versucht: Ich habe einen alten Rechner mit eCS 2.1 aus dem Keller geholt (Mainboard von 2011) und die "kaputte" Platte dort eingehängt. Auch jetzt gab es ChkDsks für jede der 7 Partitionen, jedoch mit dem Ergebnis, dass anschließend alle Partitionen wieder zugänglich waren. Kein "Fehlercode 31" o.ä. (Lediglich ein paar "lost+found"-Dateien wurden recovert).

Was ich daraus lerne: Offenbar können auch Fehler ausserhalb der direkten Platten-Hardware zu katastrophalen Auswirkungen führen, vor allem mit Fehlertexten, die total in die Irre führen (jedenfalls Laien wie mich). Wo muß ich also den wahren Grund suchen, um vielleicht solchen zeitraubenden Plattencrashs vorzubeugen? Alterungserscheinungen auf dem SATA-Controller??? Nach 5 Jahren PC-Dasein im wohltemperierten Wohn-Büro???

Man lernt nie aus ...

Danke + Gruß,
Don Lucio.

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Beitrag von aschn » So 28. Apr 2019, 18:56

DonLucio hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 18:00
...
Das hört sich ja so an, als ob Deine Uralt-JFS-Version der aktuellen beim chkdsk überlegen wär. Das hör ich zum ersten Mal, sonst immer nur anders herum. Hast Du denn vorher mal chkdsk von einer anderen Bootpartition oder von AN-DVD aus ausgeführt? Wenn das System sich selbst checkt, dann ist das nicht verlässlich. Beim chldsk während des Startens wird auch immer nur ein MINI-IFS ausgeführt. Das ist AFAIR begrenzt, was den Speicherverbrauch angeht. chkdsk geht eigentlich nur sicher bei ungeladenen Partitionen.

Die aktuelle JFS-Version für OS/2 hat mit Sicherheit immer noch Fehler. Bei Fehlern geht es immer darum, wie haäufig diese sind, damit sie überhaupt erkannt werden können. Mit der Flut an OS/2-Nutzern werden wir ein fast fehlerfreies JFS wohl nicht erleben. Für mich reicht aber der aktuelle Zustand. Die heftigsten Sachen sind für mich behoben.

Dazu kommt, dass JFS kein vollständiges Journalling macht, sondern nur für Metadaten, übrigens genau so wie NTFS.
Andreas Schnellbacher

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Beitrag von DonLucio » So 28. Apr 2019, 22:16

aschn hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 18:56
Das hört sich ja so an, als ob Deine Uralt-JFS-Version der aktuellen beim chkdsk überlegen wär.
Das Alt-System, wo die Platte sich als ansprechbar erwies, hat eCS 2.1, also vielleicht nicht sooo ur-alt.

Mein Verdacht liegt auch weniger bei einem JFS-Softwareproblem, als vielmehr - du hattest es ja auch schon vermutet - bei der Hardware. Irgendein verlötetes Stück Eprom o.ä. hat wohl 'nen Hau. Ich tippe auf den SATA-Controller. Da ist ja ne Menge Programmlogik eingebrannt.
aschn hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 18:56
Mit der Flut an OS/2-Nutzern ...
:D

Gruß,
Lutz Wagner

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Beitrag von aschn » So 28. Apr 2019, 23:41

Ich frage dann eben nochmal:

Hast Du denn vorher mal chkdsk von einer anderen Bootpartition oder von AN-DVD aus ausgeführt?
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Beitrag von DonLucio » Mo 29. Apr 2019, 13:54

aschn hat geschrieben:
So 28. Apr 2019, 23:41
Hast Du denn vorher mal chkdsk von einer anderen Bootpartition oder von AN-DVD aus ausgeführt?
Ja, von der AOS 5.0.2-DVD. Mit demselben fehlerhaften Ergebnis.

Ich verstehe deine Frage dahingehend, dass du eher ein Softwareproblem in meinem JFS vermutest. Angesichts der Tatsache, dass ebendieses selbe JFS seit Monaten klag- und fehlerlos seinen Dienst verrichtet hat, würde ich das eher nicht vermuten.

Aber egal: Der neue (alte, Mainboard 2011) Rechner funzt jetzt, mit derselben Platte ...

Gruß,
Lutz Wagner