IBMWorks findet seine Daten nicht mehr

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DonLucio
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IBMWorks findet seine Daten nicht mehr

Beitrag von DonLucio » Di 30. Apr 2019, 17:34

Ich mußte meinen ArcaOS-PC neu aufbauen. Neue Platte, frisch partitioniert, auf C: ArcaOS 5.0 frisch installiert. Dann von einer Datensicherung alle Daten zurück kopiert. Auf die neue Platte, die ich genauso partitioniert habe wie die Datensicherungsplatte.

Also habe ich auch die Daten von IBMWorks verzeichnisidentisch auf die neue Platte kopiert. In Config.sys auch eingetragen: "set ibmworks_ini=g:\ibmworks", ebenfalls die libpath- und path-Einträge. Genauso übernommen aus der alten config.sys. Habe auch "ibmwdesk.cmd g:\ibmworks" ausgeführt.

Dennoch weigert sich der IBMWorks-PIM (Kalender, TODO-Liste, Adressen etc.) diese Daten zur Kenntnis zu nehmen. In den besagten Programmen kriege ich einen leeren Kalender und eine leere Todo-Liste. Die eigentlichen IBMWorks-Programme Text, Calc, etc. funktionieren korrekt, es geht hier nur um diese PIM-Programme.

Ich habe alles dreimal gecheckt: Sämtliche Daten im Unterverzeichnis \DATA sind vorhanden und enthalten meine gesamten Termine, Adressen etc. Trotzdem nimmt IBMWorks sie nicht zur Kenntnis.

Neu erstellte Termine, Adressen etc. werden in Dateien im Root-Verzeichnis geschrieben (in meinem Falle G:\). Ich stehe vor einem Rätsel, weil bisher hat dieses Verfahren, mein IBMWorks verlustfrei von einem System auf ein anderes zu übertragen, prima geklappt. Seit vielen Jahren. Ist ja auch kein Hexenwerk.

Gibt es irgendwo eine Stelle, wo der Name dieses Unterverzeichnisses DATA vermerkt ist? Vielleicht in den OS2.INI? Habe mein altes OS2.INI mal durchsucht, aber da habe ich nix gefunden, was nach IBMWorks aussieht.

Danke,
Lutz Wagner
Zuletzt geändert von DonLucio am Di 30. Apr 2019, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.

MKH
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Beitrag von MKH » Mi 1. Mai 2019, 19:30

Soweit ich weiß, verwendet Works für den PIM eine eigene INI-Datei zur Initialisierung. Prüfe dazu mal den Abschnitt "PIM" in der IBMWORKS.INI. Hier sollte es 2 Parameter geben:

PIMInitPath=LW:\IBMWORKS
PIMInitFile=FPWPIM.INI

Damon
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Beitrag von Damon » Mi 1. Mai 2019, 20:02

Hallo Lutz,

das Problem hatte ich auch. Das Verzeichnis "Data" von IBMWorks muß unter ArcaNoa ins Stammverzeichnis, also z. B. C:\Data

Dann müßte Works die Daten auch finden.

Gruß Damon

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DonLucio
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Beitrag von DonLucio » Do 2. Mai 2019, 18:05

Damon hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 20:02
Das Verzeichnis "Data" von IBMWorks muß unter ArcaNoa ins Stammverzeichnis, also z. B. C:\Data
Danke, aber funzt leider nicht.

Ich habe die Daten also mal unter G:\DATA gespeichert, und auch noch an ihrem bisherigen Platz unter G:\ibmworks\DATA. Der PIM findet sie nicht.

Nur wenn ich sie direkt unter G:\ speichere, dann ja.

Mir wäre auch schleierhaft, was ArcaOS als Betriebssystem für einen Einfluß haben könnte auf die Art, wie ein Anwendungsprogramm (IBMWorks) seine Daten findet. Außerdem habe ich auf dem bisherigen PC ebenfalls AOS 5.0.2 installiert, und dort war alles ok (also gefunden unter G:\ibmworks\DATA).

Gruß,
Lutz Wagner

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DonLucio
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Beitrag von DonLucio » Do 2. Mai 2019, 18:13

MKH hat geschrieben:
Mi 1. Mai 2019, 19:30
Soweit ich weiß, verwendet Works für den PIM eine eigene INI-Datei zur Initialisierung. Prüfe dazu mal den Abschnitt "PIM" in der IBMWORKS.INI. Hier sollte es 2 Parameter geben:
PIMInitPath=LW:\IBMWORKS
PIMInitFile=FPWPIM.INI
Ja, das ist korrekt. Genauso sehen diese beiden Parameter bei mir aus. Aber in dieser Datei (IBMWORKS.INI) gibt es noch eine ganze Menge weiterer Parameter, z.B.: "DocPath=G:\ibmworks\DATA". Aber der wird anscheinend nur für die Text-, Tabellen- und Grafik-Dateien verwendet, nicht für die PIM-Daten (Kalender, Adressen etc.).

