ArcaOS und Voraussetzungen für WLAN

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Sven Schmidt
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ArcaOS und Voraussetzungen für WLAN

Beitrag von Sven Schmidt » Do 12. Sep 2019, 21:22

Hallo zusammen,

habe gestern im Rahmen der "Einrichtungsversuche" beim ViewSonic auf Grund eines im Internet gefundenen Beitrags zur pci.exe "Erfolgserlebnisse" verzeichnen können. Basierend darauf läuft zwar jetzt erstmal auf dem 9470m die WLAN-Karte. Zumindest wird der Treiber geladen und die Anwendungen sehen jetzt eine zweite NIC. Man(n)/frau sollte auf die Angaben von Windows oder dem Hersteller nicht vertrauen. :roll:
Bisher nahm ich immer an, dass dort eine Intel Centrino Advanced N-6205 verbaut war, aber siehe da der Treiber für eine 8086x0082 erwies sich als Lösung. Hier war der Name Taylor Peak Ansatz für die Verwirrung/Lösung. Damit bin ich bei einem der "Testkandidaten" weiter als unter dem Thema Genmac, Protokoll, kein DHCP ....

Nun stehe ich aber vor dem nächsten Problem. Habe zwar von hobbes.nmsu.edu das xwlan 3.13 von Dezember 2017 als auch woanders das wpa_supplicant heruntergeladen und nach bestem Wissen eingerichtet.In der readme steht etwas zu einem dhcclient*rpm. Gefunden habe ich diesen nicht (mehr), eine Suche im ArcaNoae-PM 1.04 zwecks Status vorhanden oder installiert war negativ.

Damit kann ich leider nicht schreiben, warum aktuell keine Verbindung mit ArcaOS 5.03 zu keinem der beiden verfügbaren Netze hergestellt werden kann. Kennungen und SSIDs in beiden Profilen sind korrekt hinterlegt mit der Hoffnung, dass Sonderzeichen kein Problem darstellen.
Leider helfen mir die Meldungen in der aufploppenden Kommandozeile nicht wirklich weiter.

Zwischenfrage: Sollten beim Scannen in der Liste nicht alle in der Nähe verfügbaren Netze zu sehen sein? Ich kenne es außerdem bei HP so, dass bei aktivem WLAN die Status-LED sich ändert. Da dem leider nicht so ist, kann hier schon von einem "Fehlerzustand" ausgegangen werden? Gibt es irgendwo eine gute für ArcaOS passende Anleitung zu den notwendigen Voraussetzungen, Konfigurationshindernissen usw.? Soweit für heute aus Berlin mit vielen Fragen. Besten Dank im Voraus an alle.
Gruß Sven

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_diver
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Beitrag von _diver » Fr 13. Sep 2019, 09:49

Sven Schmidt hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 21:22
Hallo zusammen,

habe gestern im Rahmen der "Einrichtungsversuche" beim ViewSonic auf Grund eines im Internet gefundenen Beitrags zur pci.exe "Erfolgserlebnisse" verzeichnen können. Basierend darauf läuft zwar jetzt erstmal auf dem 9470m die WLAN-Karte. Zumindest wird der Treiber geladen und die Anwendungen sehen jetzt eine zweite NIC. Man(n)/frau sollte auf die Angaben von Windows oder dem Hersteller nicht vertrauen. :roll:
Bisher nahm ich immer an, dass dort eine Intel Centrino Advanced N-6205 verbaut war, aber siehe da der Treiber für eine 8086x0082 erwies sich als Lösung. Hier war der Name Taylor Peak Ansatz für die Verwirrung/Lösung. Damit bin ich bei einem der "Testkandidaten" weiter als unter dem Thema Genmac, Protokoll, kein DHCP ....

