Auf welches Medium Datensicherung?

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Rolf Stephan
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Auf welches Medium Datensicherung?

Post by Rolf Stephan » Mon 22. Sep 2014, 12:40

Hallo OS/2-Freunde,

welche Speicherart sollte heute zur einfachen privaten Sicherung von unterschiedlichen Daten wie Texte, Fotos, Programme verwendet werden?

Bislang griff ich zur CD.

USB-Stick oder SD-Karte sind von der Handhabung aber einfacher.

Spräche etwas dagegen, diese zu verwenden, statt zu brennen? Etwa die Haltbarkeitsdauer? (Kosten und Kapazität mal außer Acht lassend).

Rolf Stephan

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wilfried
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Post by wilfried » Mon 22. Sep 2014, 12:51

Bei grösseren Datenmengen, jenseits von Terrabyte, kommen derzeit nur noch Festplatten in Frage.
Über die Haltbarkeit von USB-Sticks und SD-Karten liegen mir keine Informationen vor.
Da es sich um EEPROMs handelt, sollten sie nicht zu oft überschrieben werden.

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Frank Wochatz
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Post by Frank Wochatz » Mon 22. Sep 2014, 14:39

CDs sind extrem unzuverlässig, abhängig vom Rohling, Brenner, und der Schreibgeschwindigkeit. Von meinen früheren CD Backups kann ich heute viele nicht mehr lesen. Ich benutze nun schon eine Weile USB-Sticks, und manche (kleinere) Sachen lade ich auch in Webspace. Für nomale Daten reicht das aus. Die gute alte Unterteilung der Festplatte in System, Programme und Daten in eigene Verzeichnisse reduziert die zu sichernde Datenmenge beträchtlich, so daß ich hier monatelang Backups aktueller Projekte machen und verschiedenen Versionsstände haben kann. Wenn man sich das gut überlegt, braucht man kein Komplettbackup in einem Stück..

Einige Sachen habe ich auch einfach auf zwei Rechnern, wie zB. meinen Passwortdatenbank.

Peter
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Post by Peter » Mon 22. Sep 2014, 19:42

M-DISCS sollen im Vergleich zu normalen DVD/Blurays verbesserte Qualitäten haben.
Ich habe noch keine Erfahrungen, werde es aber ausprobieren (kaufen).
____________
Peter

Andi B.
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Post by Andi B. » Mon 22. Sep 2014, 20:36

Wenn es eine Scheibe sein soll, dann DVD-RAM. Mit gutem Brenner und g'scheiten Rohlingen gehen auch CDs. Ich habe >15 Jahre alte erfolgreich ausprobiert. Und damals war von bis zu 100 Jahren Haltbarkeit, mindestens jedoch 30 Jahren die Rede. Allerdings weiß der Normaluser kaum was ein guter Brenner ist und welche CDs/DVDs. Also etwas gefährlich. Leider kann auch nicht jeder Schreiber -RAM obwohl qualitativ viel viel besser als alle anderen Scheiben.

Im Vergleich zu Festplatten dürften heutzutage Discs jedoch kaum mehr eine Chance haben. Auf mehren externen Festplatten speichern ist wohl die sicherste Methode. Danach CF-Cards, dann weit abgeschlagen USB-Sticks und SD-Cards.

Meine Strategie - tägliches inkrementelles Backups der Daten auf 2. interne Festplatte. Unregelmäßig komplettes Archiv der Daten und Systempartitions und kopieren auf verschiedene WD USB-Disks. Teilweise an anderem Ort aufbewahrt. Zusätzlich liegen meine Programme (und auch manche Dokumente) auf meinem eigenen SVN Server bzw. auf svn.netlabs.org

aschn
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Post by aschn » Mon 22. Sep 2014, 20:54