Aber vielleicht gibt es noch einen speziellen "PIM-Path"-Parameter, der dann im Falle seines Fehlens das Stammverzeichnis bedeutet (also in meinem Fall G:\). Und ja, vielleicht ist dieser Parameter bei mir irgendwie verschütt gegangen. Ich müßte also wissen, wie dieser Parameter heißt, um ihn nachtragen zu können.

Gruß,
Lutz Wagner

MKH
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Beitrag von MKH » Do 2. Mai 2019, 21:53

Eine Art "PimPath"-Parameter scheint es nicht zu geben. Zumindest nicht in meiner IBMWORKS.INI.

Laut meinem Works-Buch gibt es lediglich die folgenden Path-Angaben (alle im Abschnitt "PREFERENCES"):

LibPath=C:\IBMWORKS (enthält die Position der Works-Bibliotheken)
DictPath=C:\IBMWORKS (Position der Works-Zusatzkomponenten wie beispielsweise die Rechtschreibprüfung)
MacroPath=C:\IBMWORKS (Position der Makrodateien)

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DonLucio
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Beitrag von DonLucio » Do 2. Mai 2019, 23:05

MKH hat geschrieben:
Do 2. Mai 2019, 21:53
Laut meinem Works-Buch gibt es lediglich die folgenden Path-Angaben (alle im Abschnitt "PREFERENCES"):
Ich wußte gar nicht, dass es ein Handbuch dazu gibt.

Was sagt denn dieses Manual generell aus über den Speicherort, wo die ganzen Appointment-, Todo- und anderen PIM-Dateien abgelegt werden? Kommt da irgendwo der Name \DATA drin vor? Seit Jahrzehnten benutze ich IBMWorks auf verschiedenen Rechnern, aber ich kann mich nicht erinnern, dass diese besagten Dateien jemals woanders gelegen hätten als unter x:\ibmworks\data.

Gruß,
Lutz Wagner

erdmann
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Beitrag von erdmann » Fr 3. Mai 2019, 13:07

Nach allem was bis jetzt geschrieben wurde scheint es ja eine PIM bezogene Datei zu geben, die über IBMWORKS.INI referenziert wird:
G:\IBMWORKS\FPWPIM.INI

Was steht denn in der drin ? Ich würde vermuten, einen Pfad auf das "Data" Unterverzeichnis bzw. eben einen Pfad auf die PIM relevanten Daten.
Und wenn die Datei FPWPIM.INI fehlt sollte man sie wohl am besten von einem bestehenden System rüberkopieren und ihre Inhalte anpassen.

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DonLucio
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Beitrag von DonLucio » Fr 3. Mai 2019, 15:37

erdmann hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 13:07
Nach allem was bis jetzt geschrieben wurde scheint es ja eine PIM bezogene Datei zu geben, die über IBMWORKS.INI referenziert wird:
G:\IBMWORKS\FPWPIM.INI
So ist es.
erdmann hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 13:07
Was steht denn in der drin ? Ich würde vermuten, einen Pfad auf das "Data" Unterverzeichnis bzw. eben einen Pfad auf die PIM relevanten Daten.
Leider nein. Trotz intensivem Suchen ist keine Referenz auf irgendein DATA-Unterverzeichnis zu finden.
erdmann hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 13:07
... am besten von einem bestehenden System rüberkopieren
Genau das habe ich gemacht. Habe die gesamte IBMWorks-Verzeichnis-Struktur, einschließlich aller *.INI-Dateien von meinem T42, wo's funktioniert mit \DATA, auf meinen neuen Rechner kopiert. Habe danach dort auch alle config.sys-Einträge angepasst, die irgendwas mit IBMWorks oder PIM zu tun haben.

Alles vergeblich: Auf meinem neuen Rechner werden die PIM-Daten nicht gefunden. Nur im g:\-Rootverzeichnis.

Der einzige Ort, wo sich mein T42 und mein PC noch unterscheiden, sind die OS2.INI und OS2SYS.INI. Aber auch dort habe ich wie blöd gesucht, aber keinen Eintrag gefunden, der sich auf IBMWorks beziehen würde.

Mit Verlaub, es ist mehr als rätselhaft.