Nun stehe ich aber vor dem nächsten Problem. Habe zwar von hobbes.nmsu.edu das xwlan 3.13 von Dezember 2017 als auch woanders das wpa_supplicant heruntergeladen und nach bestem Wissen eingerichtet.In der readme steht etwas zu einem dhcclient*rpm. Gefunden habe ich diesen nicht (mehr), eine Suche im ArcaNoae-PM 1.04 zwecks Status vorhanden oder installiert war negativ.

Damit kann ich leider nicht schreiben, warum aktuell keine Verbindung mit ArcaOS 5.03 zu keinem der beiden verfügbaren Netze hergestellt werden kann. Kennungen und SSIDs in beiden Profilen sind korrekt hinterlegt mit der Hoffnung, dass Sonderzeichen kein Problem darstellen.
Leider helfen mir die Meldungen in der aufploppenden Kommandozeile nicht wirklich weiter.

Zwischenfrage: Sollten beim Scannen in der Liste nicht alle in der Nähe verfügbaren Netze zu sehen sein? Ich kenne es außerdem bei HP so, dass bei aktivem WLAN die Status-LED sich ändert. Da dem leider nicht so ist, kann hier schon von einem "Fehlerzustand" ausgegangen werden? Gibt es irgendwo eine gute für ArcaOS passende Anleitung zu den notwendigen Voraussetzungen, Konfigurationshindernissen usw.? Soweit für heute aus Berlin mit vielen Fragen. Besten Dank im Voraus an alle.
Gruß Sven
[D:\download]yum list dhc*
Verfügbare Pakete
dhclient.i386 3.1-3.oc00 netlabs-rel

dhclient.i686 3.1-3.oc00 netlabs-rel

Die readme hat wohl einen typo :)

Andi B.
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Beitrag von Andi B. » Fr 13. Sep 2019, 12:25

Sven Schmidt hat geschrieben:
Do 12. Sep 2019, 21:22
....
Habe zwar von hobbes.nmsu.edu das xwlan 3.13 von Dezember 2017 als auch woanders das wpa_supplicant heruntergeladen und nach bestem Wissen eingerichtet.In der readme steht etwas zu einem dhcclient*rpm. Gefunden habe ich diesen nicht (mehr), eine Suche im ArcaNoae-PM 1.04 zwecks Status vorhanden oder installiert war negativ.
Bitte hier http://trac.netlabs.org/xwlan 3.14beta10 runterladen. Der aktuellste wpa_supplicant ist da dabei.

Und auch den Link dort unter Troubleshooting (= aktuelle readme) Punkt für Punkt abarbeiten.
Leider helfen mir die Meldungen in der aufploppenden Kommandozeile nicht wirklich weiter.
Wenn du danach die entsprechenden Meldungen hier kopierst, dann kann dir wahrscheinlich geholfen werden ;-)
mit der Hoffnung, dass Sonderzeichen kein Problem darstellen
Es gibt zumindest einen genmac Treiber der mit manchen SSIDs Probleme hat. Im Ticket dazu könnte man genaueres nachlesen.
Zwischenfrage: Sollten beim Scannen in der Liste nicht alle in der Nähe verfügbaren Netze zu sehen sein?
Im Fenster von "Öffentlicher Zugang" - "Zugänge suchen" ja.
Ich kenne es außerdem bei HP so, dass bei aktivem WLAN die Status-LED sich ändert. Da dem leider nicht so ist, kann hier schon von einem "Fehlerzustand" ausgegangen werden?
Nein. Genmac steuert oft (nie?) diese LED.

Sven Schmidt
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Beitrag von Sven Schmidt » Fr 13. Sep 2019, 20:51

Hallo Silvan,
Silvan hat geschrieben: [D:\download]yum list dhc*
Verfügbare Pakete
dhclient.i386 3.1-3.oc00 netlabs-rel

dhclient.i686 3.1-3.oc00 netlabs-rel ...
Erstmal danke für den Hinweis. Dieser würde auf dem 9470m funktionieren, da dort eine zweite NIC vorhanden ist.
Daher die nächste Frage, da ich mich mit rpm (noch) nicht so auskenne:
Wie kann ich diese Pakete auf ein Gerät "übertragen" und dort ausführen, welches wie der ViewSonic nur eine WLAN-NIC hat?
Erkenntnisse als Ergebnis zum Beitrag von Andi folgen demnächst.