Frank Wochatz » Mo 22. Sep 2014, 14:39 wrote: CDs sind extrem unzuverlässig, abhängig vom Rohling, Brenner, und der Schreibgeschwindigkeit.
Genau.
Frank Wochatz » Mo 22. Sep 2014, 14:39 wrote: Von meinen früheren CD Backups kann ich heute viele nicht mehr lesen.
Meine Erfahrung ist die, dass es zu einem großen Teil an den Wiedergabegeräten liegt oder daran, dass diese bestimmte Medien nicht vollständig lesen können. Bei DVDs ist dies noch häufiger als bei CDs. Markenrohlinge sind längst nicht immer ein Garant für gute Qualität, die in vielen Geräten lesbar ist. Für Rohlinge werden die unterschiedlichsten Hersteller verwendet, ohne dass der im Handel verwendete Produktname der Vertriebsfirmen geändert wird. Dazu gehört(e) auch Verbatim.

Ich empfehle für große Datenmengen Festplatten. Sonst reichen auch USB-Sticks, am besten aber zusätzlich auch Festplatte gesichert. Auf keinen Fall würde ich (hab keine große Datenmengen) dann keine alten oder gar gebrauchte Festplatten dafür verwenden.

Nebenbei: Angenehm für Entwickler ist es, dass freie Server mit Versionierungssystemen im Netz existieren. So braucht man privat keinen Datensicherungaufwand für seine veröffenlichten Projekte zu betreiben. Dabei kann nämlich schon eine größere Menge an Daten anfallen. Das ist aber alles ein Klacks im Vergleich zu Leuten, die Filme speichern.

Bei Filmen würd ich den Weg gehen: Einfach auf Sicherung verzichten, es sei denn, man kriegt die nicht irgendwo wieder neu beschafft.
Andreas Schnellbacher

Rolf Stephan
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Post by Rolf Stephan » Mon 22. Sep 2014, 21:18

Hallo zusammen,

es geht um Datenmengen von 1 bis höchstens 2GB. Keine Backups.

Zum Beispiel möchte ich Fotos "dauerhaft" ablegen.

Daß die CD auf Dauer ein unsicheres Speichermedium ist, überrascht mich. Ich dachte bislang, gerade ihr sollte in Hinblick auf Sicherheit und Beständigkeit der Vorzug gegeben werden.

Also, um beim Beispiel von Fotos zu bleiben: Bräuchten die Eurer Meinung nach garnicht erst von der SD-Karte auf ein anderes Medium übertragen zu werden - um sie auch noch in x Jahren betrachten zu können? Obwohl die winzige SD-Karte schon äußerlich keinen sonderlich soliden Eindruck macht, auch die Kontakte nicht. So, als ob sie für einen häufigen Gebrauch nicht ausgelegt wäre, sondern, einmal eingeschoben, eher im Kamerasteckplatz verbleiben sollte.

Rolf Stephan

aschn
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Post by aschn » Mon 22. Sep 2014, 23:41

Rolf Stephan » Mo 22. Sep 2014, 21:18 wrote: Also, um beim Beispiel von Fotos zu bleiben: Bräuchten die Eurer Meinung nach garnicht erst von der SD-Karte auf ein anderes Medium übertragen zu werden - um sie auch noch in x Jahren betrachten zu können?
Das ist doch aber bestimmt nicht das Thema. Du redest von Sicherung. Da ist die Möglichkeit die Fotos auf der Original-SD-Karte zu lassen eine ziemlich schlechte.

Erstmal gehören die natürlich irgndwo hin kopiert. Auch wenn ein Medium noch so sicher wäre, gäbe es genügend Möglichkeiten, wie man dessen Inhalt oder den Datenträger selbst verlieren oder vermurksen könnte. Dazu wirst Du nicht voraussagen können, ob Du in z.B. 10 Jahren noch ein Gerät hast, das Deine SD-Karte lesen kann.