Gruß,
Lutz Wagner

P.S.
Das Problem ist eigentlich nicht so gravierend, dass es hier einen endlos langen Thread rechtfertigt. Unschön, aber ich kann damit leben, dass alle meine PIM-Dateien eben im Rootverzeichnis liegen. Was mich nur nicht in Ruhe läßt, ist, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, warum ein Programm auf einem Gerät sich anders verhält als auf einem anderen, bei identischen Betriebssystemen, identischen Programm-Dateien, identischen Umgebungsvariablen.

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wilfried
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Beitrag von wilfried » Fr 3. Mai 2019, 16:38

Hallo Lutz,

versuch doch mal folgendes:

1. Über WPS das Unterverzeichnis \DATA erzeugen
2. Per D&D die Dateien aus dem Rootverzeichnis nach \DATA verschieben

Nur so eine Idee. :oops:

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DonLucio
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Beitrag von DonLucio » Fr 3. Mai 2019, 18:15

wilfried hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 16:38
Hallo Lutz,
versuch doch mal folgendes:
1. Über WPS das Unterverzeichnis \DATA erzeugen
2. Per D&D die Dateien aus dem Rootverzeichnis nach \DATA verschieben
Nur so eine Idee. :oops:
Danke für die Idee. Hat nichts gebracht.

Gruß,
Lutz Wagner

erdmann
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Beitrag von erdmann » Fr 3. Mai 2019, 21:08

Dann gibt es noch ein Fallstrick:
schau mal auf deinem Qeullrechner ob das DATA Verzeichnis eine gesetzte Objekt-ID hat. Zu diesem Zwecke kannst du XWorkplace bemühen.Wenn ja musst du dem Verzeichnis auf dem Zielrechner wahrscheinlich die gleiche verpassen.

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Beitrag von DonLucio » Fr 3. Mai 2019, 23:50

erdmann hat geschrieben:
Fr 3. Mai 2019, 21:08
Dann gibt es noch ein Fallstrick:
schau mal auf deinem Qeullrechner ob das DATA Verzeichnis eine gesetzte Objekt-ID hat. Zu diesem Zwecke kannst du XWorkplace bemühen.Wenn ja musst du dem Verzeichnis auf dem Zielrechner wahrscheinlich die gleiche verpassen.
Bei meinen bisherigen Umzügen von einem alten auf einen neuen Rechner, in den letzten ca. 15 Jahren, habe ich das nicht müssen. Trotzdem wurde immer klaglos auf das DATA-Unterverzeichnis zugegriffen.

Gruß,
Lutz Wagner

MKH
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Beitrag von MKH » So 5. Mai 2019, 14:57

Hab mal kurz einen Blick in das Works-Buch geworfen. Es schweigt sich natürlich über dieses eigentlich wichtige Thema aus, zumal es ja auch die Datensicherung betreffen würde.

Dafür gibt die Works-Hilfe was her. Habs jetzt allerdings nicht überprüft.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Beitrag von DonLucio » So 5. Mai 2019, 19:11

MKH hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 14:57
Hab mal kurz einen Blick in das Works-Buch geworfen. Es schweigt sich natürlich über dieses eigentlich wichtige Thema aus, zumal es ja auch die Datensicherung betreffen würde.
Hmm... auch ohne die genauen internen Zusammenhänge zu kennen: Bisher habe ich die Datensicherung auf ganz biedere Weise gemacht: per xcopy-Befehl auf ein USB-Medium, inkl. Unterverzeichnisse. Hat 15 Jahre lang prima geklappt: Nach jeder Neu-Installation von OS/2, eCS oder ArcaOS habe ich einfach das komplette IBMWorks-Verzeichnis samt Unterverzeichnissen auf das jeweils neue System kopiert. Habe auch nie das Laufwerk (in meinem Fall: G:) gewechselt. Und niemals gab es Probleme mit dem DATA-Unterverzeichnis.
MKH hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 14:57
Dafür gibt die Works-Hilfe was her. Habs jetzt allerdings nicht überprüft.
Vielen Dank für diesen Screenshot!

Er wirft ein neues Problem auf: Offenbar gibt es verschiedene Versionen von IBMWorks bw. PIM, denn: Die in deiner Works-Hilfe (dein Screenshot) beschriebene Kontextmenü-Funktion "Einstellungen" gibt es bei mir nicht.

