Default shell values

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axelwein
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Default shell values

Beitrag von axelwein » Do 20. Jun 2019, 23:51

Unter eCS 2.2 beta II habe ich ANPM installiert. Wahrscheinlich dabei wurden folgende CONFIG.SYS-Einträge vorgenommen:
REM [ Default shell values ]
SET SHELL=L:/usr/bin/sh.exe
SET EMXSHELL=L:/usr/bin/sh.exe
SET CONFIG_SHELL=L:/usr/bin/sh.exe
SET MAKESHELL=L:/usr/bin/sh.exe
SET EXECSHELL=L:/usr/bin/sh.exe
Keine Ahnung, wofür das gut ist!? - Nein, gut ist es nicht: Jetzt funktioniert nämlich Audio/Data-CD-Creator nicht mehr, da der SCSI-/ATAPI-Bus nicht mehr gescannt wird, was unbedingt nötig ist.

Meine Frage lautet nun: Sind diese "Default shell values" wirklich nötig?

Vielen Dank
Axel

axelwein
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Beitrag von axelwein » Sa 22. Jun 2019, 18:04

Wird bei ANPM eine Warnmeldung angezeigt, wenn man eine Anwendung o.ä. löscht, die für ein anderes Programm unbedingt nötig wäre und bei dessen Installation mitinstalliert wurde (Abhängigkeit)?

Bei den Paketen unter Linux ist die Warnung üblich. Bei sh.exe handelt es sich ja wohl um Ash, das *ich* nicht brauche, aber vielleicht irgendeine andere Installation!?

Vielen Dank
Axel

aschn
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Beitrag von aschn » Sa 22. Jun 2019, 19:46

axelwein hat geschrieben:
Sa 22. Jun 2019, 18:04
Wird bei ANPM eine Warnmeldung angezeigt, wenn man eine Anwendung o.ä. löscht, die für ein anderes Programm unbedingt nötig wäre und bei dessen Installation mitinstalliert wurde (Abhängigkeit)?
Klar. Teste das doch mal rechter Maustaste auf libc -> Uninstall.

Oder meinst Du, dass ein Paketverwaltungsprogramm ausgepackte Dateien überwacht?
Andreas Schnellbacher

axelwein
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Beitrag von axelwein » Sa 22. Jun 2019, 22:27

Du hast recht - auf das Einfachste kommt man manchmal einfach nicht. Und beim Versuch libc zu deinstallieren erscheint als erstes ash als Abhängigkeit. Aber die Default shell values stehen doch normalerweise nicht in der config.sys, libc ist ja wohl immer installiert. Also müßte ich diese Einträge eigentlich einfach rausnehmen können?

Ich sehe gerade bei einer eCS 2.1-Installation auf dem gleichen Rechner: libc ist installiert, ash auch, aber die Default shell values stehen nicht in der config.sys. Man braucht sie hoffentlich wirklich nicht.

Axel
Zuletzt geändert von axelwein am Sa 22. Jun 2019, 22:54, insgesamt 1-mal geändert.

_diver
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Beitrag von _diver » So 23. Jun 2019, 11:31

axelwein hat geschrieben:
Sa 22. Jun 2019, 22:27
Du hast recht - auf das Einfachste kommt man manchmal einfach nicht. Und beim Versuch libc zu deinstallieren erscheint als erstes ash als Abhängigkeit. Aber die Default shell values stehen doch normalerweise nicht in der config.sys, libc ist ja wohl immer installiert. Also müßte ich diese Einträge eigentlich einfach rausnehmen können?

Ich sehe gerade bei einer eCS 2.1-Installation auf dem gleichen Rechner: libc ist installiert, ash auch, aber die Default shell values stehen nicht in der config.sys. Man braucht sie hoffentlich wirklich nicht.

Axel
Also mit libc haben die Settings nur am Rande zu tun. Es gibt halt viele Portierungen die die Settings brauchen. Ob du eine solche nutzt, weiss ich nicht. Nur sei gewarnt dass einiges halt einfach nicht tut wenn die entfernst. Wir haben die Settings ja nicht einfach aus Lust und Laune eingestellt. 😎

axelwein
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Beitrag von axelwein » So 23. Jun 2019, 16:29

OK!