Es sollte für Dich kein Problem sein kleine GB-Mengen 1- bis 2-mal irgend wo hin zu kopieren. Wenn dabei ein Medium dabei ist, das nicht optisch oder magnetisch seine Daten speichert, dann wär das wohl schon mal ganz schön sicher. Das halte ich dann für sicherer als die Daten einem Webhoster anzuvertrauen.
Andreas Schnellbacher

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ARoederer
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Post by ARoederer » Tue 23. Sep 2014, 01:53

Moin

Meine Einschätzung zu dem Thema.

CD/DVD-ROMs
  1. Für handelsübliche Rohlinge werden organische Materialien verwendet, die sich mit der Zeit zersetzen.
  2. Die Schreibgeräte (brenner), produzieren Datenträger, bei denen die Fehlerkorrektur bereits direkt nach dem Brennen Fehler korrigieren muss.
  3. Die Gerät liefern, je nach Rohling unterschiedliche Ergebnisse
  4. Die Qualität der Rohlinge schwankt je nach Hersteller teilweise deutlich
  5. Die Qualität der Kombination Brenner und Rohling lässt sich nur mit teurem Equipment beurteilen
Fazit: CD/DVD sind für die Datensicherung ungeeignet

M-DISC
Das sind DVDs, die mit anorganischen Materialien hergestellt werden und daher eine wesentlich höhere Lebenserwartung haben sollen.
Benötigt kompatible Laufwerke und die Medien sind vergleichsweise teuer.

Fazit: keines (keine Langzeiterfahrung vorhanden)

Flash Speicher
  1. Der physikalische Speicherort auf dem Speicher wird nur durch den Controller festgelegt. Fällt der aus, fehlen die Informationen, mit denen man die Daten auf dem Flashspeicher auslesen und wiederherstellen könnte.
  2. Die auf dem Flash gespeicherten degenerieren mit der Zeit. Die Daten müssen also regelmäßig aufgefrischt werden.
  3. Die meisten Flash-Speicher sind billig produziert. Schon bei leicht unsachgemäßem Handlich drohen technische Defekte und damit ein Totalverlust.
Fazit: Flash Speicher ist für eine Langzeitspeicherung völlig ungeeignet.

Allgemein kann man sagen: Auch heute noch sind magnetische Datenträger die einzig einigermaßen zuverlässige Möglichkeit Daten über längere Zeit aufzubewahren.

Im privaten Bereich sind 2,5" Festplatten, die regelmäßig überprüft und erneuert werden nahezu konkurrenzlos im Handling und bieten zudem ein hohes Maß an Sicherheit bei vertretbaren Kosten.

Dabei sollte man seine Daten auf mehreren Datenträgern sichern, die an unterschiedlichen Orten (Tresor, Bankschließfach, etc.) lagern. Moderne Festplatten können durch einen Elektronikschaden kaputt gehen und eine Datenrettung ist teurer, als eine weitere Festplatte mit zusätzlichen Kopien.
Spätestens wenn eine neue Technik verfügbar ist (EIDE -> SATA -> ...) sollte man die Daten auf ihre Integrität prüfen und auf neuere Laufwerke kopieren.

Andreas

volkerd
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Post by volkerd » Tue 23. Sep 2014, 10:04

Ich bin auch immer wieder mal am überlegen wie ich so etwas sinnvoll machen soll.

Was Rolf möchte hört sich weniger nach Backup an als denn nach Archivierung. Er möchte einfach ein "Projekt" irgendwo sichern, z.B. ein paar wenige GByte an Fotos oder Filmen archivieren.

Früher habe ich dazu DVD-RAM benutzt, obwohl ich weiß dass auch diese Medien nicht wirklich sicher sind. Allerdings gab es bei mir noch nie einen Verlust, könnte aber auch daran liegen, dass ich selten auf die archivierten Daten zurückgreifen muss. Wenn man solche Medien nimmt, sollte man sie eigentlich regelmäßig von einem Datenträger auf einen anderen umkopieren um sicher zu stellen, dass die Daten auch noch OK sind. Aber, was heißt regelmäßig? Und, wer macht das dann in der Praxis auch?