Zwar habe ich eine Liste "Erledigen", aber was ein "Starter" ist, ist mir nicht klar. Ok, ich finde im Kontextmenü eine Funktion "Start" und eine Unterfunktion dazu "Vorgaben". Diese öffnet ein Notizblock, der dann immerhin mit "Einstellungen" betitelt ist. Ok. Ich finde dort auch eine Zunge "Allgemein". Diese hat bei mir allerdings nur 1 Seite und die in deinem Screenshot beschriebene 2. Seite mit Eingabemöglichkeit eines Daten-Unterverzeichnisse fehlt komplett.

Die Frage nach der Programmversion macht wenig Sinn, weil in meinem IBMWorks bzw.PIM nirgends eine Versionsnummer zu finden ist (kein "about..." o.ä.

Aber interessieren würde mich das Dateidatum deiner fpwpim.exe sowie deiner ibmworks.exe

Vielen Danke für deine Mühe!

Lutz Wagner

MKH
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Beitrag von MKH » So 5. Mai 2019, 22:07

Schön langsam wird die Sache interessant.

Ich habe Works 2.0 aus dem BonusPak von Warp 3 installiert. Die in der Hilfe beschriebene Seite im Einstellungen-Notizbuch ist schlichtweg nicht vorhanden.

Ich konnte nun die Daten des PIM nach C:\DATA verlagern, indem ich den Abschnitt PIM in der IBMWORKS.INI folgendermaßen angepasst habe:

PIMInitPath=C:\
PIMIniFile=FPWPIM.INI

Das DATA-Verzeichnis dürfte dabei nicht veränderbar sein. Ausgehend vom PIMInitPath scheint dieses als Unterverzeichnis fix vorgegeben zu sein.
Zu beachten dürfte auch sein, dass die Datei FPWPIM.INI bei mir nun auf Laufwerk C:\ im Stammverzeichnis liegt.

Ich hoffe, dass dir diese Informationen ein wenig weiterhelfen.

Schöne Grüße,
Michael

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Beitrag von DonLucio » Mo 6. Mai 2019, 00:27

MKH hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 22:07
Ich habe Works 2.0 aus dem BonusPak von Warp 3 installiert. Die in der Hilfe beschriebene Seite im Einstellungen-Notizbuch ist schlichtweg nicht vorhanden.
Dann haben wir ja anscheinend doch dieselbe Programm-Version ...
Auch ich habe seinerzeit (vor ewigen Zeiten) das Produkt aus der Warp3-BonusPak-CD installiert. Seitdem aber immer nur per xcopy auf mein jeweils aktuelles OS/2-/eCS-/ArcaOS-System übertragen.
MKH hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 22:07
Ich konnte nun die Daten des PIM nach C:\DATA verlagern, indem ich den Abschnitt PIM in der IBMWORKS.INI folgendermaßen angepasst habe:
PIMInitPath=C:\
PIMIniFile=FPWPIM.INI
Genauso sieht es bei mir auch aus.
MKH hat geschrieben:
So 5. Mai 2019, 22:07
Das DATA-Verzeichnis dürfte dabei nicht veränderbar sein. Ausgehend vom PIMInitPath scheint dieses als Unterverzeichnis fix vorgegeben zu sein.
So ist es bei mir ja auch der Fall. Wie gesagt: Seit x Jahren. Nur bei meinem aktuellen, vor 10 Tagen neu installierten ArcaOS-System funktioniert es nicht.

Ich habe aber inzwischen eine neue Theorie. Ich habe mal folgendes gemacht:

- Auf meinem aktuellen PC (da, wo es nicht funktioniert mit DATA) das IBMWorks-Verzeichnis umbenannt in 'G:\IBMWorks.problem'.
- Dann aus meinem alten T42-Laptop (wo es korrekt läuft) das komplette IBMWorks-Verzeichnis mit Unterverzeichnissen via USB-Stick auf meinen aktuellen PC kopiert.
- Dann fpwpim.exe gestartet. Und siehe da: ES FUNZT!

Ich habe dann mal die beiden Verzeichnisse: 'IBMWorks.problem' und 'IBMWorks' inhaltlich einander angeglichen: Habe sämtliche Dateien aus 'IBMWorks.problem' kopiert nach 'IBMWorks'. Und immer noch: Es läuft korrekt!

Zum Gegencheck habe ich dann mal wieder zurück-umbenannt: 'IBMWorks' -> 'IBMWorks.T42' und 'IBMWorks.problem' -> 'IBMWorks'. Und fpwpim.exe gestartet: Funzt NICHT.

Wohlgemerkt: In beiden Verzeichnissen befinden sich nun exakt dieselben Dateien, alle *dll, alle *.exe und auch alle *.ini. Dennoch arbeitet das eine Verzeichnis korrekt, das andere nicht.