Beste Grüße an alle bei bww bitwise works GmbH aus Berlin von Sven

Sven Schmidt
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Beitrag von Sven Schmidt » So 15. Sep 2019, 22:19

Hallo Andi,

kurzes Fazit zum Beginn. Auch nach einer Neuinstallation von ArcaOS 5.03 bleibt der Zustand unverändert.
Um sicherzustellen, dass alle Pakete aktuell sind, wurden gleich nach der Neuinstallation über ANPM alle zugehörigen Pakete aktualisiert.
Ich will hoffen, dass der in der readme notwendige dhclient*.i386 im dhclient*i686 inkludiert ist.
Leider verweigert yum die Installation mit einem Konflikt zu letzterem.

Nach bestem Wissen wurde die Beta 3.14 von wlan ins xcenter "integriert".
Folgende Meldung erscheint zyklisch bem Verbindungsversuch:
- lan1 no network configuration found for the current AP
- ctrl-event-disconnected bssid=(MAC-Adresse) reason=3 locally_generated=1

Da mit dem alten TCPIP-Konfigurator nur eine NIC per DHCP konfiguriert werden kann, wurde für die NIC eine feste IP gesetzt.
Erst danach wurde im neuen TCPIP-Konfigurator die Reihenfolge der LANs richtig angezeigt.
Thema Troubleshooting: Alle Punkte in der readme.txt wurden beachtet. Leider kann ich die Version zu WPA nicht sehen; existieren nur die Punkte visible, (grau) reconnect, debug level und dismiss this menu. Ist bei WPA2 auch AES automatisch enthalten?
Gruß aus Berlin. Sven
Zuletzt geändert von Sven Schmidt am So 15. Sep 2019, 22:38, insgesamt 2-mal geändert.

Andi B.
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Beitrag von Andi B. » Mo 16. Sep 2019, 10:17

Ich xcenter widget oder am Wlanstat Symbol rechts-click Eigenschaften und Reiter TCP/IP (?) sieht man die dhclient Version welche gefunden wurde und auf der WPA Seite die wpa_supplicant Version. Sogar in blau wenn okay und in rot wenn was nicht passt.

Wenn dhclient*.i386 in der readme steht, dann hat es wohl damals keine 686 Version gegeben vermute ich mal. Es sollte heißen 'yum install dhclient' oder 'yum install dhcl*'. Bzw. in ANPM den dhclient suchen.

Der von IBM gelieferte DHCP Client ist buggy und war der Grund warum ich überhaupt mit der xwlan Entwicklung angefangen habe. Er funktionierte einfach in meinem Netz nicht und schickte Antwortpakete an den falschen DHCP Server. Deshalb wird der portierte dhclient mit xwlan verwendet. Wenn du parallel auch den IBM DHCP Client laufen lässt, dann gibt das ziemlich sicher Probleme. Fixe IPs für den Start sind aber ohnehin eine gute Idee.

Deine Fehlermeldung interpretiere ich aber eher als - für die SSID ist überhaupt kein Profil angelegt, oder keine passende passphrase. Die Bedienphilosophie von xwlan ist sicherlich seit mehr als 10 Jahren nicht geändert worden. Christian hat die Bedienung und mögliche Setups damals auch sehr ausführlich beschrieben. Ich weiß nicht, ob seine WSE Vorträge dazu mitinstalliert werden. Was dort sicher noch nicht korrigiert ist, sind alle Verweise auf den IBM DHCP. Den sollte man nicht zusammen mit neueren xwlan verwenden. Freiwillige bitte vor zum updaten der Doku ;-).