Seit geraumer Zeit verlasse ich mich da praktikablerweise einfach auf mehrere externe Festplatten die ich abwechselnd ans System hänge, fertig! Das ist dann sowohl Backup als auch Archivierung.

Außerdem werkelt bei mir immer noch ein altes Bandlaufwerk und eine Backup-Software, die wichtige Daten regelmäßig automatisch sichert. Fotos gehören da aber nicht dazu, Bandlaufwerke die TByte abkönnen sind für den Privatuser einfach zu teuer.

Volker

Rolf Stephan
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Post by Rolf Stephan » Wed 24. Sep 2014, 18:03

Hallo zusammen,

Danke, für Eure Meldungen.

Es ist schon richtig, was Volker vermutet: Ich suche nicht eine Backup-Lösung, keine professionelle Datensicherung. Deshalb sprach ich ja auch von einfacher, privater Sicherung, keinem Backup, im Umfang von höchstens 1 bis 2GB.

Ich würde mich nun für eine 2.5" externe USB-Festplatte entscheiden wollen. Allerdings befürchte ich, daß ein Betrieb unter OS/2 nur mit Umständen möglich sein wird. Es wird doch nicht etwa wieder DfSee benötigt - was ich nicht besitze -, um die Platte zur Erkennung unter OS/2 > LVM vorzubereiten?

Kommt jedes Fabrikat in Frage, oder habt Ihr vielleicht bestimmte Empfehlungen? Mein Mainboard unterstützt nur bis USB 2.0. Eine Kapazität von 10, 20GB würde mir völlig reichen - aktuelle Angebote scheinen mit 500GB zu beginnen.

Rolf Stephan

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Frank Wochatz
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Post by Frank Wochatz » Wed 24. Sep 2014, 18:20

Rolf Stephan » Mi 24. Sep 2014, 18:03 wrote:
Ich würde mich nun für eine 2.5" externe USB-Festplatte entscheiden wollen. Allerdings befürchte ich, daß ein Betrieb unter OS/2 nur mit Umständen möglich sein wird. Es wird doch nicht etwa wieder DfSee benötigt - was ich nicht besitze -, um die Platte zur Erkennung unter OS/2 > LVM vorzubereiten?
Zuerst mal eine Frage: benutzt Du noch andere Betriebsysteme, von denen Du auf die Platte zugreifen willst?

Andi B.
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Post by Andi B. » Wed 24. Sep 2014, 20:22

Meine 2,5" Festplatten sind etwas langsamer als die 3,5" Versionen. So ca. 16 statt 21MByte/s. Sind 500GB. Ev. sind ja die neueren schon schneller.

aschn
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Post by aschn » Wed 24. Sep 2014, 20:50

volkerd » Di 23. Sep 2014, 10:04 wrote: Was Rolf möchte hört sich weniger nach Backup an als denn nach Archivierung. Er möchte einfach ein "Projekt" irgendwo sichern, z.B. ein paar wenige GByte an Fotos oder Filmen archivieren.
So hatte ich das auch verstanden.
volkerd » Di 23. Sep 2014, 10:04 wrote: Seit geraumer Zeit verlasse ich mich da praktikablerweise einfach auf mehrere externe Festplatten die ich abwechselnd ans System hänge, fertig! Das ist dann sowohl Backup als auch Archivierung.
Dass die Festplatte das geeignetste Medium ist, darin sind sich anscheinend alle Antwortenden einig.