Wie kann das sein????

Die einzige Erklärung, die ich dafür habe: IBMWorks macht Gebrauch von Erweiterten Attributen (EAs). Und in den EAs des Hauptverzeichnisses ist irgendwo versteckt die Referenz auf das Unterverzeichnis DATA.

Leider fehlt mir das Knowhow, wie ich die EAs auslesen könnte. Mit der Rexx-Funktion SysGetEA() ist es grundsätzlich möglich, ist auch gut dokumentiert, jedoch setzt die Funktion voraus, dass man den Namen des zu lesenden EAs kennt. Und den kenne ich eben nicht. Und es gibt AFAIK keine Funktion, um alle vorhandenen EAs als Liste auszugeben (wie es z.B. bei SYSINI() möglich ist).

Bleibt nur noch die Frage, wodurch die EAs auf meinem orginalen IBMWorks-Verzeichnis kaputt gegangen sind.
Aber das soll mir jetzt egal sein. Ich denke, der Fall ist geklärt.

Vielen Dank einstweilen,
Lutz Wagner

aschn
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Beitrag von aschn » Mo 6. Mai 2019, 03:20

EAs kannst Du mit EABrowse anzeigen, bearbeiten und löschen.

Auch FM/2 kommt mit dem EA Viewer, der zusätzlich neue EAs hinzufügen kann.
Andreas Schnellbacher

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Beitrag von DonLucio » Mo 6. Mai 2019, 13:58

aschn hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 03:20
EAs kannst Du mit EABrowse anzeigen, bearbeiten und löschen.
Auch FM/2 kommt mit dem EA Viewer, der zusätzlich neue EAs hinzufügen kann.
Ah.. vielen Dank!
Habe beide mal installiert.

FM/2 ist von einer überwältigenden Funktionsfülle, sein EA-Tool kann sogar beliebige EAs anzeigen (nicht nur die mit "." beginnen). Hat aber eine einzige kleine Achillesferse: Die EA-Funktionen wirken nur auf Dateien, nicht auf Verzeichnisse.

Der EA-Browser von Henk Kelder aber tut's auch mit Verzeichnissen.
Der hat aber eine andere Lücke: Er kennt offenbar nur die OS/2-systemeigenen EAs (die, die mit einem Punkt beginnen (z.B.: ".CLASSINFO", ".TYPE" und noch 9 weitere)).

Und die Analyse dieser Punkt-EAs in meinem IBMWorks-Verzeichnis geben leider keinerlei Hinweis auf ein etwaiges DATA-Unterverzeichnis.

Schade, schade .... Letzte Wahrheiten bleiben also verborgen, aber egal.
Wie gesagt, durch das Kopieren eines "gesunden" IBMWorks-Verzeichnisses von einem "gesunden" Rechner ist das Problem nun beseitigt.

Meine unmassgebliche Meinung zum Schluß:
Das Konzept der Erweiterten Attribute scheint ja ganz genial und flexibel zu sein. Solange aber eine vollständige Unterstützung nicht in allen Komponenten des Betriebssystems bzw. Filesystems implementiert ist, scheint es mir nur folgerichtig, dass heutezutage praktisch kein Programm mehr davon Gebrauch macht.

Danke nochmal,
Lutz Wagner

aschn
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Beitrag von aschn » Mo 6. Mai 2019, 15:47

DonLucio hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 13:58
Der EA-Browser von Henk Kelder aber tut's auch mit Verzeichnissen.
Der hat aber eine andere Lücke: Er kennt offenbar nur die OS/2-systemeigenen EAs (die, die mit einem Punkt beginnen (z.B.: ".CLASSINFO", ".TYPE" und noch 9 weitere)).
Nein, EABROWSE stellt auch alle anderen EAs dar.
Andreas Schnellbacher

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Beitrag von DonLucio » Mo 6. Mai 2019, 23:10

aschn hat geschrieben:
Mo 6. Mai 2019, 15:47
Nein, EABROWSE stellt auch alle anderen EAs dar.
Hmm ... tatsächlich. Sehe ich jetzt auch.
Das macht leider meine Theorie, dass sich der Verweis auf DATA in den EAs des Verzeichnisses befindet, zunichte (denn EABROWSE zeigt keine EAs an).

Bin also über die Ursache des Nicht-Findens meines DATA-Unterverzeichnisses wieder am Punkt der Ratlosigkeit angekommen ... :(

Aber lassen wir's jetzt gut sein. Man muß vielleicht nicht alles wissen.

Danke,
Lutz Wagner