Ich denke die ganze Bedienphilosophie ist an das alte Thinkpad Tool Access connections (?) angelehnt. Aus WinXP Zeiten. Keine Ahnung wie das heute ein Win7 oder 10 oder Linux macht mit WLAN. Ich denke aber wohl mittlerweile sehr viel einfacher. Ich persönlich benutze nie die automatische Verbindungssuche von xwlan, sondern erstelle für jede SSID ein Profil und wähle dann das richtige aus. Ist sicherlich für den Start einfacher.

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Beitrag von thorolf » Mo 16. Sep 2019, 14:28

Moin, moin allerseits,

vielleicht ist es mal wieder an der Zeit zu erklären, was GenMAC seinerzeit gemacht hat und weshalb es mit aktuellen WLAN-Karten normalerweise nicht funktionieren kann:

GenMAC war ein Wrapper für Windows-Treiber, der die "notwendigsten" Funktionsaufrufe des Windows-Treibers auf vergleichbare unter OS/2 umgeleitet hat bzw. diese in den meisten Fällen nachgebildet hat. Dazu musste jeder Windows-Treiber genau analysiert werden und dann Schritt für Schritt jeder Funktionsaufruf abgearbeitet werden, bis alles notwendige funktionierte.

Mit jeder neuen Karte musste das für alle Funktionen wiederholt werden, irgendwann gab es dann Treiber nur noch für neuere Windows-Versionen, die natürlich sehr viel schwieriger zu unterstützen gewesen wären. Zudem musste jeder Treiber unter Windows installiert werden, damit man dann die Treiber-Einstellungen aus der Windows-Registry in eine eigene INF-Datei exportieren konnte (die mitgelieferte Windows-INF hat damit nichts zu tun und funktioniert mit GenMAC nicht).

Mangels irgendwelcher Dokumentation war das maximal mühsam und ziemlich "langweilig" und wegen der schon seinerzeit kleinen Anwenderschaar hat der Entwickler das Projekt irgendwann aus Zeit-, Lust- und Sonstwas-Gründen eingestellt. Eine Veröffentlichung des Quellcodes war aus verschiedenen Gründen nicht möglich und auch nicht erwünscht.


Nimmt ein Anwender nun eine neue WLAN-Karte mit einem neuen Treiber, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, das sich die Funktionsaufrufe geändert haben und es neue gibt, die von GenMAC nicht unterstützt werden, die Karte kann nicht funktionieren.

Vielleicht bekommt man eine solche Karten mit einem alten Treiber, der noch von GenMAC unterstützt wird, zum Laufen, wenn die Hardware irgendwie ähnlich und irgendwie kompatibel ist und ganz vielleicht werden zufälligerweise nur Funktionsaufrufe genutzt, die GenMAC seinerzeit implementiert hat, aber das wird mit jedem neuen Treiber unwahrscheinlicher. Überhaupt werden nur 32-bit Treiber unterstützt und am wahrscheinlichsten nur welche für Windows XP, u.U. noch Windows 7 wo sich aber schon einiges geändert hat.

Grundsätzlich gibt's beim GenMAC einiges an Debug-Optionen, ist schon zu lange her als das ich mich genau daran erinnere, aber sollte dokumentiert sein. Angehängt habe ich nochmal meine alte Präsentation zur Unterstützung von "unsupported devices" sowie die petest.exe (Aufruf: petest XXXXXX.SYS) mit der man testen kann, welche Funktionsaufrufe nicht unterstützt werden.


Daher ist der neue Ansatz, nämlich OpenSource-Treiber von BSD oder Linux als Basis zu verwenden, grundsätzlich der bessere, allerdings wird hier die Programmierung des notwendigen "Wrappers" sehr viel aufwändiger, weil die Unterschiede zwischen OS/2 und Linux bzw. BSD sehr viel größer sind als zu Windows XP damals.

Aber leider scheint es da auch keine großen Fortschritte zu geben, es fehlt einfach an Ressourcen die das erledigen können.
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Zuletzt geändert von thorolf am Mo 16. Sep 2019, 14:41, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße,

Thorolf