Frage ist nur: über Netzwerk an anderen Rechner, über SATA oder über USB? Für SATA muss man kurz den Rechner aufmachen. Ich nutze Netzwerk und zusätzliche SATA-HD. Über USB sicher ich nur Kleinstmengen auf Stick.
volkerd » Di 23. Sep 2014, 10:04 wrote: Außerdem werkelt bei mir immer noch ein altes Bandlaufwerk und eine Backup-Software, die wichtige Daten regelmäßig automatisch sichert. Fotos gehören da aber nicht dazu, Bandlaufwerke die TByte abkönnen sind für den Privatuser einfach zu teuer.
Meine (nicht mehr aktuelle) Erfahrung mit bezahlbaren Bandgeräten (DAT) im unteren GB-Bereich war ziemlich negativ. Das kann aber nicht verallgemeinert werden. Professionelle Bandgeräte sind tatsächlich nicht bezahlbar und werden in Rechenzentren für Langzeitarchivierung eingesetzt. Für kurzzeitige Sachen werden dort die Daten auf HD bereitgehalten.
Andreas Schnellbacher

volkerd
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Post by volkerd » Wed 24. Sep 2014, 22:15

Ich würde mich nun für eine 2.5" externe USB-Festplatte entscheiden wollen. Allerdings befürchte ich, daß ein Betrieb unter OS/2 nur mit Umständen möglich sein wird. Es wird doch nicht etwa wieder DfSee benötigt - was ich nicht besitze -, um die Platte zur Erkennung unter OS/2 > LVM vorzubereiten?
Wahrscheinlich ja!

Meistens sind die Festplatten im Auslieferungszustand nicht "nackt", da ist irgendwas drauf, irgendwelche Tools, Krimskrams, das keiner wirklich braucht. Das läuft dann unter Win, Mac, Linux, ob aber eCS oder OS/2 die Platte "frisst" ist ungewiss. Ich weiß nicht ob es irgendwelche allgemeingültigen Tipps gibt, keine Ahnung. Ich nehme für so etwas Linux oder Dfsee, mache die Platte platt und richte sie mit dem LVM ein, und schon geht es auch unter eCS. Die paar Euro für Dfsee haben sich längst amortisiert.
Sofern die Platte die 512 GByte Grenze nicht überschreitet, geht sie dann auch mit anderen Betriebssystemen wenn sie mit FAT32 formatiert wird.

Aber, ehrlich gesagt, seit geraumer Zeit ist mir das Gefrickele zu blöd, der eCS Rechner steht unbenutzt im Eck und es läuft ein neuer Win7 PC.

Volker

ajunra
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Post by ajunra » Thu 25. Sep 2014, 00:02

volkerd » Mi 24. Sep 2014, 22:15 wrote:

Meistens sind die Festplatten im Auslieferungszustand nicht "nackt", da ist irgendwas drauf, irgendwelche Tools, Krimskrams, das keiner wirklich braucht. Das läuft dann unter Win, Mac, Linux, ob aber eCS oder OS/2 die Platte "frisst" ist ungewiss. Ich weiß nicht ob es irgendwelche allgemeingültigen Tipps gibt, keine Ahnung.
Na ja, ich habe meine 1TB 3,5"USB-Platte mit eCS absolut einfach nutzbar gemacht bekommen: Das gute Stück war mit FAT32 vorformatiert. Ich hab das Ding einfach eingestöpselt, sie wurde erkannt und ich habe sie mit dem 'Volumen Manager (Wartung und Installation)' eingerichtet, mit JFS formatiert und fristet nun als Datenlager für selbst aufgenommen Filme ihr Dasein. Ich muss allerdings gestehen, daß das gute Stück nun schon einige Jahre alt ist.

Mit USB-Sticks habe ich auch so meine Probleme - oftmals hakt es an BigFloppy. Ohne Partitionierung (und die ist mit Boardwerkzeugen in dem Fall eigentlich nicht möglich) kan ich die Dinger einfach nicht auf JFS oder HPFS trimmen...

Als Fazit würde ich sagen: Probieren geht über ....
volkerd » Mi 24. Sep 2014, 22:15 wrote:

Aber, ehrlich gesagt, seit geraumer Zeit ist mir das Gefrickele zu blöd, der eCS Rechner steht unbenutzt im Eck und es läuft ein neuer Win7 PC.