Aber wie bringe ich dann mit den Settings meinen Audio/Data-CD-Creator zum Laufen? Den brauche ich auf jeden Fall.

Axel

_diver
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Beitrag von _diver » Di 25. Jun 2019, 17:02

axelwein hat geschrieben:
So 23. Jun 2019, 16:29
OK!

Aber wie bringe ich dann mit den Settings meinen Audio/Data-CD-Creator zum Laufen? Den brauche ich auf jeden Fall.

Axel
Dazu kann ich leider nichts sagen, weil ich kenne das Programm nicht. Alles was du da tun kannst, ist ArcaNoae fragen, ob sie es kennen und ob sie eventuell den source haben. Oder eine bessere/andere alternative nutzen.

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Beitrag von ehemaliger » Di 25. Jun 2019, 22:04

Man könnte ja mal versuchen, herauszufinden welcher der Einträge genau die Ursache darstellt. Vielleicht ergibt sich ja daraus ein Lösungsansatz.

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LotharS
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Beitrag von LotharS » Mi 26. Jun 2019, 12:44

axelwein hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 23:51
Unter eCS 2.2 beta II habe ich ANPM installiert. Wahrscheinlich dabei wurden folgende CONFIG.SYS-Einträge vorgenommen:
<...spip...>
Bist Du ganz sicher, dass genau diese Settings der Auslöser sind? Was passiert, wenn Du einkreisehalber die Einträge der Reihe nach ausremmst? Waren dadurch etwa gleichnamige Umgebungsvariablen gegenüber "vor ANPM" geändert worden? Und falls doch, könntest Du den Aufruf Deiner Anwendung (kenne ich persönlich nicht...) über ein Rexx-cmd mit temporär umgesetzten Umgebungsvariablen aufrufen, Stichwort 'VALUE'.

Mit ANPM wird ja noch einiges mehr neu geliefert. In eCS gibt es unter "Systemkonfiguration" ein nützliches Objekt "eComStation Kernel", mit dem man recht bequem nach DLL- und anderen Duplikaten suchen kann und sein System aufräumen. Würde ich auch als erstes vorschlagen. Als ich vor Monaten ANPM in eCS nachinstalliert hatte, war das seehr hilfreich...

axelwein
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Beitrag von axelwein » Mi 26. Jun 2019, 18:30

Die Ursache ist eindeutig der Eintrag
SET EMXSHELL=L:/usr/bin/sh.exe
wenn man das ausremmt ist alles gut.

Mit REXX kenne ich mich leider praktisch gar nicht aus. Die scanbus.exe, die durch den obigen Eintrag behindert wird, kann man manuell gar nicht ausführen, da erscheint
This program should only be called by the CD-Creater WPS classes.
Ich hänge mal die cdrtools.cmd an, vielleicht kann man da ja was ändern, um die EMXSHELL wieder zu deaktivieren?

----------
Das habe ich nicht richtig durchdacht. Beim Beenden dieser cdrtools-Einstellungen müßte man das SET EMXSHELL ja wieder aktivieren, das Fenster wird dann aber einfach geschlossen, ohne, daß man mit REXX irgendwie eingreifen könnte.

Vielen Dank für die Hilfe
Axel
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Zuletzt geändert von axelwein am Mi 26. Jun 2019, 21:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von LotharS » Mi 26. Jun 2019, 23:48

Das angehängte cdrtools.cmd führt nicht weiter, schreibt nur etwas in die OS2.INI.
Ich dachte an einen Rexx-"Wrapper", der (Idee:) vor dem Aufruf von cdrecord.exe die Umgebungsvariable EMXSHELL per VALUE-Befehl leer setzt und danach wieder zurück. Falls das so klappt; zu cdrecord kann ich nichts mehr sagen, aber es wird doch wohl hoffentlich jemanden geben, der es unter ArcaOS erfolgreich benutzt :?:

Als erstes würde ich wie gesagt nach Duplikaten suchen und säubern, denn ANPM liefert einiges neu. Ob sich z.B. die neuen EMX, ASPIROUT etc. mit sh.exe nun vertragen oder nicht, sollten die Entwickler-Experten wissen...
Probier's doch mal sonst ersatzweise mit SET EMXSHELL=L:\OS2\CMD.EXE oder REM die Zeile aus. Bis es sich mit was anderem beißt, z.B. compilieren mit gcc... :)

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Beitrag von axelwein » Do 27. Jun 2019, 22:03

Das liegt nicht an cdrecord.exe, sondern an der scanbus.exe von CDCreate, die irgendwie von dort automatisch ausgeführt wird.

