PMMail v2 - Back to the Future

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Frank Wochatz
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PMMail v2 - Back to the Future

Post by Frank Wochatz » Sun 28. Dec 2014, 21:27

Nachdem mir die GUI in Thunderbird nicht passt und die Veränderungen in PMMail nicht gefallen (Lizenz, Stabilität und Performance), und die alte Version 2 viel besser lief, habe ich nun wieder PMMail v2 installiert. Es macht einfach auch mal wieder Laune, wenn ein Programm erwartungskonform und pfeilschnell arbeitet.

Ich werde das jetzt eine Weile beobachten, um sicherzustellen, dass vor allem die Stabilitätsprobleme nicht an meinem System (zB. Shared Memory Bug) liegen. Sollte PMMail in den nächsten Tagen und Wochen stabil laufen, werde ich die nötige UTF-Funktionalität mittels eines Rexx-Plugins/Konverters so gut wie es geht nachrüsten.

Ich vermute mal, dass eh kaum noch einer PMMail benutzt, und wenn dann die neue Version. Sollte jemand V2 einsetzen bzw. Interesse an einem Erfahrungsaustausch dazu haben, einfach mal hier melden, dann schreibe ich hier gerne mal über den Fortschritt dieses Experiments.

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Frank Wochatz
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Post by Frank Wochatz » Mon 29. Dec 2014, 18:50

Step 1: Migration rückwärts

PMMail 2 ist nun wieder installiert und läuft, und ich konnte meine komplette Messagebase übernehmen. "Drüber installieren" geht natürlich nicht bzw. wollte ich das erst garnicht ausprobieren. Die Mailaccounts habe ich von Hand in PMMail 2 neue angelegt, einschl. der Unterordner. PMMail legt die Mails selbst in *.msg Dateien ab. Diese können von PMMail v.3 einfach nach PMMail v.2 verschoben werden. Dazu bietet sich ein Dateimanager mit Filterfunktion an. Danach müssen die Ordner einmalig in PMMail v.2 neu indiziert werden. Da trat noch ein Problem auf: meine Inbox war mit 4500 Mails gefüllt. bei der Neuindizierung stürzte PMMail leider mittendrin ab. D.h. es war erstmal Aufräumen angesagt: etliches wurde gelöscht, andere Sachen habe ich mit Filtern sinnvoll auf verschiedene Ordner verteilt. Sehr genial dafür ist die Möglichkeit, komplexe Filter zu definieren. Das muss man natürlich erstmal noch mit PMMail v.3 machen. Der größte Ordner hatte am Ende noch 1000 Mails. Diese Datrenmenge ließ sich nun problemlos verschieben in in der alten Version neu indizieren.

Die Adressdatenbank ließ sich ebenfalls einfach kopieren.

Fazit: die Migration ist per Hand problemlos möglich, da PMMail die Emails als standardmäßige Messages unverändert abspeichert. Lediglich die Indizierung hat sich geändert. Sehr schön: Nach der Indizierung ist das Einlesen eines Verzichnisses um ein vielfaches schneller.

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Post by Frank Wochatz » Sun 4. Jan 2015, 11:40

Eigentlich wollte ich nun mit einem Rexxfilter eingehende Mails von Unicode nach CP850 konvertieren, so dass man diese Mails dann ganz normal mit PMMail v2 betrachten und bearbeiten kann. Nun habe ich mich umentschieden, und ein Programm geschrieben, mit dem man Emails im *.MSG Format öffnen und browsern kann.

Dieses kann man dann in PMMail als externen Viewer einbinden. Das benötigt dann zwar einen Klick mehr, hat aber den Vorteil, dass ich in der Entwicklungs- und Forschungsphase die Originalmails nicht verändere (und ggf. zerstöre 8-) ). Außerdem gibt mir das mehr Möglichkeiten in der GUI, und wer weiss - ev. kann man aus diesem "Modul" mal eine komplette Open Source Alternative zu PMMial entwickeln. Oder alternativ kann man am Ende aus diesem Programm auch ein Konvertierungstool bauen.

Routinen für Dekodierung von Base64, Quoted Printable und Unicode/UTF-8 habe ich berbeits integriert (dafür gibt es Rexx Libraries). Außerdem habe ich einige Workarounds eingebaut. Da ja natürlich nicht alle Unicode-Zeichen in CP850 dargestellt werden können, ersetze ich einige dieser Zeichnen mit Alternativen. So werden zB. aus den echten typografischen Anführungezeichen „ “ diese hier » «, da ja erstere in 850 nicht existieren (und auch meistens falsch benutzt werden).

Einfache Mails funktionieren so bereits super. Jetzt beschäftige ich mich mit Multipart-Mails. Die korrekte Zerlegung von Mails in die einzelnen Objekte (Anhänge, alternative Inhalte etc.) ist eine kleine Herausforderung, und wird noch etwas dauern.