Volker
Bei mir steht auch noch ein 6-Kern Rechner rum welcher mit Wind7 und Wind8 sowie eCS bestückt ist. Das letzte mal habe ich Wind7 (oder war es Wind8?) vor einem dreiviertel Jahr zum BD (Film)-abspielen gestartet. Damals bekam ich einige BDs ausgeliehen. Ich weiß nichtmal ob Wind7/8 ohne Aktivierung (hatte damals kein Internet zu Hause) überhaupt noch laufen. eCS 2.1 tuts einfach...
Aber irgendwann sollte ich mal meine Wind-Spiele ausprobieren. Na ja, jetzt ist ja Internet da und damit sollte die Aktivierung ja klappen.

Schöne Grüße
ajunra
Schöne Grüße von Deutschlands größter Insel
ajunra

volkerd
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Post by volkerd » Thu 25. Sep 2014, 09:24

Festplatten gehen aus meiner bescheidenen Erfahrung in der Tat leichter einzurichten als USB Sticks, aber wenn eCS das alleinige OS ist und zudem kein Dfsee zur Verfühung steht, halte ich es für ein ziemliches Lotteriespiel ob man das unter eCS ans Laufen kriegt.

Aber, Rolf sucht eine Lösung für 10 -20 GByte, wäre da es nicht trotzdem sinnvoller ein oder zwei USB Sticks einzusetzen anstatt einer Festplatte?
Bei USB Sticks habe ich immer drauf geachtet, dass sie auch als Linux kompatibel angegeben sind, dann habe ich die auch immer unter eCS ans Laufen gekriegt. Zur Not braucht man halt ein Mal fremde Hilfe sprich einen zweiten Rechner wo ein OS drauf ist womit man den Stick "bearbeiten" kann. Meist reicht es, die vorhandenen Partitionen mit Windoof zu löschen um sie dann mit dem LVM neu anlegen zu können. Dann bootet man wieder Windoof und formatiert das Ganze mit FAT32 damit der Stick überall geht. Bis 32 GByte kann Windoof das selber, darüber gibt es kostenlose (Win-)Tools um FAT32 zu formatieren.

Aber, egal ob Festplatte, USB-Stick oder SD Karte, das Problem ist überall ähnlich: es gibt keine Garantie dass die Dinger ab Werk eCS geeignet sind. Ich würde mir daher auf jeden Fall überlegen, ob ich dem PC nicht ein zweites Betriebssystem spendiere, irgendein Win oder Linux, das Ganze mit dem OS/2 Bootmanager oder Grub versehen hilft da enorm.

Volker

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Frank Wochatz
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Post by Frank Wochatz » Thu 25. Sep 2014, 09:49

aschn » Mi 24. Sep 2014, 20:50 wrote: Dass die Festplatte das geeignetste Medium ist, darin sind sich anscheinend alle Antwortenden einig.
Nö. Ich bin weiterhin der Meinung, dass USBs Stick gerade für so kleine Datenmengen wie Rolfs 2 GB genau richtig sind. Die garantierten Schreib/Lösch-Zyklen werden von Herstellern mit 100.000x angegeben. Bei Heise hat man die Grenze in Tests auch schon drastisch überschritten. Gerade wenn man die Sticks nur ab und an benutzt, wird man niemals auch nur in die Nähe von 10% dieser Grenze kommen. Langzeiterfahrungen gibt es ev. nicht. Recherchiert man ein wenig, geben Hersteller für die Datensicherheit 10 Jahre an. Eine Festplatte kann da natürlich länger halten, aber als mechanisches Laufwerk auch nur, wenn sie selten benutzt wird. Und wenn ein mechanisches Laufwerk vom Schreibtisch fällt oder einen Stoß bekommt, ist es kaputt.

Ich verwende deswegen auch SSDs im Rechner statt der alten "Schallplattenspieler".