Duplikate habe ich keine, das hab ich gleich bei der Installation von ANPM bereinigt.

Ich habe jetzt erst Mal die Zeile EMXSHELL ausgeremmt und hoffe, daß es für mich trotzdem geht. Wenn jemand eine Lösung hat, wäre die Meldung nett. Ansonsten vielen Dank für die Hilfe.

Axel

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Beitrag von LotharS » Do 27. Jun 2019, 23:21

Dieser Thread auf os2world betrifft zwar einen völlig anderen Zusammenhang, aber der dort angegebene "Trick" ist auffallend der gleiche. Anscheinend holt sich Weroderwas(?) den Default-Wert aus der Variablen COMSPEC (üblich =cmd.exe). Was aber nicht in jedem Fall funktionieren soll, wenn ich nach 'emxshell edm2' google. Muss ich glaub'ich nicht alles verstehen :?
Hauptsache doch, der "Trick" tut in der Praxis. Wenigstens bis zum nächsten Problem, aber wir wüssten ja jetzt zwei Varianten zur Auswahl :idea:

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Beitrag von axelwein » Sa 29. Jun 2019, 00:19

Also ich weiß jetzt nicht, ob ich Dich richtig verstanden hab - und ich weiß noch viel weniger, ob ich das in Deinem Link richtig verstanden habe.

1. Versuch:
statt
SET SHELL=L:/usr/bin/sh.exe
SET EMXSHELL=L:/usr/bin/sh.exe
neu
SET SHELL=
SET EMXSHELL=
aber meines Erachtens deaktivere ich sie damit nur, dann könnte ich sie auch gleich ausremmen. Mein Audio/Data-CD-Creator funktioniert. Was mit anderen Programmen ist, weiß ich natürlich nicht.

2. Versuch:
statt
SET EMXSHELL=L:/usr/bin/sh.exe
neu
SET EMXSHELL=L:\OS2\CMD.EXE
Audio/Data-CD-Creator funktioniert. Mir kommt es *besser* vor, da zumindest irgendeine SHELL verwendet wird. Ich lasse mich aber durchaus von guten Argumenten überzeugen.

Axel

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LotharS
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Beitrag von LotharS » Sa 29. Jun 2019, 09:05

Beide Varianten scheinen ja zu funktionieren und sogar äquivalent zu sein (mit cmd.exe als Default-Shell). Ob 'SET SHELL' ebenfalls umzubiegen ist, keine Ahnung, dem 1. Trick hat auf os2world Silvan persönlich zumindest nicht widersprochen und dürfte deshalb nicht ganz falsch sein :) Der 2. Trick stammt aus hier (älter!).

Ich hab nur erzählt, was ich per Google entdeckt hatte, kenne weder EMX-Interna noch Deine Anwendung. Vielleicht macht uns alle jemand schlauer.. :idea:

Um aber nicht für jede Anwendung gleich die config.sys hin- und herzubiegen (mit Reboot...) würde ich einen "Wrapper" in Form einer cmd-Datei bevorzugen und die gelieferten Settings vorerst so lassen. Entweder mit Rexx und VALUE-Statement, oder einfacher als Batch-Datei mit BEGINLOCAL/ENDLOCAL: sh. in der Befehlsreferenz. Das Thema war z.B. interessant bei diversen Fireföxen mit LIBPATHSTRICT, MOZILLA_HOME usw.
Zuletzt geändert von LotharS am Sa 29. Jun 2019, 09:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von LotharS » Sa 29. Jun 2019, 10:10

@Axel:
Du solltest diesen "major" Bugreport wieder eröffnen bzw. ergänzen, damit das Problem als weiterhin und anderswo bestehend auch behandelt wird. Ohne Bugreport wird nämlich nicht reagiert, wie immer wieder betont wird!