Darüber hinaus (und empirisch) kenne ich sehr viele Leute, die schon mal einen Festsplattencrash hatten. Ich habe allerindings noch nie gehört, dass jemand einen USB-Stick-Crash hatte. Ich will nicht auschließen, dass es sowas nicht gibt oder gab. Mein älterster Stick (ein Billigteil) hält seine Daten nun seit 5 Jahren. Einigkeit sollte aber darin bestehen, dass jeder Datenträger, egal welcher es ist, nach ein paar Jahren ausgetauscht und die Daten kopiert werden müssen. Da komme ich mit einer Investition von 20 EUR für zwei 32 GB Sticks über 10 Jahre, wenn ich auf Nummer sicher gehe, und über 20 Jahre, wenn ich mich an den Hersteller halte.

Schallplattenspieler würde ich nur verwenden, wenn es die Größe der Datenmenge erfordert.
Mit USB-Sticks habe ich auch so meine Probleme - oftmals hakt es an BigFloppy. Ohne Partitionierung (und die ist mit Boardwerkzeugen in dem Fall eigentlich nicht möglich) kan ich die Dinger einfach nicht auf JFS oder HPFS trimmen...
Ja das stimmt, allerdings sind größere Festplatten (2TB o.ä.) nicht unbedingt mit FAT 32 formatiert. Mit Windows Boardmitteln kann man so eine Fetsplatte auch nur noch mit NTFS formatieren, FAT 32 wird garnicht mehr angeboten (wg. der Größe), Du brauchst andere Tools (ist natürlich kein Problem). D.h. Du brauchst bei einer externen Platte auch entweder DFSEE oder Linux, wenn die Platte ev., auch unter anderen Systemen gelesen werden können soll - was bei einem Backupmedium für Bilder nicht die schlechteste Idee. Und die werkseitige Partitionierung muss auch nicht unbedingt LVM kompatibel sein, selbstw enn Du auf JPFS oder JFS gehen willst.
Sprich: kaufst Du einen externe USB-Platte, gibt es keine Garantie, dass die mit Boardmitteln zum Laufen gebracht weren kann.

Markus
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Post by Markus » Thu 25. Sep 2014, 11:08

Frank Wochatz » Do 25. Sep 2014, 09:49 wrote: Darüber hinaus (und empirisch) kenne ich sehr viele Leute, die schon mal einen Festsplattencrash hatten. Ich habe allerindings noch nie gehört, dass jemand einen USB-Stick-Crash hatte.
Dann bin ich wohl der Erste. ;)

Stick (2GB) eingesteckt und XP stand sofort. Nach Reset war der Stick tot :shock: , seitdem bin ich bei Sticks etwas vorsichtiger. Ab und an wird der Inhalt geprüft, ob ich das alles noch "to go" benötige und danach auf HD gesichert.

Habe mir eine solche Docking Station mit externer Stromversorgung zugelegt. Funktioniert recht gut. Allerdings noch nicht unter eCS probiert. Da habe ich nicht so viele Daten und sichere auf CD bzw. DVD.

Peter
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Post by Peter » Thu 25. Sep 2014, 11:24

aschn » Mi 24. Sep 2014, 20:50
Für SATA muss man kurz den Rechner aufmachen.
Man kann auch über ein Slotblech gehen. das hat mit eSATAp sogar die Spannungsversorgung (5V, 12V) integriert.
http://www.delock.de/produkte/S_61797/merkmale.html

Gruß Peter

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Frank Wochatz
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Post by Frank Wochatz » Thu 25. Sep 2014, 11:29

Markus » Do 25. Sep 2014, 11:08 wrote:
Frank Wochatz » Do 25. Sep 2014, 09:49 wrote: Darüber hinaus (und empirisch) kenne ich sehr viele Leute, die schon mal einen Festsplattencrash hatten. Ich habe allerindings noch nie gehört, dass jemand einen USB-Stick-Crash hatte.
Dann bin ich wohl der Erste. ;)
Wahrscheinlich bist Du nicht der Erste, und Gerätefehler sind natürlich bei keinem Gerät ausgeschlossen, nichtmal bei Markengeräten. Schätze mal das war bei Dir aber ein Hardwaredefekt des Sticks. oder Windows wollte nicht mehr mit Dir spielen.

Andi B.
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Post by Andi B. » Thu 25. Sep 2014, 12:38

Aber, egal ob Festplatte, USB-Stick oder SD Karte, das Problem ist überall ähnlich
Ähnlich schon. Aber die Wahrscheinlichkeit dass die Daten erhalten bleiben in dieser Reihenfolge
- Festplatte von namhaften Hersteller mit 5 Jahren Garantie (natürlich pfleglich behandelt und nicht einfach vom Tisch/Regal runterschubsen und die dafür geeigneten Baureihen, also nicht die AV Typen)
- dann USB-Sticks. Erinnert sich noch wer an die Sticks die beim Beschreiben über die halbe Kapazität einfach andere Daten überschrieben haben? Auch hab ich hier einen Stick, äußerlich nur durch die Farbe unterscheidbar von anderen Verbatim Sticks welcher meinen Rechner crashed.
- dann abgeschlagen SD-Cards welche AFAIK noch immer kein Defekt Zellen Management haben im Gegensatz zu CF-Cards!

Klar, praktischer für Rolfs Anforderung sind Sticks. Da würde ich dann aber für Wichtiges statt 2 externe Platten 4 Sticks nehmen um relativ sicher zu gehen.

Rolf Stephan
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Post by Rolf Stephan » Thu 25. Sep 2014, 22:25

Hallo zusammen,

am zuversichtlichsten stimmt mich natürlich ajunra. Und wenn ich berücksichtige, daß eine externe USB-Fesplatte mit 500GB um die 50Euro kostet, dann fördert das noch meinen geweckten Optimismus.

Aber Frank und Volker liegen mit Ihren Meinungen offensichtlich auch richtig. USB-Sticks sind für meinen Speicherbedarf von 10 - 20GB angemessener. Und anscheindend schneidet dieses Speichermedium Eurer Ansicht nach, nicht unbedingt schlechter ab als die Festplatte, was die Langlebigkeit beziehungsweise Sicherheit betrifft. Obwohl hier die ersten Beiträge in diesem Bezug der Platte doch den Vorzug gaben.

Also: Meine gestern gefaßte Absicht eine Festplatte anzuschaffen, werde ich Dank Eurer Anregungen und Bedenken nochmal aufschieben.

So oder so muß ich mir zudem überlegen, vielleicht dieses DfSee anzuschaffen. Obwohl, wie schon gesagt, für die wahrscheinlich an einer Hand abzählbaren Verwendungen, mir die Ausgabe eigentlich zu hoch ist. Vorher würde ich aber noch Eure Tips zu dem ungeliebten MS Betriebssystem versuchen. In meinem Computer läuft übrigens ausschließlich OS/2. Das werde ich auch nicht mit der Ergänzung eines weiteren BS's ändern.

Eine Frage fällt mir gerade noch ein: Wißt Ihr, ob USB3.0-Platten mit USB 2.0-Controllern (auf meinem Board) funktionieren?

Rolf

Peter
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Post by Peter » Thu 25. Sep 2014, 22:57

Rolf Stephan » Do 25. Sep 2014, 22:25 wrote: Wißt Ihr, ob USB3.0-Platten mit USB 2.0-Controllern (auf meinem Board) funktionieren?
Externe USB3.0-Platten kunktionieren bei mir am USB2.0-Port.
____________
Peter

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Frank Wochatz
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Post by Frank Wochatz » Fri 26. Sep 2014, 07:44

Hallo Rolf,
wenn Du DFSEE hast, dann kannst Du (theoretisch) alles unter OS2 machen. Wenn Du kein Win oder Lin hast und ohne auskommst, fang erst garnicht damit an. Lohnt sich für die Speichermedienvorbereitung nur, wenn man es schon hat. Ich hab noch einen Supperfloppy-Stick, ich werde es in den nächsten Tagen mal mit DFSEE testen.