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Beitrag von _diver » Sa 29. Jun 2019, 11:33

LotharS hat geschrieben:
Sa 29. Jun 2019, 10:10
@Axel:
Du solltest diesen "major" Bugreport wieder eröffnen bzw. ergänzen, damit das Problem als weiterhin und anderswo bestehend auch behandelt wird. Ohne Bugreport wird nämlich nicht reagiert, wie immer wieder betont wird!
Das nützt nix sorry. Wir werden das nicht ändern weil es gebraucht wird. Dass teils uralt Zeugs dann nicht mehr geht ist halt der Lauf der Dinge. Da muss man dann halt entweder selber die Settings anpassen oder alternativen suchen.

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Beitrag von aschn » Sa 29. Jun 2019, 13:27

Ich sehe auch keine Möglichkeit die WPS mit einer anderen Umgebung zu versehen als den Rest des Systems. Das ganze dann noch am besten so, dass die neueren POSIX-Portierungen auch von der WPS aufgerufen funktionieren.

Leider kann man bei beiden keine eigene Umgebung einstellen, bei ADCDCreator und bei POSIX-Portierungen. Oder doch? Wenn ADCDC eine .exe wäre, dann wär alles kein Problem.

Sonst würde wohl nur helfen ADCDC mit neueren Werkzeugen zu kompilieren und auf die wohl inzwischen vorgenommenen Änderungen (z.B. an cdrecord) zu portieren.
Zuletzt geändert von aschn am Sa 29. Jun 2019, 13:31, insgesamt 1-mal geändert.
Andreas Schnellbacher

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Beitrag von ajunra » Mi 3. Jul 2019, 08:16

Hallo ihr!
Erstmal Danke daß ihr euch hier im Forum eines Problems angenommen habt, welches ich hier auf meiner eCS 2.1de seit längerem habe.
axelwein hat geschrieben:
Do 20. Jun 2019, 23:51
... Jetzt funktioniert nämlich Audio/Data-CD-Creator nicht mehr, da der SCSI-/ATAPI-Bus nicht mehr gescannt wird, was unbedingt nötig ist.
So ganz korrekt ist das nicht, es funktioniert (eingeschränkt was Geschwindigkeitswahl usw. betrifft) nämlich auch ohne scanbus. Man muss jedoch jedes mal (!) bei "select writer" die Adresse (z.B."0,0,0") händisch eintragen. Umständlich und fehlerbehaftet. Außerdem kann man keine Brenngeschwindigkeit ändern/einstellen. Wenn ich mich recht erinnere bekam ich die Adresse raus, indem ich "cdrecord -scanbus" händisch im Befehlszeilenfenster eingab. Dort funktionierte -scanbus nämlich im Gegensatz zum Audio-CD-Creator.
axelwein hat geschrieben:
Mi 26. Jun 2019, 18:30
Die Ursache ist eindeutig der Eintrag

SET EMXSHELL=L:/usr/bin/sh.exe

wenn man das ausremmt ist alles gut.
Vielen Dank daß ihr die Lösung gefunden habt! Jetzt funktioniert der Audio-CD-Creator wieder wie er soll! Klasse!
Da ich ihn nicht soo oft benutze, hatte ich keine Idee was mir wann die Installation zerschossen hatte. Ich hatte eher auf einen neueren aspirout.sys getippt, aber auch mit dem älteren keinen Erfolg gehabt und war damit Ratlos.
Na ja, vielleicht hat sich damit ja auch mein anderes altes Problem erledigt, bei Gelegenheit mal schauen.

Welche Programme benötigen (Beispielsweise) denn nun sh.exe? Nur damit ich nicht ganz unvorbereitet ins offene Messer laufe...

Vielen Dank!

P.S. Hat jemand eine Ahnung warum die alten ASPIROUT jetzt neu (19.Juni 2019) auf hobbes (z.Z. bei incoming) geladen wurden? Die Beschreibung zeigt mir nichts neues.
Schöne Grüße von Deutschlands größter Insel
ajunra